Rund um die Wachau

Entdeckungen beiderseits der Donau

Wachau-Lesung bei Heyn in Klagenfurt

Geschrieben von Gisela & Franz. Geposted in Aktuelles, Das waren unsere Lesungen, Wein

Auch wenn für Kärntner der italienische Süden näher liegt: das Interesse an der Wachau ist lebendig. In die Buchhandlung Heyn in Klagenfurt, die vom Staatspreis Marketing bis zur Prämierung von Helmut Zechner als bestem Chef Auszeichnungen nur so sammelt, sind deshalb auch trotz des warmen Frühsommerabends etliche Liebhaber der Welterbe-Region an der Donau gekommen.

Aufmerksam wird unserer Lesung sowie den Schilderungen der Wachau und ihres weit weniger bekannten Hinterlandes gelauscht. Wie immer ergänzen wir unseren Vortrag mit vielen Fotos. Dass wir die Gäste nicht nur mit der Lesung, sondern dank der Großzügigkeit der Familie Altmann-Jamek auch mit großartigem Jamek-Wein – einem feinen Grüner Veltliner Federspiel 2016 von der Riede Stein am Rain – erfreuen können, macht den Abend besonders genussvoll. Ein großes Danke sagen wir besonders an Jutta Altmann, die Tochter des legendären Wachauer Weinbaupioniers Josef Jamek, der zu Lebzeiten so maßgeblich zur stilistischen Entwicklung qualitätvoller Wachauer Weine beigetragen hat.

Vorchdorfer im Friaul

Geschrieben von Gisela & Franz. Geposted in Friaul-Tagebuch, Küche, Menschen

Im vergangenen Februar waren wir zu einem Friaul-Vortrag in Vorchdorf eingeladen, jetzt sind Vorchdorfer zu uns ins Friaul gekommen. Wir durften den Mitgliedern des Siedlervereines und des Heimatvereines Vorchdorf am ersten Tag unsere Gegend von Varmo und am zweiten Tag Gorizia und Umgebung zeigen.

Felix Lenzeder, Obmann des Siedlervereines Vorchdorf, hat die Reise ins Friaul organisiert, inklusive eines Besuches bei uns in Varmo. Unser Garten hat sich für die Besucher aus Oberösterreich mit der schönsten Rosenblüte herausgeputzt, die Tomaten wachsen auch schon sehr brav und die Reben in unserem Weingarten werden jeden Tag sichtbar länger. All das zeigen wir unseren Gästen mit viel Freude. Natürlich wird auch unser eigener Wein verkostet und unsere Bücher finden ebenfalls viel Interesse.

Wir haben das Mittagessen für die Gruppe im nahen Ort Bugnins in der Trattoria Da Bepo organisiert, ein bewährtes Ambiente, um sich mit typischen friulanischen Köstlichkeiten verwöhnen zu lassen. Anna, die Schwester des ‚Padrone’ Valentino Bert, umsorgt uns mit der Crew der Trattoria auch ganz großartig.

Von Speis und Trank fast überwältigt fahren wir gemeinsam zur nahen Villa Manin in Passariano bei Codroipo. Und alle finden: Napoleon hatte recht, als er über diese Villa des letzten Dogen Ludovico Manin (errichtet im 18.Jahrhundert) sagte: Für einen Fürsten zu groß, für einen Kaiser zu klein. In jedem Fall sind die Villa und ihr Park mit den riesigen, uralten Bäumen eindrucksvoll. Und auch an anderen Villen der Gegend, wie etwa der Villa Colloredo-Mels in Gorizzo, kommen wir noch vorbei.

Nach diesem kleinen Spaziergang ist die Weinkost im Weingut Ferrin in Camino al Tagliamento an der Reihe. Wie stets entsteht sehr rasch viel Begeisterung über die ausgezeichneten Weine von Paolo und Fabiola Ferrin, die gemeinsam mit ihrer Tochter Sara die Gäste umsorgen. Und wegen des tollen Preis-Leistungsverhältnisses der Ferrinschen Weine wandert auch gar manche Flasche in den Autobus, um nach Ende der Reise dann daheim in Oberösterreich noch die Gaumen zu erfreuen.

Am Tag zwei unserer gemeinsamen Zeit im Friaul ist Gorizia der Treffpunkt, die Stadt, die eine so turbulente Geschichte hat, über die Jahrhunderte hin und her gerissen als Grafschaft Görz, als Teil der Habsburger Monarchie, immer wieder von Venedig bestürmt, vom Ersten Weltkrieg gebeutelt und nach dem zweiten Weltkrieg 1947 durch eine undurchdringliche Grenze zwischen Italien und Jugoslawien zerrissen, eine Grenze, die sich erst durch den Beitritt Sloweniens zur EU 2004 in ihrer trennenden Hässlichkeit auflöste.

Wir erklimmen in Gorizia die Burg, erfahren im Museum dort viele historische Begebenheiten, bewundern dann unten im Ort die berühmten Palazzi Lanthieri und Strassoldo sowie den Dom, spazieren durch die Via Rastello vorbei am Denkmal für den Dichter und Philosophen Carlo Michelstädter bis hinunter auf die Piazza Vittoria mit der imposanten Barockkirche Sant’Ignazio. Natürlich muss dann noch vor dem Bahnhof aus der Zeit der Monarchie jener Punkt besichtigt werden, wo zum Gedenken an die einstige Grenze möglich ist, mit einem Bein in Italien und mit dem anderen in Slowenien zu stehen.

Adresse

  • ARGE Hopfmüller-Hlavac
    Deublergasse 37
    A-1210 Wien

Kontakt

Gisela Hopfmüller

Franz Hlavac

  • +43 664 281 80 18

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