Rund um die Wachau

Entdeckungen beiderseits der Donau

Varmo & Camino: Karl Ploberger
bringt netten Besuch zu uns

Geschrieben von Gisela & Franz. Geposted in Aktuelles, Friaul-Tagebuch, Garten, Wein

Egal, wenn’s stürmt und kühl ist: Wenn nette Besucher kommen, ist gleich Frühling! Die erste Reisegruppe des heurigen Jahres, geleitet vom Gartenexperten Karl Ploberger, hat uns besucht. Wir durften 54 Garteninteressierten zeigen, warum wir unser Refugium in Varmo so mögen. Ganz grün ist es schon beim Haus, der Gemüsegarten wird nach und nach auf die kommende Saison vorbereitet und im Weingarten beginnt es zu sprießen. Ein ausführlicher, gemeinsamer Gartenrundgang gehört zu so einem Besuch natürlich dazu. Und selbstverständlich dürfen liebe Gäste auch unseren selbsterzeugten Wein probieren. Der ‚Plo’ hat übrigens sehr professionell beim Ausschenken geholfen! Wie fein, dass unser Wein offenbar geschmeckt hat! Für schnell Entschlossene gab es auch noch kleine Palmen, die wir in den letzten Tagen im Garten ausgestochen (es gehen immer zu viele selbst auf!) und in Töpfe gesetzt hatten. Und jeder, der mochte, konnte als Andenken an Varmo noch ein paar Ästchen von unseren Weinreben (vorbereitet nach unserem Rebschnitt vergangene Woche) mitnehmen.

Für eine Jause im Garten war es leider zu kühl, aber unsere Winzerfreunde Paolo und Fabiola Ferrin mit Tochter Sara in Camino al Tagliamento haben uns in ihrem Verkostraum aufgenommen. Wir haben gemeinsam Schinken, Salame, Montasiokäse samt Giselas selbst erzeugter Feigenmarmelade und ihr süßsauer Eingelegtes (Spargel, Oliven, Gurken) vorbereitet. Dass dazu natürlich auch die guten Weine der Ferrins mit Freude probiert wurden, ist ohnehin klar. Und obwohl die Witterung noch so gar nicht gezeigt hat, wie schön es auch im Vorfrühling im Friaul sein kann, war’s doch lustig mitsammen. Bestimmt gelingt es auch durch unsere Bücher, den Reiseteilnehmern Lust auf weitere Friaul-Ausflüge zu machen! Danke an Karl Ploberger und seine Gruppe für den Besuch und an die Ferrins für die gastfreundliche Aufnahme zum Schutz vor Wind und Kälte!

Triest: Schätze aus der Adria

Geschrieben von Gisela & Franz. Geposted in Aktuelles, Friaul-Tagebuch

Eine Unzahl spannender Geschichten birgt die Adria, in den Tiefen des Meeres lassen sich Schätze finden, die davon erzählen. Sie tun es derzeit in einer wunderbaren Ausstellung in Triest. Auch wenn der Titel der Schau ‚Nel Mare dell’intimità / Das Meer der intimen Nähe’ etwas sperrig klingt, ist doch eindrucksvoll, was die Unterwasserarchäologie ans Licht gebracht hat. Bis zum 1.Mai ist die Ausstellung in der Ex-Pescheria – Salone degli Incanti noch zu sehen.

Vor den Küsten, in Häfen, in und von Schiffswracks – überall sind Objekte gefunden geworden, die Geschichte zum Leben erwecken. Von der Handels- und Personenschifffahrt erzählt die Ausstellung genauso spannend wie von Kriegsschauplätzen am und im Meer. All das quer durch die Jahrhunderte.

Ob Köpfe von Statuen römischer Kaiser, gefunden nahe der kroatischen Insel Cres, oder eine Büste von Kaiser Franz Josef, entdeckt im Meer bei der Insel Brac, oder das Fragment einer vor Porec entdeckten Amazone – das Wasser hat dem Marmor jeweils heftig, abeer ganz unterschiedlich zugesetzt. Gebrauchsgegenstände wie Teller aus Keramik oder Zinn haben ihren Aufenthalt im Meer zum Teil sehr gut überstanden, kostbare Gläser naturgemäß weniger. Eindrucksvoll die Metallstatuen wie der 21 cm kleine römische Poseidon, der vor Grado gefunden wurde, oder der Torso eines ‚Prinzen’ aus dem 4./5.Jahrhundert, der im Meer vor Brindisi entdeckt wurde, oder der bei Lissa aufgetauchte Kopf einer Göttin aus dem 3.Jahrhundert vor Christus.

Schiffe und ihre Reste sind aus allen Jahrhunderten faszinierend. Besonders aber, wenn es Raritäten sind, wie das Fragment des 1864 untergegangenen Motorschiffes ‚Lombardo’, eines der Schiffe, mit denen 1860 der Freiheitskämpfer Garibaldi im Zuge seiner Einigungskämpfe mit tausend Mann (Zug der Tausend) von Genua nach Sizilien aufbrach. Ein Modell des K.& k. Kriegsschiffes ‚Ferdinand Max’ erinnert an die Seeschlacht bei Lissa, die Admiral Tegetthoff 1866 für Österreich gewann. Das Kriegsschiff ‚Wien’ wurde im Ersten Weltkrieg 1917 in der Bucht von Muggia versenkt. Von den nur 10 Meter langen Klein-U-Booten vom Typ ‚Molch’ wurden im Zweiten Weltkrieg von den Deutschen 390 Exemplare gebaut, das hier ausgestellte Relikt wurde vor Triest eingesetzt und von den Deutschen vor ihrem Abzug 1944 selbst zerstört. In den 1930er Jahren war die ‚Rex’ ein italienisches Transatlantik-Linienschiff auf der Route Genua – New York, während des Weltkrieges lag es bei Triest vor Anker und wurde durch Bomben der Alliierten versenkt.

Für diese Ausstellung ist die ganze Halle der Ex-Pescheria als ‚Negativ’ eines auf dem Meeresgrund liegenden Schiffes gestaltet worden, was die Schau um einen außergewöhnlichen Raumeindruck bereichert.

Adresse

  • ARGE Hopfmüller-Hlavac
    Deublergasse 37
    A-1210 Wien

Kontakt

Gisela Hopfmüller

Franz Hlavac

  • +43 664 281 80 18

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