111 Orte

in Friaul und Julisch Venetien, die man gesehen haben muss

Grado: Köstliches ‚Fish-Nic‘ auf Laguneninsel Valle del Moro

Geschrieben von Franz Hlavac. Geposted in Aktuelles

Dichter wie Pier Paolo Pasolini und Biagio Marin wurden nicht müde, ihre Liebe zu der Lagune von Grado in Worte zu fassen. Das Spiel von Licht und Wasser, die Inseln mit dem Grün der Bäume dazwischen – all das strahlt bis heute Faszination aus. Wer wie wir Gelegenheit hat diese optischen Genüsse verbunden mit jenen der Gradeser Enogastronomie zu erleben, verbringt einen ganz besonderen Tag. Bei einem „Fish-Nic“ genannten Ausflug auf die Laguneninsel Valle del Moro samt einem von Küchenchefs und zwei Winzern zusammengestellten Picknick ist Gelegenheit dazu.

Das Consorzio Grado Turismo mit Präsident Thomas Soyer, das Hotel Restaurant Marea von Luisa Tomasini, die Associazione Graisani de Palu haben sich zusammengefunden, um solche Ausflüge zu ermöglichen. Um 10.30 h geht es per Boot auf die private Insel Valle del Moro, eine jener Inseln, wo einst Fischzucht betrieben wurde. Signora Daniela weiß viel darüber zu berichten bei einer kleinen Führung auf der Insel. 

Dann wird es kulinarisch: Der Spumante und der Malvasia kommen vom istrischen Weingut Cattunar, Friulano und Ribolla gialla vom Weingut Muzic in San Floriano del Collio. Zwei Küchenchefs zeigen ihre Kunst: Mauro Verginella vom Ristorante Marea und Andrea Spina vom Ristorante Al Gallo in Pordenone. Für die Gäste stehen Decken, Polster und Sessel bereit und so bilden sich auf der Wiese im Schatten der Bäume sehr rasch Picknick-Inseln, wo die Weine probiert und Picknick-Körbe herumgereicht werden, wo geplaudert und geschmaust wird:  Gegrillter Oktopus, marinierte Sardellen, Paccheri-Pasta mit Ricotta und Fisch gefüllt, Thunfisch mit Sesamkruste, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Dann wird auch Siesta gehalten. Wie schön ist es, sich da auszustrecken und den Blick hinauf in das Geäst der Pinien und Zedern zu richten. Der Sommer, wie ihn nur die Meeresluft duften lassen kann, zeigt sich von seiner angenehmsten Seite. 

Unter viel Lachen und Scherzen – auch mit Luisa, ihrem Mann Alfredo und dessen Schwester Leonora – vergehen die Nachmittagsstunden wie im Flug. Ein Redakteur des Regional-Senders Rai3 fängt die Atmosphäre in Bild und Ton ein, auch ein paar Sätze von Gisela (gesendet abends um 19.45 h). Vor allem aber erzählt der Fischer Dino Colussi, wie wichtig Inseln wie Valle del Moro einst für die Fischerei waren. Grados Geschichte ist ja zu wesentlichen Teilen auch eine der Fischer. Auch darüber lässt sich bei so einem „Fish-Nic“ viel Spannendes erfahren, ehe es wieder zurück nach Grado geht. Am 8.September haben Grado-Besucher noch einmal Gelegenheit für solch einen ganz besonderen Ausflug in die Lagune.

‚Calici di Stelle‘ in Prepotto: Ponte dello Schioppettino

Geschrieben von Franz Hlavac. Geposted in Aktuelles

Weil dieses Fest im Vorjahr ein so großer Erfolg war, gab’s heuer eine Neuauflage:Die Brücke über den Fluss Judrio zwischen Prepotto und Dolegna del Collio wurde zum Treffpunkt für Liebhaber der Weine Schioppettino und Ribolla gialla. 25 Winzer baten zur Degustation, kulinarische Schmankerln kamen von Gastronomie-Betrieben der beiden Orte.Da durften wir natürlich nicht fehlen und brachten auch Bekannte aus Salzburg auf den Geschmack.

Dass so ein Schioppettino-Abend in der Trattoria Da Mario beginnen muss, ist logisch. Also treffen wir uns hier mit den Salzburgern, einer davon der Präsident der Salzburg-Friulanischen Gesellschaft Honorarkonsul Eduard Mainoni. Dann geht’s auf zum Ponte dello Schioppettino. Bürgermeisterin Mariaclara Forti begrüßen wir dort ebenso wie etliche Winzerfreunde aus Prepotto: Hilde Petrussa / Vigna Petrussa, Anna Muzzolini / Grillo, Daniele Lenuzza und seine bezaubernde Frau Tanika / Vigna Lenuzza. Wir lernen aber auch Daniela Fruscalzo und die Weine der Azienda Fruscalzo  in Ruttars kennen und probieren auch bei Michelangelo Tombacco / Ca’Ronesca. 

Marco Grassis Söhne Giacomo und Davide erfreuen uns und viele andere Besucher mit der berühmten Maialata der Trattoria Da Mario, die Cjalsons der Azienda agricola Midun erfreuen den Gaumen ebenso wie die Käsevarianten des Agriturismo Scribano. 

Zur rundum positiven Stimmung tragen die Musiker aus Cividale einen Gutteil bei, und als ob es extra für die Salzburger Besucher wäre, erklingt plötzlich auch Mozart mitten auf der Brücke über den Judrio! 

Von Friaul in die ganze Welt: Der Fotokünstler Elio Ciol aus Casarsa

Geschrieben von Franz Hlavac. Geposted in Aktuelles

Seine Fotografien  sind im Metropolitan Museum of Art New York zu sehen, genauso im Victoria und Albert Museum in London, sie werden im Art Museum in Moskau gezeigt, überall in Italien sowieso. Elio Ciol ist einer der ganz großen der Fotokunst. 1929 in Casarsa in Friaul geboren hat er sein Leben der künstlerischen Fotografie gewidmet und feiert nach wie vor Erfolge rund um die Welt. Wir durften ihn dieser Tage persönlich kennenlernen! 

Ein freundlicher, alter Herr öffnet uns die Tür seines Hauses in Casarsa. Es ist Elio Ciol. Er wohnt nun mit 90 Jahren wieder in seinem Geburtsort. Unsere Winzerfreundin Fabiola Ferrin hat uns zu ihm begleitet. Sie bringt ihm die Fotografien zurück, die sie in der Azienda Ferrin ausstellen durfte. Denn Elio Ciol, dessen Arbeiten rund um die Welt in Museen und Galerien gezeigt werden, ist trotz seines internationalen Ruhms  auch offen für kleine Ausstellungen in seiner Heimat Friaul. Sein Fotoarchiv im Haus in Casarsa ist penibel sortiert, nach Jahren, Orten, Themen. Mit jeder Mappe, die er öffnet, um sie uns zu zeigen, tut sich Geschichte auf. 

Die meisten seiner Aufnahmen sind schwarz-weiß. Landschaften seiner Heimat Friaul Julisch Venetien, aber auch anderer Regionen Italiens leben von klaren Kontrasten, so wird der Fluss Tagliamento zum vielschichtigen Ornament, die Kirchen und Felder zu neorealistischen Kompositionen. Die Ruinen von Aquileia oder die Kirchen von Assisi, alle verbinden Realismus mit magischem Charakter. Das ist bei den Aufnahmen von historischen Bauten und Landschaften in exotischen Regionen, die Ciol bereiste, wie etwa Usbekistan oder Kenia, nicht anders.

Menschen sind bei ihm faszinierende, ausdrucksstarke Protagonisten des Lebens von einst. Ciol zeigt ihre Gesichter, Falten, die Mühsal ihrer Arbeit, viele Archetypen der 1950er und 60er Jahre, egal ob einfache Bauern oder Berühmtheiten wie Pier Paolo Pasolini oder der Dichter-Priester Padre Maria  Turoldo.  Die Geschichte lebt allerdings auch in Farbaufnahmen, zum Beispiel jenen, die Ciol 1985 in Leningrad von Proben für eine Militärparade gemacht hat. Oder in den Bildern von den Engeln der Fresken des Rokoko-Malers Gianbattista Tiepolo in Udine.

Forellenzucht ‚Le Gru‘ in Camino al Tagliamento

Geschrieben von Franz Hlavac. Geposted in Aktuelles

Reines, sauerstoffreiches Wasser – so präsentiert sich das Flüsschen Varmo, das auch unseren  gleichnamigen friulanischen Wohnort durchfließt, klar wie alle den Grundwasserquellen (Risorgive) der Gegend entspringenden Gewässer. Ideale Voraussetzungen also für das Züchten von Forellen. Die Azienda Agricola ‚Le Gru‘ in Camino al Tagliamento tut das seit 1966. „Kommt doch, ich zeige Euch alles!“, hatte uns Ugo Ongaretto, der eines der Häupter dieses Betriebes ist, eingeladen. Also machen wir uns mit viel Neugierde auf nach Camino in den Ortsteil Comugnis.  

Forellen mit weißem Fleisch und auch Lachsforellen werden hier gezüchtet. Detailverkauf gibt es nicht, die Fische werden an Betriebe geliefert, die sie verarbeiten oder an Restaurants und auch an Sportfischereien in ganz Italien.

Das Leben der Forellen beginnt in Becken in einer Halle. „Die Forelleneier kaufen wir ein, ab dann wachsen die Fische erst hier herinnen. Gefüttert wird zu exakten Uhrzeiten, entsprechend dem Alter. Hunger hätten die immer“, schmunzelt Ugo. Ab einer bestimmten Größe kommen sie in die riesigen Becken im Freien. Hohe Metallstangen halten die über die Anlagen gespannten Netze, die verhindern, dass hungrige Möwen oder Reiher sich bedienen. Große, runde Sprüher reichern das Wasser zusätzlich mit Sauerstoff an, das ausschließlich natürliche Futter für die Fische wird automatisch verteilt. Wir wandern mit Ugo von Becken zu Becken, von denen, wo sich Forellen von ein paar Dekagramm tummeln bis zu denen, wo riesige Exemplare von mehr als 1,5 kg schwimmen

„111 Orte in Friaul…“ in Salzburg. Ein ganz besonderer Abend !

Geschrieben von Franz Hlavac. Geposted in Aktuelles

Es ist fast ein bisschen unwirklich, wenn ein Buch in dem großartigen und edlen Rahmen des berühmten Marmorsaales im Schloss Mirabell in Salzburg vorgestellt werden kann. Mit unseren „111 Orten in Friaul und Julisch Venetien, die man gesehen haben muss“ ist das möglich, dank der Einladung des Präsidenten der Salzburg-Friulanischen Gesellschaft Eduard Mainoni, der auch Honorarkonsul Italiens ist. Es ist ein ganz besonderer Abend, der dem Ambiente durchaus angemessen ist. Auch, weil unsere Winzerfreunde Paolo und Fabiola Ferrin sowie Roberto und Raffaella Komjanc und ihr Sohn Mosè mit ihren herausragenden Weinen eine zusätzliche Attraktion bieten.

Es ist fast ein bisschen unwirklich, wenn ein Buch in dem großartigen und edlen Rahmen des berühmten Marmorsaales im Schloss Mirabell in Salzburg vorgestellt werden kann. Mit unseren „111 Orten in Friaul und Julisch Venetien, die man gesehen haben muss“ ist das möglich, dank der Einladung des Präsidenten der Salzburg-Friulanischen Gesellschaft Eduard Mainoni, der auch Honorarkonsul Italiens ist. Es ist ein ganz besonderer Abend, der dem Ambiente durchaus angemessen ist. Auch, weil unsere Winzerfreunde Paolo und Fabiola Ferrin sowie Roberto und Raffaella Komjanc und ihr Sohn Mosè mit ihren herausragenden Weinen eine zusätzliche Attraktion bieten. Zur Lesung kommt auch Redakteurin Mariella Treml mit einem Kamerateam, um für ‚Salzburg heute‘ eine Story zu machen. 16 der 111 Orte in Friaul haben wir ausgewählt und dem Publikum darüber erzählt und aus dem Buch vorgelesen. Der abschließende Applaus ist lang und herzlich. Danke an Konsul Mainoni für die Einladung zur Lesung.

Adresse

  • ARGE Hopfmüller-Hlavac
    Deublergasse 37
    A-1210 Wien

Kontakt

Gisela Hopfmüller

Franz Hlavac

  • +43 664 281 80 18

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