Archiv für Januar, 2014

Robert Capa Ausstellung nur mehr bis 2.Februar

Geschrieben von Franz Hlavac. Geposted in Aktuelles, Friaul-Tagebuch

Der US-amerikanische Fotograf ungarischer Herkunft Robert Capa (1913-1954) wurde vor allem als Kriegsreporter bekannt und gilt als Vater des modernen Fotojournalismus. In der Villa Manin in der Nähe von Udine ist nur noch bis 2. Februar 2014 eine umfangreiche Retrospektive all seiner Schaffensperioden ausgestellt: spanischer Bürgerkrieg, japanische Besatzung in China, Zweiter Weltkrieg, Gründung des Staates Israel… Uns hat die Ausstellung sehr beeindruckt.

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Friaul-Weintag in Wien

Geschrieben von Gisela & Franz. Geposted in Aktuelles, Friaul-Tagebuch

Ein Fest für Freunde des Friaul – das ist jedes Jahr im Jänner der Tag des Friauler Weins in der Ovalhalle des Museumsquartiers in Wien. Auch heuer war die von Wolfgang Obermaier wie immer vorzüglich organisierte Veranstaltung überaus gut besucht. 24 Winzer sind gekommen. Wir durften mit unseren Friaul-Büchern ebenso dabei sein.

Selbst für Friaul-Experten gab es unter den zur Verkostung angebotenen Weinen viel Neues zu entdecken: Etwa Paolo Rodaro aus Spessa/Cividale, der mit seiner Marketing-Chefin Lara Boldarino erstmals dabei war und mit seinen Weinen viel Anerkennung erntete. Oder etwa der weiße Merlot, ja richtig ein als Weißwein vinifizierter Merlot, mit dem Giovanni und Elisabetta Foffani aus Clauiano viel Aufmerksamkeit erregten. Freude machten auch die Weine der Stammgäste unter den friulanischen Winzern wie zum Beispiel Paolo und Fabiola Ferrin, Hilde Petrussa, Anna Muzzolini/Weingut Grillo, Valerio und Michela Marinig, Andrea Giaiotti von Centa Sant’Anna, Federico und Francesco Stanig, Denis Pizzulin oder auch Lis Fadis.

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Bei Sara Valdemarin, der Chefin des Reiseveranstalters Nice Time, konnten sich alle Interessierten über Friaul-Reisen informieren. Netzwerken in Sachen Friaul war vielfältig angesagt, wir haben das ausser mit den Winzern auch getan z.B. mit Martin Martschnig vom Online-Portal italissimo.at, der Geschäftsführerin des Spezialitätengeschäfts Buongustaio in der Wiener Singerstraße Michaela Pop oder mit den beiden Autoren des Buches „Geliebtes Görz“ Josef Wallner und Norbert Eisner.

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Und wir haben uns über viele Leser unserer Bücher gefreut, die gekommen sind, um uns zu begrüßen, und über viele, die uns als Friaul-Autoren neu entdeckt haben. Friaul ist einfach „in“ !!!

„Friaul erleben“ beim Tag des Friauler Weines am 16.1.2014 in Wien

Geschrieben von Franz Hlavac. Geposted in Aktuelles, Friaul-Tagebuch

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Sie hat schon Tradition, die Präsentation der Friauler Weine in Wien. Organisator Wolfgang Obermaier wird auch heuer im Jänner die Ovalhalle des Museumsquartiers für einen Nachmittag in eine Kontaktbörse und Drehscheibe in Sachen Wein aus Friaul verwandeln. Die Liste der bisher fixierten Teilnehmer ist zu finden unter:

www.weintage.at/weintage/tag-des-friauler-weines

Auch wir dürfen auf Einladung von Organisator Obermaier wieder dabei sein und unser Buch „Friaul erleben“ dort vorstellen. Vor zwei Jahren hatte es schon für unser erstes Buch „Unser Friaul“ beim Tag des Friauler Weines im Museumsquartier großes Interesse gegeben.

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Also gleich in den Kalender eintragen: Donnerstag, 16.Jänner 2014, 14 – 21 Uhr: Tag des Friauler Weins in Wien, MuseumsQuartier / Ovalhalle.

Jänner-Arbeit in Varmo

Geschrieben von Gisela & Franz. Geposted in Aktuelles, Friaul-Tagebuch

Fast die ganze Woche hängt der Nebel über der friulanischen Ebene. Aber es ist warm, zu warm für die Jahreszeit, trotz des Nebels hat es jeden Tag etwa 10 Grad. Für die Natur ist das gefährlich, denn die Knospen der Büsche und Bäume beginnen zu schwellen. Wenn es in den nächsten Wochen doch noch kalt wird, dann sind schwere Frostschäden unausbleiblich. Aber daran wollen wir im Moment nicht denken. Wir widmen uns den nötigen Arbeiten: Der Wein muss ein letztes Mal „abgezogen“ werden, das heißt von einer Damigiana (einem Glasballon) in eine andere umgepumpt werden. Es hat sich im Zuge der letzten Klärung des Weins noch etliches abgelagert, allerdings in Form von Weinstein, fest angelegt an den unteren Teil der Glaswände der Damigiane. Dieses Abziehen von sieben Damigiane haben wir in einem halben Tag erledigt.

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Aber nun kommt ein viel größerer Brocken Arbeit: die Bäume entlang der Straße müssen dringend geschnitten werden, sie sind sehr hoch geworden. Wenn ein Gewittersturm im Sommer sie zum Umstürzen brächte, wären wohl Schäden an Häusern oder Autos die kostspielige Folge. Also beginnen wir mit den Platanen, die problemlos beim Absägen in Richtung Wiese stürzen. Nach vier Tagen haben wir 20 Bäume, dickere und dünnere, geschafft: umgesägt, in kamintaugliche Stücke zerteilt, Äste geputzt und auf einen Haufen gelegt zwecks späterer Zerlegung in heizbare Länge, die vielen ganz kleinen Ästchen werden gehäckselt. Riesige Haufen verwandeln sich so in kleine Haufen Häckselgut. Das wird guter Dünger oder Mulch.

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Aber viele Bäume, Platanen und Robinien, sind so hoch und so in Richtung Straße geneigt, dass es gefährlich wäre, wenn wir sie einfach zu Fall bringen. Unser Freund Rosano weiß Rat: Ivan, sein Schwiegersohn und Vater von Franz’ Patenkind Tommaso, hat einen LKW mit einem ausfahrbaren Schwenkarm, an dem sich ein Stahlkorb befestigen lässt. Mit dem kann Ivan ganz hinauf in die luftigen Höhen der Baumspitzen und so Ast für Ast mit der Motorsäge die Bäume kürzen. „Morgen Nachmittag kommen wir mit dem LKW“, sagt Rosano, als wir am Freitag in der Locanda Vil di Var auf seinen Geburtstag anstoßen.

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Und wirklich: Am Samstag Nachmittag fährt Ivan vor und bringt in einigen Stunden Arbeit die zu meisten der zu hoch gewachsenen Bäume auf eine gefahrlose Dimension. Ruckzuck geht das. Ivan hat in dieser schweren Arbeit sichtbar Routine. Viele in der Gegend ersuchen ihn bei ähnlichen „Baumproblemen“ um Hilfe. Wir zerlegen inzwischen Äste und Stämme, was nach dem Bewegungsmangel der „futterreichen“ Weihnachtsfeiertage sehr gut tut, auch wenn wir abends unsere Muskeln seeeeehr spüren, auch solche, von deren Existenz wir nichts mehr wussten. Völlig k.o., aber sehr zufrieden sind wir. Ivan und Rosano lassen sich, als es finster wird, mit einem Glas Bulfon’schen Piculit neris laben. Am Montag früh kommen dann noch die paar Robinien dran, die angesichts der frühen Dunkelheit am Samstag der Säge noch entkommen waren. Jetzt ist wieder alles wie es sein soll. Durch viele Stunden unserer Arbeit und durch die unschätzbare Hilfe unserer Freunde !