Terra Friulana

Unser Friaul

Klagenfurt: 1.Adventwochenende
bei Heyn und Slama

Geschrieben von Gisela & Franz. Geposted in Aktuelles, Bücher, Menschen

Viel Abwechslung genießen wir an diesem ersten Adventwochenende in Klagenfurt. Am Neuen Platz herrscht reges Leben beim Weihnachtsmarkt, nebenan in der Buchhandlung Heyn geht am Samstag eine schöne Tradition über die Bühne: Stammkunden und Autoren schlüpfen in die Rolle von Buchhändlern. Wir sind auch dabei! Und der 1.Adventsonntag beginnt mit einem netten Besuch bei der Familie Slama und ihrem LebensArt Geschäft am neuen Standort in der Siemensstraße.

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Die geschnitzte Krippe vor dem Rathaus am Neuen Platz in Klagenfurt verbreitet Adventstimmung, so wie die Standln des Weihnachtsmarktes. Der erste Einkaufssamstag führt viele Klagenfurter in die Stadt – und auch zu uns in die Buchhandlung Heyn, wo wir versuchen, mit unseren Friaul-Büchern ein bisschen ‚italianità’ zu vermitteln. Gerammelt voll ist das Geschäft den ganzen Tag, Gott sei Dank gibt es so viele begeisterte Leser. ‚Mr.Heyn’ Helmut Zechner und Teile seines ‚Heynis’-Teams (u.a. Tanja Zwiener, Karoline Ferlitsch, Isabella Lehner, Renate Nöckler, Barbara Brandstätter, Claudia Saxer) unterstützen uns Laien-Buchhändler kräftig. Miteinander gelingt es uns, die Kundenwünsche zu erfüllen und manches Buch noch extra an den Mann beziehungsweise die Frau zu bringen. Mit von der lustigen Partie sind auch Autor Egyd Gstättner, die Food-Bloggerin Florentina Klampferer, der KulturArbeiter und Autor Christian Lehner, Autor Gerhard Benigni, Susanna Saustingl, die in den 1980er Jahren bei Heyn Buchhändlerin war und jetzt in Mödling lebt, und andere mehr. Wir tun Dienst im Erdgeschoß bei den Reise-, Koch- und Gartenbüchern und freuen uns, etliche Freunde und Bekannte begrüßen zu können, zum Beispiel Elisabeth Gabriel vom RUEFA-Reisebüro oder Garten- und Kommunalgerätespezialist Gerhard Töfferl mit seiner Frau Christiane. Von 9 Uhr früh bis 18 Uhr Abend dauert der nette, aber turbulente Arbeitstag, unterbrochen von einer Mittagspause. Da wird in den Räumen von Rechtsanwalt Manfred Angerer oberhalb der Buchhandlung die von Helmut Zechner gezauberte Lasagne genossen. Und abends – nach getaner Arbeit – sitzen wir noch eine Weile zusammen und beplaudern den schönen Tag inmitten der Bücher.

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Sonntag Vormittag sind wir dann bei Familie Slama eingeladen, zum Anschauen des neuen Geschäfts LebensArt und zum Brunch. Maria Slama steht am neuen Standort in der Siemensstrasse wieder bereit, allen Interessierten in Sachen schönes Wohnen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Möbel, Dekorstoffe, Accessoires, Lampen – all das und mehr ist im Showroom überaus schön dekoriert und macht Lust auf Neugestaltungen im eigenen Heim. Gelabt mit unterschiedlichsten Köstlichkeiten und Prosecco kehren wir nach Wien zurück und lassen beim Adventkranz mit der ersten brennenden Kerze ein spannendes Wochenende Revue passieren.

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Pordenone in Salzburg

Geschrieben von Gisela & Franz. Geposted in Aktuelles, Küche, Lokal-Empfehlungen in Friaul, Moderationen

Zu einem Abend ganz im Zeichen von Pordenone hatte die Camera di Comercio Pordenone, also die Wirtschaftskammer dieser westlichen Provinz des Friaul, nach Salzburg in den Stiftskeller St.Peter eingeladen. Zahlreiche Reiseveranstalter und Vertreter verschiedener Institutionen mit Friaul-Verbindungen genossen eine feine Mischung von Informationen und Enogastronomie.

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Die Stadt Pordenone mit etwa 50.000 Einwohnern ist die Hauptstadt jener friulanischen Provinz, die ans Veneto grenzt. Kein Wunder also, dass jene kulturelle Mischung verschiedener Kulturen, die Friaul auszeichnet, in Pordenone besonders intensiv zu bemerken ist. Venetisches, Verbindungen zur Habsburgermonarchie, die Charakteristik der Friulanischen Dolomiten, die Vielfalt des Hügellandes und der Ebene, all das konzentriert sich hier auf faszinierende Weise.

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Gisela Hopfmüller als Moderatorin des Abends sprach über die Schönheiten und speziellen Angebote von Pordenone mit dem Präsidenten der Camera di Commercio Giovanni Pavan, mit dem für Handels- und Wirtschaftspolitik zuständigen Stadtrat von Pordenone Emanuele Loperfido und mit Sergio Lucchetta, dem Präsidenten des Tourismusverbandes Pordenone. Slow Tourismus ist in dieser Provinz angesagt, eine Menge wenig Bekanntes gilt es zu entdecken, etwa die 7 Orte, die sich auf der bekannten Liste der schönsten Orte Italiens finden, wie zum Beispiel Valvasone, Polcenigo oder Sesto al Reghena. Aber auch die Mosaik-Stadt Spilimbergo, die Messerstadt Maniago oder die Magredi (die pordenonesische Steppe genannt) sind immer einen Besuch wert. „Alles liegt so nahe beisammen, am Vormittag kann man in den Dolomiten Schifahren und am Nachmittag am Meer surfen“, betonte Präsident Pavan.

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Doch der Abend stand auch im Zeichen der Kulinarik der Provinz. Federico Mariutti, pordenonesischer Koch mit viel internationaler Erfahrung, betreibt die beliebte Osteria Turlonia in Praturlone di Fiume Veneto (ein Stück südöstlich von Pordenone). Er verband seine Kenntnisse und Liebe zur Küche seiner Heimat mit der Erfahrung des ebenfalls international erfahrenen Küchenchefs des Stiftskellers St.Peter Alexander Krebs. Heraus kam ein Menü, in dem Pordenonesisches mit Österreichischem sich wunderbar verbunden hat: Als Appetithappen Prosciutto crudo und Pitina aus Aviano, als Vorspeisen eine Teigtasche mit Kürbis und Ricotta, Musetto mit Brovada, Frico mit Polenta sowie eine feine Maronicremesuppe. Als Hauptspeisen zunächst Blecs-Nudeln aus Buchweizenmehl mit Kräutern und Pitina und dann Filet vom Kitz mit Nussnockerln, als Dessert Bavarese-Creme mit Karamelisierten Feigen Caneva und einem Zwetschkenknöderl mit Haselnussbutter.

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Am Ende des Abends hatten alle Anwesenden, auch der Präsident der Dante Alighieri-Gesellschaft Salzburg Giorgio Simonetto, große Lust bekommen, Pordenone und seine Provinz ganz intensiv kennenzulernen.

Friaul: Ärzte-Senioren entdecken Cividale

Geschrieben von Franz Hlavac. Geposted in Friaul-Tagebuch, Küche, Weinempfehlungen

Einen interessanten, „Magen- und Herz-erfrischenden Tag“ im Friaul durften wir einer Gruppe von Ärzte-Senioren vermitteln. Ein kulturell spannender Besuch in der Langobardenstadt Cividale, ein Mittagessen in der Trattoria Da Mario in Prepotto und eine Weindegustation bei Hilde Petrussa in Albana di Prepotto – so ein Herbsttag verfliegt im Nu.

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Bereits im Vorjahr begrüßten wir Mitglieder des Vereins Niederösterreichische Ärzte-Senioren bei uns im Friaul. Obmann MR Dr.Gerhard Weintögl und seine Gattin Lore haben so einen Ausflug nun schon ein zweites Mal angeregt und vorbereitet. Heuer waren die Ärzte-Senioren und ihre Freunde neugierig, Cividale näher kennenzulernen.

Und so begleiteten wir sie als Reiseführer zunächst in den Tempietto Longobardo, jenes wichtigste erhaltene Monument der Langobardenzeit in Italien. Die Langobarden (Langbärte), ein elbgermanischer Stamm, ist im Jahr 568 ins Friaul gezogen und hat hier ein Herzogtum errichtet. Cividale, das von Julius Caesar um etwa 50 vor Christus gegründete Forum Julii (das auch Friaul den Namen gab) war über 200 Jahre lang Sitz langobardischer Herzöge und auch teilweise des Königs, dessen Reich bis ins Piemont und nach Mittelitalien reichte. 776 hat dann Karl der Große dem Langobardenreich ein Ende bereitet. Der Tempietto Longobardo in Cividale ist jedenfalls das kunsthistorisch bedeutendste erhaltene Zeugnis dieser Langobardenzeit in Italien; ebenso wichtig der nach einem Langobardenkönig benannte Ratchis-Altar und das nach dem Patriarchen Calixtus benannte Taufbecken, beides im Museo Cristiano in Cividale. Lauter hervorragende Beispiele der Kunst der Langobardenzeit.

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Der riesige Dom von Cividale aus dem 16.Jahrhundert als erste Kirche in Friaul im toskanisch beeinflussten Renaissance-Stil, die Teufelsbrücke „Ponte del Diavolo“ über dem Fluss Natisone als ein Wahrzeichen von Cividale, die Altstadt mit ihren mittelalterlichen Bauten, aber auch Palazzi aus der Zeit der Venezianer (ab 1420), der Habsburger (ab 1797) und des Königreichs Italien (ab 1866) – all das zu bestaunen macht gemeinsam mit einer sehr interessierten Gruppe viel Freude.

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Der so über den Vormittag langsam aufgebaute Hunger wurde in der Trattoria „Da Mario“ in Prepotto hervorragend bekämpft. „Padrone“ Marco Grassi, seine Frau Gioia und Schwiegertochter Anna haben alle schwelgen lassen: Toc in braide (weiche Polenta mit Käsecreme), Kürbisgnocchi mit geräuchertem Ricotta, Orzotto mit Salsicca und Schioppettino, dann die Spezialität des Hauses „Maialata“ (ein mit Niedertemperatur gegarter Schweinebraten auf rohem Fenchel), und als Dessert ein Strudel – einfach köstlich. Dazu waren Sauvignon und Schioppettino von Valerio Marinig eine prächtige Weinbegleitung.

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Mit derart guter Unterlage versehen ließ sich dann auch die Weindegustation bei Hilde Petrussa in Albana di Prepotto ordentlich genießen: Hilde Petrussa und ihr Mann sind ja erst nach ihrer Pensionierung zu Winzern geworden, vor etwa 20 Jahren, aber inzwischen spielen sie mit der großartigen Qualität ihrer Weine in der obersten friulanischen Liga mit. Vigna Petrussa ist eine Top-Marke: der Friulano, der Richenza (eine Cuvee aus Friulano, Malvasia Istriana, Rhein-Riesling und Picolit), der Refosco und vor allem der Schioppettino sowie der Süßwein Picolit sammeln regelmäßig Auszeichnungen ein und mundeten auch diesmal vorzüglich. Einen feinen Friaul-Tag durften wir da als Reisebegleiter gestalten! Hat wieder Spaß gemacht!

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Adresse

  • ARGE Hopfmüller-Hlavac
    Deublergasse 37
    A-1210 Wien

Kontakt

Gisela Hopfmüller

Franz Hlavac

  • +43 664 281 80 18

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