Friaul für alle Jahreszeiten

Am Rande der Magredi: Buchpräsentation in Cordenons

Geschrieben von Franz Hlavac. Geposted in Aktuelles

Es war Bepo Brun, der Präsident der Associazione Naturalistica Cordenonese, der uns viel in den Magredi, der Steppenlandschaft nahe Pordenone entlang der Schotterbetten der Flüsse Cellina und Meduna, gezeigt hat. Eine Menge haben wir von ihm gelernt und in unserem Buch „Friaul für alle Jahreszeiten“ darüber geschrieben. Nun durften wir auf Einladung Bepo Bruns unser Buch in Cordenons im Centro Culturale Aldo Moro präsentieren.

Die Magredi im Friaul zu besuchen ist immer noch ein Geheimtipp. Dabei hat diese Steppenlandschaft so unglaublich viel Interessantes zu bieten. Das wissen die Cordenoneser natürlich, aber sonst nicht sehr viele. Weshalb auf besonderes Interesse stieß, dass wir über die Magredi im jüngsten Buch ausführlich erzählt haben. Bepo Brun hat unsere Präsentation kompetent und charmant eingeleitet. Wir haben in der Folge auf italienisch erzählt, was in „Friaul für alle Jahreszeiten“ auf deutsch zu lesen steht, nicht nur über die Magredi, sondern auch in den anderen Kapiteln über die Provinzen Pordenone und Udine. Viele interessierte Fragen stellte uns das Publikum, etwa, wer denn unser Zielpublikum für dieses Buch und auch unsere anderen Bücher sei. Leicht zu beantworten: Alle, die sich nicht nur am friulanischen Meeresstrand im Liegestuhl aufhalten mögen, sondern sich neugierig machen lassen auf die Menschen, die kulturellen Schönheiten, die Geschichte und die Traditionen sowie die Enogastronomie, auch des Hinterlandes. Dass für genau solche Gäste die Magredi ein besonders interessantes Gebiet sind, ist klar. Speziell im Frühjahr, wenn ganz rare Pflanzenarten zwischen den Steinen sprießen und die Einheimischen zurecht sagen: Es ist, als ob die Steine Blüten tragen.

Nach unserer Präsentation im Centro Culturale Aldo Moro gab’s für uns und einige andere Mitglieder der Associazione Naturalistica Cordenonese noch ein gemütliches Abendessen in der charmanten Osteria Al Curtif (das ist friulanisch und bedeutet: al cortile, also im Hof) mit typischer friulanischer Küche. Danke an Bepo Brun (und auch seine Frau Meri) für den gelungenen Abend in Cordenons!!!!

Friaul im Warmbaderhof / Villach

Geschrieben von Franz Hlavac. Geposted in Aktuelles, Das waren unsere Lesungen

Es ist schon zur lieben Tradition geworden unsere Bücher auch im Zuge von Lesungen im Hotel Warmbaderhof in Villach vorzustellen. Und so las Gisela vor einem überaus interessierten Publikum im Parksalon diesmal aus unserem zuletzt erschienen „Friaul für alle Jahreszeiten“ (Verlag Johannes Heyn). Martin Plazer, Verantwortlicher für „guest relations“ im Warmbaderhof, ist immer ein Garant dafür, dass organisatorisch alles super läuft.

Ob Sacile und Pordenone, die pordenonesische Steppe Magredi, Tolmezzo, Palmanova oder die Lagune von Grado – Auszüge aus unserem Friaul-Buch machten auch diesmal die Gäste die Gäste neugierig auf mehr. Und die abschließende Degustation von Sauvignon des Weingutes Alessio Komjanc / San Floriano del Collio und der weiße Merlot des Weingutes Foffani / Clauiano bei Palmanova erfreute alle ebenso. Was unter anderem aus der Tatsache erkennbar war, das viele dringend den Frühling herbeiwünschten, um loszulegen mit vielen schönen Friaul-Ausflügen samt Winzerbesuchen. Gäste des Warmbaderhofes machen ja gerne auch Tagesausflüge in die benachbarte Region, wofür unser Buch ein zweifellos sehr informativer Begleiter ist.

Wien: Großer Andrang
beim Friauler Weintag

Geschrieben von Franz Hlavac. Geposted in Aktuelles, Friaul-Tagebuch, Weinempfehlungen aus Friaul

Geradezu gestürmt wurde der diesjährige Tag des Friauler Weines im Wiener Museumsquartier. 27 Winzer aus Friaul Julisch Venetien sowie einige Aussteller anderer Produkte der Region kamen zu der von Wolfgang Obermaier organisierten Veranstaltung und wir konnten unsere Friaul-Bücher präsentieren. Wie immer eine ganz tolle Veranstaltung!

Schließt man vom Gedränge in der Ovalhalle des Museumsquartiers, dann steigt von Jahr zu Jahr die Beliebtheit des Friaul-Wein-Tages. Und es ist wohl auch ein Indiz dafür, wie gerne viele Wiener in diese nordöstlichste Region Italiens fahren und wie gerne sie sich mit der dortigen Enogastronomie beschäftigen. Und weil es Wolfgang Obermaier immer wieder gelingt, neue Winzer nach Wien zu holen, birgt die Veranstaltung stets erfreuliche Überraschungen. Bekannte Winzergrößen wie die Weingüter Komjanc Alessio /San Floriano del Collio, Zorzettig / Cividale, Colli di Poiannis/Prepotto, Grillo/Prepotto, Vigna Petrussa/Prepotto, Valerio Marinig/Prepotto, Stroppolattini/Cividale, Castello Santanna/Cividale, Foffani/Trivignano Udinese, Parovel/San Dorligo della Valle oder I Magredi/San Giorgio della Richinvelda, um nur einige zu nennen, überzeugten erwartungsgemäß mit ihren Weinen. Doch auch weniger bekannte Produzenten wie zum Beispiel Elisabetta Bracco / Cormons oder Mitja Miklus und Martina Stakul von der Azienda Draga-Miklus / San Floriano del Collio konnten durchaus Freunde gewinnen.

Feine Ergänzungen boten der Prosciutto-Produzent La Glacere / San Daniele del Friuli, die Distilleria Aquileia / Aquileia und die Balsameria Midolini / Manzano. Außerdem mit dabei der Koch und Kochbuch-Autor Gerd Wolfgang Sievers, der am Wiener Vorgartenmarkt auch ein sehr Italien-orientiertes Delikatessengeschäft betreibt. Und dass in diesem Ambiente unsere Friaul-Bücher, besonders das jüngste „Friaul für alle Jahreszeiten“ auf viel Interesse stießen, war eine überaus erfreuliche Abrundung. Organisator Wolfgang Obermaier, vor den Vorhang!

Friaul in Klein-Engersdorf bei Wien

Geschrieben von Gisela & Franz. Geposted in Aktuelles, Weinempfehlungen aus Friaul

Ganz nahe bei Wien in Klein-Engersdorf (Gemeinde Bisamberg) haben Harald und Eva Reigl aus einem alten Presshaus ein hübsches Ambiente für Weinfreunde geschaffen: Reigls Cantina Piccola. Dort haben unsere friulanischen Winzerfreunde Roberto Komjanc und seine Frau Raffaella (Azienda Alessio Komjanc) ihre vorzüglichen Weine präsentiert. Wir durften mit unseren Büchern mit dabei sein und den Abend ebenfalls genießen.

Ihrem kleinen, niederösterreichischen Weinkeller haben die Reigls den italienischen Namen ‚Cantina piccola‘ (Kleiner Keller) gegeben, weil sie Friaul Julisch Venetien und die dortigen Weine sehr mögen und auch ausschenken, zusätzlich zu den Weinen der Klein-Engersdorfer Gegend. Bei ihren Streifzügen durch Friaul Julisch Venetien und bei den traditionellen Friaul-Weintagen im Wiener Museumsquartier sind Harald und Eva Reigl auch auf das Weingut Alessio Komjanc gestoßen und haben die Vorzüge der Komjanc’schen Weine entdeckt. Diese Vorzüge haben sich auch beim Degustationsabend in der Cantina Piccola sofort wieder präsentiert. Roberto und Raffaella hatten eine schöne Auswahl ihrer Weine mitgebracht: Ribolla Gialla Spumante, Ribolla Gialla als stiller Wein, Friulano, Malvasia, Chardonnay, Pinot Grigio, Sauvignon (alle Jahrgang 2017), den Bratje 2015 (eine Cuveè aus 50% Welschriesling, 25% Chardonnay, 12,5% Tocai und 12,5% Pinot Bianco), sowie einen im großen Holzfass ausgebauten Pinot Nero 2016, Cabernet Franc 2016 und den süßen Picolit 2016 – einer besser als der andere. Jeder der Gäste fand problemlos seine Lieblingsweine. Kein Zweifel, die mit vielen Preisen ausgezeichneten Komjanc-Weine haben wieder viele neue Freunde gefunden.

Wir hatten bei diesem Abend auch Gelegenheit, auf unsere Friaul-Bücher hinzuweisen. In unserem zuletzt erschienenen „Friaul für alle Jahreszeiten“ (Verlag Johannes Heyn) haben wir in einem Kapitel ja auch eine Übersicht über die Rebsorten zusammengestellt, die in Friaul Julisch Venetien angebaut werden, die autochtonen, also nur in der Region wachsenden, ebenso wie die internationalen Sorten. Was jedem Freund der dortigen Weine ein guter Leitfaden sein kann, seine Favoriten zu finden.

Krippen-Wochenende in Ebensee

Geschrieben von Gisela & Franz. Geposted in Aktuelles, Das waren unsere Lesungen, Tipps

Krippen von Neapel bis Ebensee – eine ganz breite geografische Palette spannte sich ein Wochenende lang für uns auf. Wir durften erst am Freitag Abend im Museum in Ebensee auf Einladung von Museumsleiter Franz Gillesberger einen Vortrag über die süditalienische Krippenkunst von Neapel halten. Samstag und Sonntag zeigten uns dann Franz Gillesberger und seine Frau Renate viele Beispiele der Ebenseer Krippen. Wie spannend ist es, Parallelen und Unterschiede zu beobachten zwischen den Krippen in Neapel, die ja von Adel und Bürgertum im 18.Jahrhundert zur Blüte gebracht wurden, und jenen in Ebensee, die seit dem 19.Jahrhundert bestimmt sind von ländlicher Schnitzkunst. Was für ein abwechslungsreiches Wochenende!

Es war schon unser zweiter Krippen-Vortrag in Ebensee, 2018 konnten wir ja über die Krippen in Friaul referieren. Mehr als 80 Gäste drängten sich im Vortragssaal und waren neugierig auf Neapels Krippen. Die 20 – 35 cm großen Figuren mit den kunstvollen Terrakotta-Köpfen samt Glasaugen, aufwendig bekleidet mit Seidenstoffen, in Szenerien aus Kork, sind ja eine ganz andere Krippenwelt als die eher kleinformatigen, geschnitzten Ebenseer Krippenfiguren, die in realistischen Landschaften aus Moos, Wurzeln, Holz etc.stehen. Also gab’s denn auch viel Staunen unter unseren Zuhörern. Und nach unserem Vortrag viel positives Feedback für uns. Die anschließende Verkostung von Weinen unserer friulanischen Winzerfreunde Ferrin fand auch großen Anklang. Und viele der Gäste freuten sich genauso, wieder ein neues Friaul-Buch von uns („Friaul für alle Jahreszeiten“, Verlag Joh.Heyn) mit nach Hause nehmen zu können.

Samstag und Sonntag durften wir dann mit Franz und Renate Gillesberger auf Entdeckungsfahrt gehen und in die Kunst der Krippengestaltung eintauchen, für die die Ebenseer so berühmt sind. Was für wunderbare, liebevoll gebaute Krippenlandschaften wir wieder zu sehen bekamen! Jede einzelne wird mit so viel Engagement und Liebe jedes Jahr neu gebaut! Voller Bewunderung standen wir vor den riesigen Krippen, die – obwohl sich natürlich einzelne Szenen wiederholen – viel Individualität ihrer Erbauer und Besitzer zeigen.

Viele verschiedene Schnitzer von Krippenfiguren gab und gibt es in Ebensee. Und gar mancher, der uns mit Stolz seine Krippe zeigte, baut nicht nur Landschaften, um Figuren von den Schnitzmeistern hineinzustellen, sondern übt sich auch selbst im Schnitzen. Die einzelnen Figuren entlocken einem in jedem Fall Bewunderung, doch immer wieder auch ein Schmunzeln, so lebensnah zeigen manche die Vielfalt des täglichen, bäuerlichen Lebens. Die meisten Häuser in den Krippenlandschaften sind echten Häusern in der Gegend nachgebaut. Auch die Altstadt-Zeile von Ebensee findet sich wieder, mit jenem ehemaligen Gasthaus ‚Rosenstüberl‘, das heute das angenehme kleine Hotel ‚Schlafmeile Traunsee‘ ist.

Natürlich waren nicht nur wir auf „Kripperl-Roas“ (Krippen-Reise), wie das von Haus zu Haus gehen zum Betrachten der Krippen genannt wird. Viele Menschen nützen ja die Gelegenheit von 25.Dezember bis zum 2.Februar (Lichtmess) Ebenseer Krippen bewundern zu gehen. Ein Prospekt, wo und bei wem man wann „Krippö schau’n“ gehen kann, liegt überall im Ort auf, genauso sind auf der Homepage www.ebensee.com

die Informationen zu erhalten. Im Museum sind natürlich auch besonders schöne Krippen aufgebaut – ebenfalls bis zum 2.Februar. Wer will, kann sich auch einer sehr interessanten Führung anvertrauen.

www.museumebensee.at

Ein Besuch in Ebensee kann natürlich nicht stattfinden, ohne auch ein Auge auf die wunderbaren Glöcklerkappen zu werfen. Sie werden beim Glöcklerlauf am 5.Jänner, der letzten Rauhnacht, getragen. So sollen ja bekanntlich die bösen Rauhnachtgeister vertrieben werden. Ein Brauch, der jedes Jahr tausende Besucher in die Gegend führt. Die riesigen, von innen mit Kerzen beleuchteten Glöcklerkappen werden von Männern viele Kilometer weit laufend auf dem Kopf getragen. Bei Max Höllmoser, der die Glöcklergruppe Alt Kohlstatt in Ebensee führt, sind viele dieser bunten Kunstwerke gelagert und man kann sie dort aus der Nähe bestaunen. Heuer sind übrigens viele Reparaturarbeiten an den ja nur mit buntem Papier bespannten Holzkonstruktionen nötig, denn während des Glöcklerlaufes fiel diesmal jede Menge nasser Schnee und hat die Kappen beschädigt.

Unser Wochenendbesuch endete mit einem Abstecher nach Attnang-Puchheim. In der Wallfahrtskirche Maria Puchheim findet sich – man glaubt es kaum – eine alte neapolitanische Krippe. Die Schlossherrin Gräfin von Chambord schenkte im Jahr 1877 diese Krippe den für die Kirche verantwortlichen Redemptoristen. Die Figuren der Krippe, bestimmt zum Teil noch aus dem 18.Jahrhundert, haben höchst qualitätsvoll geformte Terrakottaköpfe. Doch die Bekleidung der Figuren wurde leider 1988 großteils mit ganz modernen Stoffen erneuert. So ging der historische Reiz der Krippe verloren. Schade! Aber es hat sich trotzdem mit unserem Besuch bei dieser neapolitanischen Krippe der Erlebniskreis dieses Wochenendes hervorragend geschlossen! Ein großes Danke an Franz und Renate Gillesberger!!!

Adresse

  • ARGE Hopfmüller-Hlavac
    Deublergasse 37
    A-1210 Wien

Kontakt

Gisela Hopfmüller

Franz Hlavac

  • +43 664 281 80 18

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