Pordenone in Salzburg

Geschrieben von Gisela & Franz. Geposted in Aktuelles, Küche, Lokal-Empfehlungen in Friaul, Moderationen

Zu einem Abend ganz im Zeichen von Pordenone hatte die Camera di Comercio Pordenone, also die Wirtschaftskammer dieser westlichen Provinz des Friaul, nach Salzburg in den Stiftskeller St.Peter eingeladen. Zahlreiche Reiseveranstalter und Vertreter verschiedener Institutionen mit Friaul-Verbindungen genossen eine feine Mischung von Informationen und Enogastronomie.

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Die Stadt Pordenone mit etwa 50.000 Einwohnern ist die Hauptstadt jener friulanischen Provinz, die ans Veneto grenzt. Kein Wunder also, dass jene kulturelle Mischung verschiedener Kulturen, die Friaul auszeichnet, in Pordenone besonders intensiv zu bemerken ist. Venetisches, Verbindungen zur Habsburgermonarchie, die Charakteristik der Friulanischen Dolomiten, die Vielfalt des Hügellandes und der Ebene, all das konzentriert sich hier auf faszinierende Weise.

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Gisela Hopfmüller als Moderatorin des Abends sprach über die Schönheiten und speziellen Angebote von Pordenone mit dem Präsidenten der Camera di Commercio Giovanni Pavan, mit dem für Handels- und Wirtschaftspolitik zuständigen Stadtrat von Pordenone Emanuele Loperfido und mit Sergio Lucchetta, dem Präsidenten des Tourismusverbandes Pordenone. Slow Tourismus ist in dieser Provinz angesagt, eine Menge wenig Bekanntes gilt es zu entdecken, etwa die 7 Orte, die sich auf der bekannten Liste der schönsten Orte Italiens finden, wie zum Beispiel Valvasone, Polcenigo oder Sesto al Reghena. Aber auch die Mosaik-Stadt Spilimbergo, die Messerstadt Maniago oder die Magredi (die pordenonesische Steppe genannt) sind immer einen Besuch wert. „Alles liegt so nahe beisammen, am Vormittag kann man in den Dolomiten Schifahren und am Nachmittag am Meer surfen“, betonte Präsident Pavan.

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Doch der Abend stand auch im Zeichen der Kulinarik der Provinz. Federico Mariutti, pordenonesischer Koch mit viel internationaler Erfahrung, betreibt die beliebte Osteria Turlonia in Praturlone di Fiume Veneto (ein Stück südöstlich von Pordenone). Er verband seine Kenntnisse und Liebe zur Küche seiner Heimat mit der Erfahrung des ebenfalls international erfahrenen Küchenchefs des Stiftskellers St.Peter Alexander Krebs. Heraus kam ein Menü, in dem Pordenonesisches mit Österreichischem sich wunderbar verbunden hat: Als Appetithappen Prosciutto crudo und Pitina aus Aviano, als Vorspeisen eine Teigtasche mit Kürbis und Ricotta, Musetto mit Brovada, Frico mit Polenta sowie eine feine Maronicremesuppe. Als Hauptspeisen zunächst Blecs-Nudeln aus Buchweizenmehl mit Kräutern und Pitina und dann Filet vom Kitz mit Nussnockerln, als Dessert Bavarese-Creme mit Karamelisierten Feigen Caneva und einem Zwetschkenknöderl mit Haselnussbutter.

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Am Ende des Abends hatten alle Anwesenden, auch der Präsident der Dante Alighieri-Gesellschaft Salzburg Giorgio Simonetto, große Lust bekommen, Pordenone und seine Provinz ganz intensiv kennenzulernen.