Archiv für Juni, 2013

„Friaul erleben“ in Klagenfurt

Geschrieben von Gisela & Franz. Geposted in Aktuelles, Das waren unsere Lesungen

Literaturfest in Klagenfurt

lesePLATZ Klagenfurt / Branje na trgu v Celovcu / spazio lettura Klagenfurt lesePLATZ 1 | Alter Platz, Pestsäule

le8 le7 le9

Es hat schon Tradition, dass sich Klagenfurt auf den Ingeborg Bachmann-Literatur-Wettbewerb, also die „Tage der deutschsprachigen Literatur“, mit der Veranstaltung „lesePlatz“ einstimmt. Da laden die Leiterin des Kulturamtes Manuela Tertschnig und ihr Team Autorinnen und Autoren mit Klagenfurt-Bezug ein, im Zentrum der Stadt im Freien zu lesen.

Schon mit unserem ersten Buch „Unser Friaul“ durften wir vor zwei Jahren dabei sein. Und auch diesmal wieder. Die durchaus vollendete Eröffnung des „lesePlatzes“ durch die Musikergruppe „Die Unvollendeten“ und die verbale Einbegleitung durch Christian Lehner und Katharina Herzmansky lockten schon zahlreiche Interessierte an. Auch eine Schülergruppe der Neuen Mittelschule Annabichl nahm auf den Stühlen Platz. Die nächste Dreiviertelstunde gehörte uns und dem Friaul, mit den Texten über „unser“ Varmo, über Brazzà oder auch Pontebba.

le2 le3 le4 leseplatz 1 le5 le1 le6 leseplatz 2 leseplatz 3

Und wir waren noch zu einem zweiten „Auftritt“ gebeten: am Abend – wegen des unfreundlichen Wetters nicht am Alten Platz, sondern in der Stadtgalerie – lasen wir aus Texten des in Klagenfurt geborenen Dichters Robert Musils. In seinem faszinierenden Fragment „Ein Soldat erzählt“ schildert Musil in verschiedenen Fassungen sein Nahtod-Erlebnis im Ersten Weltkrieg, als er nur knapp von einem Fliegerpfeil verfehlt wurde. Dieser Text ist im Vorjahr auch in italienischer Übersetzung erschienen. Wir lasen also Musil auf deutsch und auf italienisch.

le 14 le 13 le 15

Dass wir am Nachmittag noch bei Waltraud Jäger im ORF-Landesstudio Kärnten zu einer Interview-Aufnahme für die Sendung „Kaffee und Kuchen“ gebeten waren und überdies auch Bettina Auer für die Kleine Zeitung ein Sommergespräch mit uns führte, hat den Tag auf höchst abwechslungsreiche Weise mitgestaltet.

le 17 le 18 le 16

“ Friaul erleben“ im Werner Berg Museum

Geschrieben von Gisela & Franz. Geposted in Aktuelles, Das waren unsere Lesungen, Über uns geschrieben

Die Stadtgemeinde Bleiburg lud die Bevölkerung herzlich zum Besuch dieser Veranstaltung ein! Mestna občina Pliberk vse občanke in občane prisrčno vabi na obisk prireditev!

wb 2a wb 1 wb12

Bleiburg, wo der Maler Werner Berg lebte und die vielfältige Künstlerin Kiki Kogelnik geboren wurde, ist das zweisprachige Zentrum im Kärntner Jauntal. Wir durften in diesen kulturinteressierten Ort einen Abend lang Friaul „importieren“. Das kam so: unsere Winzerfreunde Ferrin haben beste Kontakte zur Stadtgemeinde Bleiburg (sie sind mit ihren Weinen seit vielen Jahren am Wiesenmarkt präsent) und sie haben bei Bürgermeister Stefan Visotschnig angeregt, doch eine Präsentation unseres Buches „Friaul erleben“ zu veranstalten. Die Anfrage an uns kam umgehend. „Selbstverständlich, sehr gerne kommen wir nach Bleiburg zu einer Lesung im Werner Berg Museum !“ Und selbstverständlich kommen auch Paolo und Fabiola Ferrin, um als köstliche Ergänzung zur Weindegustation zu laden.

Natürlich interessiert uns das Werner Berg Museum außerordentlich. Schließlich sind wir lange Jahre nicht da gewesen. Prof.Arthur Ottowitz nimmt sich am Nachmittag vor der Lesung gerne die Zeit, uns die ständige Ausstellung der Bilder Werner Bergs, die temporäre Schau seiner Bleistift-Skizzen, den Garten mit den Holzplastiken von Johann Feilacher und die Sonderschau von Werken der Art-brut-Künstler aus Gugging zu zeigen. Ein faszinierendes Erlebnis!

wb2 wb 18 wb16 wb 17 wb 3 wb4

Unsere Lesung am Abend – es war die insgesamt fünfzehnte seit Erscheinen unseres Buches im März – ist sehr gut besucht von vielen Friaul-Liebhabern und solchen, die es werden wollen. Darunter auch Dr.Harald Scheicher, der Enkel Werner Bergs, der den künstlerischen Nachlass seines Großvaters verwaltet. Er ist Arzt, aber sein Herz hängt auch am Malen, wie ein schöner Katalog seiner Arbeiten beweist. Oder der ehemalige Bürgermeister der Stadt Raimund Grilc, der italienisch ebenso gewandt zu parlieren weiß wie in slowenisch und deutsch. Wir lesen über Geschichte, Kultur, Wein und Olivenöl im Friaul vor. „Auch bei uns gibt es sehr gutes Öl“, überreicht uns Stadtrat Markus Trampusch nachher eine Kostprobe jener Bio-Öle aus Kürbis-und Sonnenblumenkernen sowie Soja, die er in seinem landwirtschaftlichen Betrieb erzeugt. Herzlichen Dank! Besonders auch für die insgesamt speziell freundliche Aufnahme in Bleiburg!

wb6a wb7 wb 9 wb8 wb 10 wb11 wb13 wb15 wb14 bleiburg 1 bleiburg 2 Bleiburg - Ein Ausflug ins Friaul 2013