Rund um die Wachau

Entdeckungen beiderseits der Donau

Immer wieder gern im Friaul:
‚Meine Freizeit’-Leser unterwegs

Geschrieben von Gisela & Franz. Geposted in Aktuelles, Friaul-Tagebuch, Küche

Es ist bereits eine schöne Tradition, dass Iris und Andreas Lanner, die Herausgeber der in Kärnten erscheinenden Zeitschrift ‚Meine Freizeit’, mit ihren Lesern Reisen in den Süden unternehmen. Das Friaul ist regelmäßig ein Zielpunkt, auch in diesem Frühjahr war es wieder so. Bekanntes und Neues für den Gaumen hat die Kärntner Reisenden diesmal erfreut.

Das wunderbare Ristorante ‚Da Toni’ in Gradiscutta di Varmo ist für die Lanners ein bewährter Stopp für ein Mittagessen, das alle Mitreisenden genießen lässt. So war es auch diesmal. Kein Wunder, der Chef des Hauses Aldo Morasutti kümmert sich ja stets persönlich darum, dass sich in seinem Haus alle wohlfühlen. Der Schinken, die Basilikum-Suppe, das Spargelrisotto, das geschmorte Rindfleisch und das Tiramisu ließen die Herzen aufgehen.

Wir haben uns gefreut, den Lanners diesmal die Mühle ‚Molino di Bert’ der Familie Zoratto zeigen zu können. Am Rand des Parco delle Risorgive im Süden von Codroipo am Kanal ‚Roggia di San Odorico’ gelegen wird hier seit sechs Generationen Getreide und Mais gemahlen. Juniorchef Christian Zoratto hat an diesem Sonntag extra für die Kärntner Reisegruppe aufgesperrt, um zu zeigen, was ihm wichtig ist: Biologisch beziehungsweise biodynamisch zu arbeiten. Nur biologisch gezogenes Getreide und ebensolcher Mais werden hier gemahlen, mit Mühlen aus dem 19.Jahrhundert, die einen schonenden, vitamin- und nährstoffsichernden Mahlvorgang gewährleisten, weil sich das Mahlgut zwischen den händisch behauenen, steinernen Mühlsteinen nicht erhitzt. Das merkt der Kunde dann auch deutlich am besseren, intensiveren Geschmack des Mehls, sei es aus Getreide oder aus Mais. Die Kärntner Gäste waren begeistert und haben viel von den qualitätsvollen Zoratto-Mehlsorten mitgenommen.

Doch die Zoratto-Mühle hat noch eine weitere Besonderheit zu bieten: Es ist – wie Christian Zoratto betont – die einzige Mühle in Europa, die noch getrockneten Stockfisch nach einer alten Methode weichhämmert. Ein hydraulisch getriebener, riesiger Holzhammer saust auf den auf einer Steinbasis liegenden Stockfisch herunter – bis zu 150 Mal pro Minute – und macht die Fasern auf diese Weise besonders weich. So behandelt wird der ‚stoccafisso’ beim Kochen viel zarter als üblich. Weshalb die besten Restaurants bei den Zorattos Schlange stehen, um den hier geklopften Stockfisch kaufen zu können.

Der nächste Programmpunkt ist ein immer wieder beliebter: Eine Weinkost im Weingut Ferrin in Camino al Tagliamento. Fabiola und Paolo Ferrin haben auch diesmal für jeden Geschmack etwas zu bieten gehabt, für die Liebhaber friulanischen Weißweines genauso wie für die Rotweinliebhaber oder die Freunde des Spumante. Iris und Andreas Lanner haben ihrerseits eine Überraschung parat: sie haben einige Köstlichkeiten aus ihrer Heimat, dem Gailtal, mitgebracht. Die werden wir gerne mit unseren friulanischen Freunden probieren! Danke dafür!

Und dass dann auch noch die Familie Marsoni aus Varmo zu den Ferrins gekommen ist, damit die Kärntner nicht ohne den bekannt köstlichen, frischen Marsoni-Spargel (der schon im vergangenen Jahr so großen Anklang gefunden hat) heimfahren müssen, war eine zusätzliche Attraktion. Jedenfalls waren die ‚Unsere Freizeit-Reisenden’ sichtlich zufrieden mit dem Tag. Und sowohl wir als auch die friulanischen Gastgeber sind glücklich, der Gruppe eine schöne Zeit bereitet zu haben. Kommt bald wieder!

Ein perfekter Tag im Karst

Geschrieben von Gisela & Franz. Geposted in Aktuelles, Friaul-Tagebuch, Lokal-Empfehlungen in Friaul

Auch der Karst blüht jetzt im Frühjahr! Die Blüten der Ebereschen, der Schlehdorn- und Hartriegelgewächse malen weiße Flecken in das frische Grün, das sich über dem felsigen Gestein ausbreitet. Ein perfekter Zeitpunkt für eine Wanderung, besonders wenn auch das Wetter perfekt ist. Monika Kircher, die ehemalige Infineon-Chefin, hatte Freunde und Familie zu so einem Karst-Erleben eingeladen, mit Gerhard Pilgram und Emil Kristov vom Universitätskulturzentrum Klagenfurt UNIKUM als kundigen Wanderführern.

Vom Bahnhof Bivio Aurisina über Santa Croce bis nach Prosecco ist die Route geplant. 12 Kilometer über Stock und Stein, wie es so schön heißt. Wobei es zunächst die Cava Romana, den ältesten Karst-Marmor-Steinbruch, der schon in der Römerzeit betrieben wurde, zu umrunden gilt. Dann hinein in dem lichten Wald, in dem es auf schmalen Steigen bis zu den ersten Ausblicken aufs Meer geht. Andere Wege sind gemütlich und breiter. Der Turm ‚Vedetta Liburnia’ steht nach etwa eineinhalb Stunden Wegzeit unvermutet zwischen den Bäumen, ein ehemaliger Wasserturm aus der Monarchie, der heute einen 360-Grad-Ausblick über die Landschaft bietet (für Menschen, die Vertrauen in die völlig verrostete Eisenstiege entwickeln, die hinauf auf die Turmplattform führt). Von hier ist es im Schatten der Bäume ein gemütlicher Weg bis Santa Croce. Dort wartet in der Trattoria La Lampara ein Salami-Mortadella-Käse-Wein-Imbiss zur Stärkung.

Weiter führt der Weg zunächst zum Friedhof von Santa Croce, der mit seinem Blick aus Meer besonders malerisch gelegen ist. Wieder weiter öffnen sich immer neue Ausblicke, in der Nähe auf die kantigen Gesteinsformationen, in der Ferne auf Silhouetten, die sich am Meereshorizont abzeichnen. Der nächste Turm ist die ‚Vedetta Slataper’ (benannt nach dem Triestiner Dichter), wo die Aussicht zeigt, wie das Schloss Miramare näher rückt. Als musikalische Überraschung spielt bald danach mitten im Wald das Trio Etnoploc auf, Monika Kircher wagt mit ihrem Bruder dazu ein Tänzchen. Nun noch eine gute halbe Stunde, und der Zielpunkt Prosecco ist erreicht (der Ort, der dem Perlwein den Namen gab, den die Venezianer dann berühmt gemacht haben. Von hier stammt nämlich ursprünglich die Rebsorte Prosecco).

Nun bringt der Autobus die Wanderer samt ihren doch schon etwas müden Muskeln ans Meer, in den Ort Villaggio del Pescatore. Eine der schönsten Möglichkeiten zum Abendessen ist dort das ‚Al Pescaturismo’, nicht nur, weil es direkt am Meer in der Zona Cava liegt, sondern auch weil vom Aperitiv bis zum Fischmenü einfach alles stimmt. Ein perfekter Ausklang für einen perfekten Tag! Grazie mille, Monika, für die Einladung zu diesem Ausflugstag!

Adresse

  • ARGE Hopfmüller-Hlavac
    Deublergasse 37
    A-1210 Wien

Kontakt

Gisela Hopfmüller

Franz Hlavac

  • +43 664 281 80 18

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