Ötscher­land

Erleben mit allen Sinnen

50.Matura-Jubiläum gefeiert im Friaul

Geschrieben von Franz Hlavac. Geposted in Aktuelles, Friaul-Tagebuch

Es ist in diesen Tagen genau 5o Jahre her, dass Franz am Schottengymnasium in Wien maturiert hat. Der damalige Klassensprecher Andreas Lischka hat aus Anlass dieses Jubiläums mit ihm gemeinsam eine Reise ins Friaul organisiert. Von vergangenem Sonntag bis Donnerstag hat diese Maturaklasse 1966 – geführt von Franz – gemeinsam viele Schönheiten der Region entdeckt.

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Eine überaus abwechslungsreiche Reise, die einen Höhepunkt in unserem Garten in Varmo hatte – Verkostung unseres eigenen Weines inklusive. Franz’ Klassenkollegen bedankten sich mit viel Lob und netten Geschenken.

Gestartet wurde sonntags in Gemona und Venzone. Dort gilt es ja zu bewunderen, wie großartig die beiden Orte mit den berühmten Dom-Bauten nach den Erdbeben von 1976 wieder errichtet wurden. In der Folge bezogen die meisten Quartier in Grado im Hotel Marea.

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Am Montag konnte auch schlechtes Wetter den Spaß an dem Ausflug nach Duino nicht trüben. Das Schloss ist ja immer eindrucksvoll, sowohl wegen seiner Lage, als auch wegen der Geschichte mit den vielen prominenten Besuchern, wie zum Beispiel Rainer Maria Rilke. Natürlich war ein Spaziergang am Rilkeweg Pflicht, dort wurde von Andreas Lischka aus der ersten von Rilkes Duineser Elegien zitiert. Nach dem Mittagessen im ristorante Dama Bianca zog Regen auf, weshalb der Abstecher zu den Quellen des Timavo nur kurz ausfiel. Trotzdem wurde es auch noch hier literarisch: auf lateinisch und deutsch lasen Wolfgang Gürtler und Franz Rath aus Vergil, der ja diesen Ort schon beschrieben hatte.

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Der Dienstag begann in Aquileia. Der Dom mit seinen Mosaiken aus dem 4.Jahrhundert, die Ausgrabungsstätten und das Archäologische Museum zählen ja zu den wichtigsten Kulturpunkten des Friaul. Mittags stärkten sich alle im Ristorante Colombara, das für seine Fischspezialitäten bekannt ist. Nachmittags stand eine Bootsfahrt in der Lagune von Grado zu der Insel Barbana auf dem Programm, wo eine der berühmtesten Wallfahrtskirchen der Region zu bewundern ist.

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Am Mittwoch ging es vomittags nach Gorizia. Das Castello und die Ausstellung „La Presa di Gorizia“ (Die Eroberung Gorizias im Ersten Weltkrieg 1916 durch die italienischen Truppen) wurden besichtigt. Zu Fuß spazierten die ehemaligen Klassenkameraden dann durch die Altstadt, schauten sich den Dom an und mündeten zum Mittagessen in der Osteria Vecia Gorizia neben der Synagoge. Oben im Collio gab es den nächsten Stopp beim Kriegsmahnmal Oslavia. Auf Wunsch einiger Kollegen wurde eine feine Weinkost in der Azienda Komjanc kurzfristig eingeschoben. Schließlich wollte man ja nicht ohne Wein aus den Colli Orientali zurück nach Wien.

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Die Schlussrunde der Matura-Jubiläumsreise wurde wie erwähnt am Donnerstag in unserem Garten in Varmo begonnen und führte dann zu einer der wichtigsten Sehenswürdigkeiten Friauls, der Villa Manin in Passariano bei Codroipo. In diesem Landsitz des letzten Dogen von Venedig erinnert derzeit eine Ausstellung an die Erdbeben vor 40 Jahren.

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Für das Abschlussmittagessen war das idyllisch gelegene Ristorante Al Molino in Glaunicco genau der richtige Ort. Von hier aus traten die meisten die Heimreise nach Wien an. Ein „harter Kern“ besuchte noch die Azienda Ferrin, um die dortigen Weine zu verkosten und zu erwerben.

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An dieser Stelle sei nochmals ein Danke gesagt an alle Freunde im Friaul, die mitgeholfen haben, dass diese Jubiläumsreise ein schöner Erfolg wurde:

Danke also an Luisa Tomasini und ihren Mann Alfredo vom Hotel Marea in Grado, an Roberto und Raffaella Komjanc vom Weingut Komjanc Alessio in Giasbana di San Floriano del Collio, an Paolo und Fabiola Ferrin vom Weingut Ferrin in Camino al Tagliamento und auch an Emanuela Russian und Ennio Buttignon, die ihre Osteria Vecia Gorizia kurzfristig extra für die Gruppe aufgesperrt haben und an Elda Del Negro, die in ihrem Ristorante Al Molino für das köstliche Abschlussessen gesorgt hat.

Danke auch an alle Kollegen und ihre Gattinnen fürs Dabeisein! Es hat Spaß gemacht! Auf Wiedersehen in Friaul Julisch Venetien!

Friaul: Cantine Aperte 2016

Geschrieben von Franz Hlavac. Geposted in Wein

Das letzte Wochenende im Mai (diesmal der 28. und 29.Mai) ist im Friaul immer dem Entdeckenguter Weine gewidmet, die wir bisher noch nicht kannten. Heuer sind wir aber auch besonders neugierig auf die bestimmt tolle Qualität der 2015er Weine. Das vergangene Jahr hat ja die Winzerherzen wegen der tollen Traubenqualität jubeln lassen, und jetzt haben wir Weinfreunde Grund zum Jubel über den mehr als gelungenen Jahrgang. Es gilt also auf die Suche nach den Besten zu gehen. Die Cantine Aperte sind eine gute Gelegenheit dafür. Egal, ob die autochtonen Sorten von den weißen Friulano und Ribolla Gialla bis zu den roten Refosco oder Schioppettino bevorzugt werden oder eher die internationalen Sorten von Sauvignon bis Merlot, heuer findet bestimmt jeder neue Favoriten.

Am Samstag, 28.Mai, und am Sonntag, 29.Mai, stehen jedenfalls die Kellertüren von vielen Winzern im Friaul wieder weit offen. Am Samstag sind Winzerbesuche nach Voranmeldung möglich und etliche bieten abends ein „Cena con vignaiolo“, ein Abendessen mit dem Winzer an. Das muss vorgebucht werden. Am Sonntag kann dann quer durch die Region ‚kreisen’ von Weingut zu Weingut. Es werden auch friulanische Spezialitäten zum Probieren angeboten werden. Ob Frico oder Salsiccia, ob Prosciutto oder Polenta – die Gäste werden auch nicht hungrig bleiben.

Gedruckte Pläne sind in den Tourismus-Informationsstellen, in Hotels, Restaurants und bei den Winzern zu bekommen.Welche Produzenten mit dabei sind und andere Details dieser Weinveranstaltung sind im Internet zu finden auf:

www.cantineaperte.info

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Übrigens: Bei unseren Winzerfreunden Ferrin in Camino al Tagliamento ist auch an den Tagen von Cantine Aperte die kürzlich eröffnete Valentin Oman-Ausstellung zu sehen sowie die Holz-Keramik-Skulpturen von Herbert Steiner ergänzt von unseren schönsten Tagliamento-Fotos.

Camino al Tagliamento:
Oman-Ausstellung bei Ferrin

Geschrieben von Gisela & Franz. Geposted in Aktuelles, Friaul-Tagebuch, Tipps

Der erste sommerliche Abend in diesem Jahr! Welch ein großartiger Rahmen für die Eröffnung der Oman-Ausstellung im Weingut Ferrin in Camino al Tagliamento! Valentin Oman und seine Gattin Elisabeth sind natürlich persönlich ins Friaul gekommen. Viele Kunstinteressierte und Journalisten konnten Omans Bilder und den festlichen Rahmen genießen.

Als Vertreter der örtlichen Politik begrüßten Fabiola und Paolo Ferrin den Vizebürgermeister von Cordoipo Ezio Bozzini, die Kultur-Assessorin von Camino Cristina Pilutti und die Kultur-Assessorin von Varmo Michela De Candido.

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„Ecce Homo“ heißt die Schau, ganz entsprechend dem großen Thema, das Valentin Oman seit je in den Mittelpunkt seiner Aufmerksamkeit stellt: Den Menschen, auf der Suche nach sich selbst, zerrissen zwischen Fragilität und Kraft, zwischen Schönheit und Bedrohung. Oman läßt schematisierte Figuren entstehen, die nicht zu unterscheiden scheinen zwischen innen und außen, die sich aufzulösen scheinen und trotzdem blockhaft wirken. Rationalität und zugleich Emotionalität transportieren sich auch durch intensive Farbe, bei den Bildern der Ferrin-Ausstellung zum Beispiel durch leuchtendes Rot.

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Eine Menge interessierter Fragen zu seiner künstlerischen Arbeit wurden von Valentin Oman beantwortet. Unter den Ausstellungsbesuchern auch Journalisten, aus dem Friaul und auch aus Kärnten: Der Kulturredakteur der Kleinen Zeitung Erwin Hirtenfelder, das Medien-Ehepaar Iris und Andreas Lanner aus Hermagor, der Österreich-Korrespondent der friulanischen Tageszeitung Messaggero Marco Di Blas, der Chefredakteur und Herausgeber der Zeitschrift La Panarie Vittorio Zanon. Die beiden holländischen PR-Experten Ad Smets und Szaak Verweij, die ja in Pertegada bei Latisana einen Zweitwohnsitz haben, werden in ihrem Blog ihren Landsleuten in den Niederlanden zweifellos auch den Künstler Oman näherbringen.

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Und wie es bei Ferrin der Brauch ist, münden Kulturveranstaltungen immer in ein wunderbares Fest, mit den allseits geschätzten Ferrin-Weinen. Doch natürlich war auch für die hungrigen gesorgt, mit gegrillter Truthahnbrust ebenso wie einer köstlichen Pancetta. Und weil es bis in den späten Abend im Freien wunderbar warm war, konnten alle zusätzlich den Vollmond genießen.

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„Unsere“ Zeitschrift Terra friulana
auf deutsch

Geschrieben von Franz Hlavac. Geposted in Aktuelles, Bücher

Jetzt erscheint unser neues Opus:

Die Zeitschrift TIERE FURLANE (Terra friulana = Friulanisches Land) gibt es erstmals auf deutsch, uns (Franz Hlavac und Gisela Hopfmüller) wurde die hohe Ehre zuteil, die ganze Zeitschrift, die normalerweise in Friaul auf italienisch erscheint, schreiben zu dürfen.

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Es ist das erste Mal, dass diese von der Region Friaul Julisch Venetien herausgegebene Zeitschrift „nichtfriulanischen“ Journalisten anvertraut wurde. In 14 Kapiteln = 160 Seiten mit vielen Fotos haben wir dieses faszinierende Land beschrieben. Jeder wird darin Neues und Spannendes finden – die, die Friaul noch nicht kennen, aber auch die, die immer wieder dorthin fahren.

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Wir hatten bei der Arbeit völlig freie Hand, ein wirklich großer Vertrauensbeweis von den Vertretern unserer „zweiten Heimat“. Mit dem Herausgeber und Koordinator der Zeitschrift Enos Costantini haben wir dieser Tage auf die Fertigstellung angestoßen.

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Die Erstpräsentation der Zeitschrift für die Medien wird in Wien stattfinden, am Dienstag, 31.Mai um 12 Uhr mittags in den Barock-Suiten des Museumsquartiers.

Der Vizepräsident der Region Friaul Julisch Venezia (bei uns dem Landeshauptmannstellvertreter entsprechend) Bolzonello kommt dafür extra nach Wien, anwesend sein werden auch der italienische Botschafter und die Direktorin des italienischen Kulturinstitutes in Wien.

Es werden auch Winzer anreisen, damit es etwas zu degustieren gibt. Friulanische Spezialitäten sollen auch gekostet werden. Die Organisation der Veranstaltung hat Friaul Julisch Venetien in die bewährten Hände des Wiener Kommunikationsberaters Wolfgang Obermaier gelegt. Es wird eine feine Sache! Wir fühlen uns wirklich wie die „Ehrenbotschafter des Friaul“, wie uns der friulanische Journalist Marco De Blas einmal genannt hat.

Adresse

  • ARGE Hopfmüller-Hlavac
    Deublergasse 37
    A-1210 Wien

Kontakt

Gisela Hopfmüller

Franz Hlavac

  • +43 664 281 80 18

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