Archiv für April, 2014

1. Mai 2014, 10. 30 Uhr Ausstellungseröffnung
„Auf den Spuren von Karl Brosch“

Geschrieben von Franz Hlavac. Geposted in Aktuelles, Friaul-Tagebuch, Lesungen

„Auf den Spuren von Karl Brosch: ein österreichischer Telefonist im Dienste des Kaisers. 1914 – 1918. Die Ausstellung wird am 1.Mai 2014 um 10.30 Uhr im Weingut Alessio Komjanc und Söhne in Giasbana 35 / San Floriano del Collio bei Gorizia eröffnet und wird etwa 6 Wochen zugänglich sein.

In der eben erschienenen Neuausgabe von „Unser Friaul“ ist ein ausführliches Kapitel unserer Spurensuche zu Karl Brosch gewidmet. Er war Franz’ Grossvater und war im Ersten Weltkrieg auch an der Isonzo-Front, von 1917 – 1918.

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Die Ausstellung im Weingut Alessio Komjanc wurde realisiert in Zusammenarbeit mit der Familie von Karl Brosch und der Associazione Isonzo – Gruppe Historische Forschung.

28. April 2014, 11.00 bis 12.00 Uhr
Radio NÖ am Vormittag

Geschrieben von Franz Hlavac. Geposted in Aktuelles, Rezepte, Wir sind on air

Friaul-Experten Gisela Hopfmüller und Franz Hlavac

Radio NÖ am Vormittag

Die langjährigen ORF-Journalisten Gisela Hopfmüller und Franz Hlavac haben vor einigen Jahren ihre große Liebe zum Friaul im Norden Italiens entdeckt und darüber auch schon einige Bücher verfasst. „Unser Friaul“ und „Friaul erleben – Pflanzen, Küche, Lebensfreude“. Am 1. Mai wird in San Floriano del Collio auch eine Austellung über den Großvater von Franz Hlavac eröffnet. Mehr über Friaul, über die Menschen, das Leben im Einklang mit der italienischen Natur und den eigenen Weinanbau erzählen die beiden heute in „Radio Niederösterreich am Vormittag“.

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Artischocken-Sugo – Sugo di Carciofi

Zutaten (für vier Personen):

6 mittelgroße Artischocken, 1 Zwiebel, 5 dkg Speck (besonders fein ist Speck di Sauris), Olivenöl, Salz, Pfeffer, 100 ml Weißwein, eine Hand voll gehackte Petersilie, Zitronensaft. Etwa 350 g Spaghetti. Ev.geriebener Parmesan.

Zubereitung: Die Artischocken putzen (äußere Blätter entfernen, von den restlichen das obere Drittel abschneiden, halbieren, ev. das Heu entfernen, blättrig schneiden. Sofort in eine Schüssel mit viel Zitronensaft geben, damit sie nicht braun werden. Eine Zwiebel fein hacken, den Speck würfeln. In einer Pfanne mit etwas Olivenöl die Zwiebeln und den Speck glasig werden lassen, die Artischoken abtupfen und dazu geben. Salzen, pfeffern, kurz durchbraten lassen. Mit dem Weisswein aufgießen, zudecken und ein paar Minuten dünsten lassen. Inzwischen auch die Spaghetti in ausreichend Salzwasser „al dente“ kochen. Jetzt das Artischoken-Sugo mit der gehackten Petersilie vermischen. Spaghetti abgießen, in die Pfanne zum Sugo geben und 2 Minuten durchziehen lassen. Geriebener Parmesan drüber kann, aber muss keineswegs sein.

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Besucher und Besuche in der Karwoche

Geschrieben von Gisela & Franz. Geposted in Aktuelles, Friaul-Tagebuch

Wesentliche Teile der Zeit in der Karwoche gehört unserem Garten in Varmo. Es heißt ja, was in diesen Tagen gesetzt oder gesät wird, das wächst gut. Wir haben von unserem Ausflug ins niederösterreichische Pielachtal vor eineinhalb Wochen einen Dirndlbaum mitgebracht. Wegen der ovalen Form der Dirndlfrüchte wird er ja auch „Olive des Nordens“ genannt. Jetzt wächst diese „Olive des Nordens“ gleich neben jenen des Südens. Wir sind sicher, sie werden sich gut vertragen! Und vieles blüht jetzt ganz wundervoll im Garten: die ersten Rosen zum Beispiel oder der Hollunder. Den Feigen können wir fast zuschauen beim Wachsen. Die ersten Erdbeeren werden schon rot – die gehören traditionell den Amseln. Erst etwa ab roter Erdbeere Nummer 10 finden wir dann: jetzt wollen wir aber auch welche – da wird dann ein Netz drüber gespannt. Und die Reben treiben auch schon aus, dass es eine Freude ist!

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All das bekommen Freunde und Bekannte zu sehen, die bei uns vorbei schauen. Vergangenen Montag zu Mittag begrüßen wir etwa Teresa Bundy und ihr Mann Martin Herbst, dann später am Nachmittag Niederösterreichs Landeshauptmannstellvertreter Wolfgang Sobotka mit seiner Frau. Gartenrundgänge mit einem Glas unseres Weins in der Hand lösen immer wieder Freude aus, so auch diesmal. Natürlich zeigen wir auch unseren eben gepflanzten „Niederösterreicher“, den Dirndlbaum, her. Und weil’s als Imbiss dann Spargel mit Prosciutto gibt, mündet der Besuch der Sobotkas noch in einem gemeinsamen Abstecher zu den Marsonis, die ja wunderbaren Spargel auf ihren Feldern wachsen lassen. Gianluigi und seine Frau Anna Maria suchen für die österreichischen Gäste das Beste ihrer knackfrischen grünen und weißen Spargelstangen aus. Und dann öffnet Gianluigi noch eine Flasche Friulano, schließlich muss auf diesen Besuch auch noch angestoßen werden. Cin cin! Salute!

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Am Dienstag dann kommt Besuch aus Hermagor. Vom Kärntner Gailtal ist man ja über den Plöckenpass ganz schnell in Friaul. Das Ehepaar Iris und Andreas Lanner geben eine interessante Zeitschrift heraus. Die heißt „Wohnen & Leben“ und bietet viel Interessantes, vor allem aus dem Gailtal und der Umgebung. „Wir möchten über Ihr Friaul-Buch berichten und würden Sie gerne in Ihrer Wahlheimat Varmo besuchen“, hatten die beiden gemailt. So lernen wir nun wieder einmal sehr nette Menschen kennen, die für Friaul auch sehr viel übrig haben.

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Später am Dienstag Nachmittag ist es dann an uns, einen Besuch zu machen: wir fahren nach Lignano und bringen dem Leiter des Büros der Tourismus-Abteilung der Gemeinde Ennio Polat unser unlängst erschienenes Buch. Er war uns ja sehr behilflich, für die Erweiterung des Kapitels über Lignano Bilder von der „Schnecke“ zu bekommen. Die „Schnecke“ ist jene spiralförmige Grundriss-Konzeption von Lignano Pineta, die in den 1950er Jahren vom Udineser Architekten Marcello d’Olivo entworfen wurde, ein spannendes Architektur-Projekt, auch heute noch. Im dritten Stock des Municipio/des Rathauses von Lignano hat Polat sein Büro, das ist rasch gefunden. Polat bekommt unser Buch und hat auch für uns eines: „Frammenti di Storia“ heißt es, ist anlässlich des 50-Jahr-Jubiläums von Lignano 2009 erschienen und enthält eine prächtige Sammlung alter Ansichten von Lignano. „Grazie mille! A presto! Auf bald!“

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Jetzt spazieren wir zum Meer. Ganz klar ist die Luft, man sieht bis Triest hinüber. Von dort bläst eine „Boretta“ (ein bisschen Bora) herüber, jagt die Wolken sehr fototauglich über den Himmel und erfreut einen Kite-Surfer, der parallel zum Strand über die Wellen flitzt. Aber der Strand ist übersäht mit Quallen, die starken Wellen haben sie ans Ufer getragen, wo sie jetzt vertrocknen. Die Terrazza al Mare leuchtet weiß. Dahinter geht der Blick bis zu den verschneiten Bergen. Ein eindrucksvolles Licht- und Farbenspiel.

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Jetzt treffen wir Mayda Mason, die ja für unser Kochbuch-Projekt viele Fotos gemacht hat und noch machen wird. Wir sitzen in einer Bar beim großen Brunnen, nehmen einen „Tajut“ (so heißt ein Drink auf friulanisch), besprechen die nächsten Arbeitstreffen nach Ostern, spielen ein bisschen mit Maydas kleiner Tochter Kyla, und dann geht es wieder heim nach Varmo.

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