Rund um die Wachau

Entdeckungen beiderseits der Donau

Vortrag über Friaul-Krippen
im Krippenort Ebensee / OÖ

Geschrieben von Gisela & Franz. Geposted in Aktuelles, Das waren unsere Lesungen

Es ist bekannt, dass viele Ebenseer Friaul-Fans sind. Und Krippen-Fans sind sie sowieso, denn der Ort ist ja berühmt für seine wunderbaren Landschaftskrippen mit den kunstvoll geschnitzten Figuren. Deshalb war es uns eine besondere Freude, dort einen Vortrag über die Krippen in unserer zweiten Heimat Friaul halten zu dürfen. Der Direktor des Museums Dr.Franz Gillesberger hatte uns dazu eingeladen. Und der Vortragsraum konnte die vielen Interessierten kaum aufnehmen, so groß war der Andrang. Selbstverständlich hatten wir – wie schon bei unseren Friaul-Lesungen in vergangenen Jahren – Weine vom Weingut Ferrin, Montasio-Käse und dazu unsere selbstgemachte Feigenmarmelade mitgebracht. Und unsere Friaul-Bücher natürlich!

Vor Veranstaltungsbeginn konnten alle die Krippenausstellung im Ebenseer Museum genießen. Auch unsere private, kleine Krippe aus dem Friaul darf in einem der Schaukästen stehen und zeigt, dass die Typen der italienische Krippenfiguren – vom Pizzabäcker bis zum Melonenverkäufer – sich zum Teil doch deutlich von den alpinen Szenen der traditionellen Ebenseer Krippen unterscheiden. Gleich neben unserer friulanischen Krippe steht eine moderne Ebenseer Krippe, die von Klaus Müllegger geschnitzt wurde und dadurch auffällt, dass die Szene praktisch ‚umgedreht’ wurde, damit man die Hl.Drei Könige von vorne sehen kann.

Franz Gillesberger und seine Gattin Renate sind immer großartige Gastgeber, für uns und für die Zuhörer. Wir fühlen uns als Freunde aufgenommen. Deshalb machte es wirklich besonderen Spaß zu erzählen und mit vielen Bildern zu zeigen, wie intensiv in Friaul die Krippenkultur gepflegt wird. Ob traditionell gebaute Krippen mit kleinen Figuren und friulanischen Bauernhäuschen, ob Krippen im Freien mit lebensgroßen Figuren oder die kunstvolle Sandkrippe – die stilistische Vielfalt ist groß, wohl auch, weil eine so klassische Krippenbautradition wie in Ebensee im Friaul nicht existiert. Dafür dominiert enorme kreative Vielfalt. Wir haben uns sehr gefreut, dass wir die Besucher damit merkbar überraschen konnten. Oft bekamen wir an diesem Abend gesagt: „Wir wussten gar nicht, wie viele und schöne Krippen man in Friaul sehen kann. Da müssen wir unbedingt hin!“

Dass nach so einem Vortrag friulanischer Wein nicht fehlen darf, ist sonnenklar. Paolo und Fabiola Ferrin, Winzer in Camino al Tagliamento, konnten zwar nicht persönlich kommen und ihren Wein zur Degustation anbieten, aber sie hatten uns welchen mitgegeben. Und so schlüpfte Franz ersatzhalber in die Rolle des ausschenkenden Winzers und wird den Ferrins viel Lob der Ebenseer nach Friaul zurückbringen. Dazu hatten wir den berühmten friulanischen Montasio-Käse mitgebracht, zu dem unsere selbstgemachte Feigenmarmelade so besonders gut schmeckt. Eine feine Abrundung dieses besonderen Friaul-Abends. Danke an die Gillesbergers, dass sie das alles möglich gemacht haben!

Friaul: Silvesterfeier bei Ferrin

Geschrieben von Gisela & Franz. Geposted in Aktuelles, Friaul-Tagebuch

Wieder einmal feiern wir Silvester in unserer zweiten Heimat Friaul! Paolo und Fabiola Ferrin haben uns zu ihrem Fest eingeladen. Mit dabei sind auch Tochter Sara, Rosano und Daniela Asquini und die beiden Holländer Ad Smets und Sjaak Verweij. Ein feiner Jahresausklang mit fröhlichem Begrüßen des neuen Jahres.

Insgesamt 16 Gäste sammeln sich bei den Ferrins um den großen Esstisch. Jede der Damen hat etwas zum Essen beigesteuert, so feiert man hier gerne, ohne dass die Hausfrau in den Vorbereitungsarbeiten völlig untergehen muss. Die vielen Antipasti, die Radicchio-Lasagne, der Entenbraten mit gedünstetem Gemüse, Danielas Tiramisu und unsere typisch österreichischen Kekse bilden mitsammen einen genussvollen Mix. Paolos Spumante Rivus, aber auch Weine von Primosic sowie Kostproben aus Frankreich und aus der Wachau sind großartige Ergänzungen. Da fällt gar nicht mehr auf, dass einige – Fabiola und Gisela inklusive – von Verkühlung geplagt sind. Mit viel Plaudern und Scherzen ist es rasch Mitternacht. Die beiden Katzen Sissi und Vidò sowie Hund Rex müssen sich nicht fürchten, denn herumgeknallt wird hier am Land nicht, nur in ein paar Kilometern Entfernung sind ein paar Feuerwerke zu hören und zu sehen. Dass im Fernsehen nebenbei eine der typischen italienischen Shows läuft samt den unvermeidlichen Al Bano und Romina Power, findet kaum Beachtung. Die wechselseitigen guten Wünsche fürs neue Jahr sind jedenfalls überaus herzlich! Buon Anno 2018!

Hier noch die Übersetzung des Neujahrsgedichtes auf den letzten Bild:

Wünsch mir alles Gute für das ganze Jahr:

Ich möchte einen Jänner mit Sonne wie im April

Einen kühlen Juli, einen freundlichen März;

Ich möchte einen Tag ohne Abend,

ich möchte ein Meer ohne Sturm;

ich möchte ein Brot, das immer frisch ist,

auf einer Zypresse Pfirsichblüten;

dass Katze und Hund Freunde sind,

dass die Brunnen Milch geben mögen.

Wenn ich zu viel will, dann gib mir nichts,

gib mir ausschließlich ein freundliches Gesicht.

Adresse

  • ARGE Hopfmüller-Hlavac
    Deublergasse 37
    A-1210 Wien

Kontakt

Gisela Hopfmüller

Franz Hlavac

  • +43 664 281 80 18

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