Terra Friulana

Unser Friaul

Varmo: ein toller Tag mit 46 Kärntner Gästen

Geschrieben von Gisela & Franz. Geposted in Aktuelles, Friaul-Tagebuch, Küche, Wein

Ein sonniger, warmer Tag in diesem Frühherbst hat eine Gruppe von 46 Kärntnerinnen und Kärntnern nach Varmo und Camino al Tagliamento geführt, um uns zu besuchen, im Ristorante Al Molino zu essen und im Weingut Ferrin zu degustieren.

Als am Morgen schon prächtig die Sonne vom Himmel lacht, sind wir ganz fröhlich: das wird ein toller Tag für unsere Kärntner Gäste, die der Organisator der Reise Winfried Krumpl aus Arnoldstein zu uns bringt. Am späten Vormittag können wir schon ‚Benvenuti!’, Willkommen in Varmo sagen. Und gleich herrscht denn auch fröhliches Treiben in unserem Garten. Eine Studienkollegin Giselas, Trixi Sinwel-Moschitz ist auch mit dabei. Organisator Krumpl ist ihr Onkel. Er hatte übrigens – erzählt er – den Besuch direkt bei uns als Überraschung angesetzt und den Reiseteilnehmern zuvor nur von einer Buchpräsentation berichtet. Überraschung gelungen! Wir erzählen also den Gästen von unserem ‚zweiten Leben’ in Varmo, berichten über unsere Friaul-Bücher, machen mit den Interessierten einen Rundgang durch unseren Garten und servieren Kostproben von unserem Wein. Dann die nächste Überraschung (diese auch für uns): Gigi Marsoni, der Spargelbauer, kommt vorbei (wir hatten ihm vor ein paar Tagen so nebenbei vom geplanten Kärntner Besuch erzählt) und bringt nicht nur köstlichen Aufschnitt mit, sondern auch süßsauer eingelegten Spargel, den seine Frau Anna Maria immer in der Spargelsaison im Frühjahr zubereitet und der überall enormen Anklang findet. Auch in diesem Fall natürlich, ebenso das eingelegte Gemüse, das Gigi ebenfalls mitgebracht hat. Alle sind begeistert und nehmen sich Ausflüge im kommenden Frühjahr zu den Marsonis zwecks Spargelerwerb vor.

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Das Mittagessen hat Winfried Krumpl im Ristorante Al Molino im nahen Glaunicco bestellt. Elda Del Negro erwartet die Gäste ebenso wie ihre beiden Töchter Moira und Romina. Aperitiv gibt’s im Freien, dann wird zum Essen in den Saal im ersten Stock des Ristorante übersiedelt. Friulanische Genüsse sind im Al Molino immer sichergestellt. Die Del Negros wissen, wie man Gäste verwöhnt.

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Am späten Nachmittag geht es dann nach Camino al Tagliamento zum Weingut Ferrin. Paolo und Fabiola erklären ihre Weine, die eifrig von den Kärntnern verkostet werden. So manche Kiste wandert in der Folge in den Bus, man will sich schließlich daheim auch noch weiter am friulanischen Wein erfreuen, den die Ferrins so köstlich zu erzeugen wissen. Wie schon in der Früh so scheint auch an diesem späten Nachmittag die Sonne angenehm warm vom blitzblauen Himmel, alles hat gepasst, um den Kärntner Gästen einen schönen Tag zu bereiten. Auf bald also!

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Villach: „Friaul erleben“ im Dinzlschloss

Geschrieben von Gisela & Franz. Geposted in Aktuelles, Das waren unsere Lesungen

Riesiges Interesse gab es an unserem Friaul-Abend in Villach: Auf Einladung der Kulturabteilung der Stadt Villach erzählten wir im knallvollen Vortragssaal des Dinzlschlosses über die Schönheiten von Friaul Julisch Venetien, begleitet vom Winzerehepaar Ferrin.

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Der Leiter der Kulturabteilung Mag.Christian Sturm und Mag.a Nicole Heuberger freuten sich über den Ansturm: Schon um 19.45 ist der Saal bis auf den letzten Sitz- und Stehplatz besetzt. „Literatur um acht“ heißt diese Veranstaltungsreihe der Stadt. Vizebürgermeisterin Dr.in Petra Oberrauner begrüßt die vielen Gäste. Sie hat ja selbst enge Beziehungen zu Friaul Julisch Venetien, beruflicher wie privater Natur. Begleitet wird der Abend auch musikalisch: Michael Schwarzenbacher, Schüler des Musikgymnasiums Viktring, begeistert mit seinem hohen Können auf dem Akkordeon.

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Da können wir gut anknüpfen, ist doch die ‚fisarmonica’ auch in Friaul ein beliebtes Instrument. Wir ziehen einen Bogen – aus unseren Büchern und unseren Texten aus der Zeitschrift ‚Terra Friulana’ lesend und dazu mancherlei erzählend – über die Historie der Region von Cividale und Gorizia über Udine bis Pordenone, über den Wein und die Küche, über Triest und den Karst, das Erinnern an die Erdbeben in Friaul vor 40 Jahren sowie launige Geschichten wie die von Romeo und Julias friulanischen Wurzeln. Viele Friaul-Kenner unter den Gästen bescheinigen uns später: wir haben einiges Neue erfahren. Wir freuen uns auch über prominente Zuhörer wie den Künstler Valentin Oman mit seiner Gattin Elisabeth und den ehemaligen Gesundheitsminister Dr.Michael Ausserwinkler.

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Nach unserem Vortrag ist das Degustieren der Weine des Winzerehepaares Paolo und Fabiola Ferrin aus Camino al Tagliamento angesagt. Was den Gästen merkbar ebenfalls großen Spass macht. Die Ferrins haben ja schon viele Kunden in Kärnten, mit diesem Abend sind es zweifellos viele mehr. Friaul erleben mit allen Sinnen – ein schöner Abend im Villacher Dinzlschloss!

Varmo: Weinlese 2016

Geschrieben von Gisela & Franz. Geposted in Aktuelles, Friaul-Tagebuch, Wein

Ein anstrengendes Weinlese-Wochenende liegt hinter uns: Jetzt gären etwa 300 Liter Most in den Glasballons. Wir Hobbywinzer sind zufrieden, es wird bestimmt wieder ein guter Wein draus. Es war unsere 15.Weinlese in Varmo.

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Samstag morgen 7 Uhr: Die letzten Vorbereitungen werden getroffen und dann geht’s auf in den Weingarten. Wir sind schon eifrig am Schneiden der Trauben, als die Helfer eintreffen: unsere Freunde Rosano und Daniela haben ihre Enkel Samuele, Matteo und Tommaso (Franz’ Patenkind) mitgebracht. So geht es lustig dahin. Die Trauben sind schön, denn die weniger schönen haben wir in den letzten Tagen schon vorweg entfernt. Etliche hatten Odium (Echten Mehltau) und Peronospora (Falschen Mehltau) bekommen, trotz aller unserer Weingartenarbeit in den letzten Monaten. Denn das Frühjahr und der Sommerbeginn waren extrem regenreich und das mögen Weingärten gar nicht. In Eimern werden die Trauben zum Rebler gebracht. Auch der kleine Tommaso will an dem Rad drehen, das die Trauben durch den Rebler drückt. Er stellt sich auch dabei für seine fast sechs Jahre schon sehr tüchtig an. Mittags sind dann schon alle Trauben geschnitten – mit der tollen Hilfe kein Wunder!

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Nachmittags geht es ans Pressen. Die Spindelpresse wird befüllt. Beim Abpumpen des Seihmostes gibt unsere Pumpe den Geist auf. Aber wie immer weiß Rosano Rat: er holt seine alte Pumpe und weiter geht die Arbeit. Beim Pressen ist Kraft nötig, also wird abwechselnd an der Stange der Mechanik gezogen und gedrückt. Zwei Füllungen der 50-Liter-Pumpe gehen sich aus, da sind aber vorher schon an die 200 Liter Seihmost ab- und in die „damigiane“, die Glasballons, gepumpt. Tommaso ist ganz fasziniert vom hartgepressten „Kuchen“ der Traubenreste, der nach dem Pressen zurückbleibt. Mit Begeisterung hilft er auch beim „Zerstören“ dieser „torta“ – die Reste kommen auf den Kompost. Bis gegen 18 Uhr sind 7 Glasballons mit Most befüllt. Über Nacht kann sich nun der erste Trub (Schwebstoffe) absetzen. Jetzt werden Leseeimer, Pumpe, Schläuche, Bottiche ordentlich gereinigt. Puhhh, man glaubt gar nicht, wie viele Muskeln man nach so einem Tag spüren kann.

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Sonntag in der Früh wird der Most umgepumpt, alles, was sich an Trub abgesetzt hat, wird weggeschüttet. Jetzt kann die Hefe in Zuckerwasser angesetzt und dann in die Glasballons geschüttet werden. Die Gäraufsätze kommen noch oben drauf, damit das Gärgas austreten, aber keine Luft von außen in die Glasballons gelangen kann. Arbeitsraum, Pumpe und Schläuche sind nochmals zu reinigen. Nach ein paar Stunden ist auch dieser zweite Tag der Weinlesearbeit geschafft. Jetzt beginnt schon die Gärung und wird – wenn alles gut verläuft – etwa drei Wochen dauern. Ach ja, dass zur gemeinsamen Arbeit auch ein nettes, gemeinsames Abendessen gehört, soll nicht unerwähnt bleiben!

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Adresse

  • ARGE Hopfmüller-Hlavac
    Deublergasse 37
    A-1210 Wien

Kontakt

Gisela Hopfmüller

Franz Hlavac

  • +43 664 281 80 18

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