Rund um die Wachau

Entdeckungen beiderseits der Donau

Ein Künstlerehepaar aus Venedig
stellt im Weingut Ferrin aus

Geschrieben von Gisela & Franz. Geposted in Aktuelles, Friaul-Tagebuch

Beide stammen aus Venedig, beide schreiben Romane und beide malen qualitätvolle Bilder: Das Künstlerehepaar Federica Ravizza und ihr Ehemann Salvatore Errante Parrino stellt derzeit eine Auswahl von Arbeiten im Weingut Ferrin aus. Sonntag Abend wurde die Ausstellung eröffnet.

Schwungvoll durchschnitt Errante Parino zu Beginn der Vernissage das Band an der Tür und gab so den Weg frei in den Verkostraum, wo seine Bilder und die seiner Frau nun hängen. Ein riesiger Rosenstrauß für Federica gehörte auch zur Eröffnung. Harmonisch fügen sich hier die Frauenfiguren zusammen mit den Stillleben und den Landschaften, alle Bilder gemeinsam geben dem Raum etwas besonders Edles.

Federica und ihr Mann Salvatore (von Freunden Dodo genannt) sind in ihrer Kreativität unglaublich vielseitig. Das leben sie besonders dann aus, wenn sie ihrem Wohnort im touristenüberfüllten Venedig entfliehen und in ihrem Haus in Santa Marizza, einem Ortsteil von Varmo, in ländlicher Ruhe arbeiten. Federica konzentriert sich derzeit auf sensible Frauendarstellungen, Dodo auf die Landschaft der Umgebung mit ihren Villen. „Ich finde jetzt im Alter immer mehr zum geometrischen Stil meiner Jugend zurück“, erzählt er. Federica ist im Pinselstrich weicher. Immer wieder entstehen auch Werke, an denen beide gemeinsam arbeiten. Erst unlängst hat uns Valentino Bert in seiner Trattoria Da Bepo, nicht weit von den Ferrins entfernt, einen Raum gezeigt, wo Federica und Dodo gemeinsam eine stimmungsvolle Landschaft auf eine riesige Wand gemalt haben. Spannend ist zweifellos für die beiden der künstlerische Prozess, spannend ist dann ebenso das Ergebnis für den Betrachter.

Da dieser Eröffnungsabend so warm war wie ein feiner Sommerabend, wurde dann vor dem Haus so manches Glas geleert, der Putenbraten mundete den Gästen (inklusive dem Bürgermeister von Varmo Sergio Michelin) ebenso wie Fabiolas Reis-Salat. Die Ferrins haben sich auch bei dieser Gelegenheit als wunderbare und kunstsinnige Gastgeber erwiesen.

Villacher KulTour im Friaul

Geschrieben von Gisela & Franz. Geposted in Aktuelles, Friaul-Tagebuch, Menschen

Jetzt, in der schönsten Jahreszeit, wo nicht nur die Rosen prächtig blühen im ganzen Friaul, haben uns 58 Villacherinnen und Villacher besucht. Die überaus aktive Abteilung Kultur der Stadtgemeinde Villach mit Leiter Christian Sturm und mit Nicole Heuberger hat eine KulTour organisiert, die wir an einige besonders interessante und schöne Orte führen durften.

Programmpunkt Nr.1 führt nach Moruzzo zum Castello Brazzà. Vorweg ist aber noch nebenan im Agritourismo La Roncolina Stärkung durch Cappuccino und Signora Ornellas wunderbare Kuchen angesagt. Sie und ihr Sohn Carlo sind aufmerksame Gastgeber und mancher der Gruppe hat Lust bekommen, in La Roncolina einmal ein paar Tage zu verbringen.

Ein paar Schritte weiter erwartet uns im Spazio Brazzà (wie das ganze historisch so bedeutsame Anwesen genannt wird) Verwalterin Gina Van der Westhuizen. Im Museum lässt sich viel spannende Geschichte entdecken: von der mittelalterlichen Vergangenheit des Castello Brazza als Sitz der Familie Savorgnan (eine der mächtigsten Adelsfamilien im Friaul) über den faszinierenden Entdecker Pietro Brazza Savorgnan, der im 19.Jahrhundert in Afrika unterwegs war und Gründer der nach ihm benannten Hauptstadt des Kongo Brazzaville war, bis in die jüngere Vergangenheit des jetzigen Besitzers Corrado Pirzio-Biroli, dessen Vater von den Nazis ermordet wurde, weil er am Stauffenberg-Anschlag auf Hitler beteiligt war, und vieles mehr.

Obwohl sich schon dunkle Gewitterwolken zusammenballen, ist noch ein Spaziergang durch den weitläufigen Park angesagt, wo die riesigen, an die 40 Meter hohen Tulpenbäume (Liriodendron tulipifera) alle begeistern. Die Villa bietet dann – von Rosen umrahmt – noch einen malerischen Hintergrund für ein Gruppenfoto.

Die Regenwolken werden dichter, aber das tut der guten Stimmung im Bus bei der Weiterfahrt keinen Abbruch. Unser Ziel ist nun Glaunicco und das Ristorante Al Molino. Dass es dort zu schütten beginnt, ist nicht mehr schlimm, denn da sitzen wir dann schon bei einem feinen Mittagessen. Die Besitzerfamilie Del Negro hat alles prächtig vorbereitet. Besonders das Fischfilet im Zellophan gegart löst Begeisterung aus, nicht nur wegen des köstlichen Geschmacks, sondern auch wegen der überraschenden Optik. Danke an Elda Del Negro und ihr Küchen- und Serviceteam, alle fühlen sich hier sehr gut aufgehoben.

Der Regen ist etwas weniger geworden und so wird entschieden, trotz dieser feuchten ‚Widrigkeiten’ in Varmo unseren Garten anzusehen. Er ist ja auch ohne Sonne sehr schön, speziell jetzt, da alle Rosen blühen.

Und dann darf natürlich noch eine Weinkost bei Paolo und Fabiola Ferrin in Camino al Tagliamento zur Abrundung dieses Tagesausflugs nicht fehlen, wie stets sehr genussvoll. Und ehe der Bus retour in Richtung Villach fährt, nehmen sich viele vor, in diesen von ihnen bis jetzt weniger beachteten Teil Friauls bald wieder zu kommen. Darauf freuen wir uns sehr!

Adresse

  • ARGE Hopfmüller-Hlavac
    Deublergasse 37
    A-1210 Wien

Kontakt

Gisela Hopfmüller

Franz Hlavac

  • +43 664 281 80 18

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