Archiv für Mai, 2014

„Unsere Friaul Rezepte“
am Styria-Verlagsfest präsentiert

Geschrieben von Franz Hlavac. Geposted in Aktuelles, Friaul-Tagebuch

Zur Vorstellung des Herbstprogrammes 2014 lud die Verlagsgruppe Styria am 27. Mai bereits zum fünften Mal ins Weltmuseum am Heldenplatz. Mehr als 400 Gäste feierten mit Verlegerin Gerda Schaffelhofer und ihrem Team ein glanzvolles Fest. Im Mittelpunkt standen die Autorinnen und Autoren, die spannende Einblicke in ihre neuen Projekte gaben und die neuen Buchtitel mit den Gästen und Freunden des Verlages diskutierten.

Die authentische Küche des Friaul und die besten Rezepte wurden von Gisela Hopfmüller und Franz Hlavac präsentiert. Das Geschenkbuch für alle Friaul-Fans wird Mitte August erscheinen

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3 Fotos: © Ernst Weingartner, 4 Fotos: Franz Hlavac

„Cantina aperta“ im Weingut Komjanc

Geschrieben von Gisela & Franz. Geposted in Aktuelles, Friaul-Tagebuch, Über uns geschrieben

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Vom Vormittag bis in den Abend reisst der Ansturm der Besucher im Weingut Komjanc in Giasbana / San Floriano del Collio nicht ab, vor allem Besucher aus der Gegend, aus Slowenien und Österreich. Roberto Komjanc, seine Frau Raffaella und deren Sohn Mosè, Vater Alessio Komjanc und Robertos drei Brüder Patrik, Ivan und Benjamino mit Ehefrau Erica und den Töchtern Micol und Alessia arbeiten den ganzen Tag mit Energie daran, die vielen Besuchern zu umsorgen. Nicht nur mit den wunderbaren Weinen, auch mit Schinken und Käse. Alessio präsentiert ausserdem sein feines Olivenöl. Und Ennio Furlan, Freund der Familie, Koch und Kräuter-Experte, ergänzt die Genüsse mit seinen köstlichen Aufstrichen.

Wir betreuen die Besucher, die sich die Ausstellung über Franz’ Grossvater Karl Brosch ansehen wollen, und präsentieren auch unsere Friaul-Bücher. Der kleine Mosè macht ausgezeichnete Führungen sowohl in der Ausstellung als auch im Weinkeller.

Im Laufe des Tages lernen wir Roberto Komjanc’ Berater in Sachen Wein, den bekannten Önologen Gianni Menotti kennen, ebenso kommt ein Fernsehteam vom Sender „LiveFVG“ und interessiert sich für die Arbeit der Komjanc, aber auch für die Ausstellung zum Ersten Weltkrieg. Ein kleines Interview mit Franz über seinen Grossvater wird gemacht.

Da wir in diesen Tagen ja unsere Winzerfreunde Manfred und Monika Ladentrog aus Retz in Niederösterreich bei uns zu Besuch haben, erkunden auch diese beiden die Komjanc’schen Produkte. Überdies kommen andere niederösterreichische Freunde vorbei und genießen die Gastfreundschaft: Walter und Marianne Trunk aus dem Haugsdorf sowie Christa und Peter Henke aus Scheibbs.

Der abwechslungsreiche, schöne Tag klingt aus mit einem familiären Abendessen.

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Il Piccolo vom 26.5.2014

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Von Obernalb/Retz ins Friaul

Geschrieben von Gisela & Franz. Geposted in Aktuelles, Friaul-Tagebuch, Lokal-Empfehlungen in Friaul, Weinempfehlungen aus Friaul

Es ist nicht das erste Mal, dass unsere Freunde Manfred und Monika Ladentrog aus Obernalb bei Retz/ NÖ uns besuchen und wir ihnen einige Schönheiten des Friaul zeigen. Da sie ja als Winzer immer neugierig sind, wie Kollegen arbeiten, ist dieser Besuch gespickt mit „Visiten“ bei friulanischen Weinproduzenten.

Als Monika und Manfred vergangenen Donnerstag bei uns in Varmo ankommen, ist abends aber erst einmal ein Abstecher ans Meer nach Marano Lagunare angesagt. Dieser malerische Ort spiegelt wider, wie lange er unter dem Einfluss Venedigs stand. Beim Drink am „granda“ genannten Hauptplatz ist von den Nachbar-Tischen her zu hören, dass auch der maranesische Dialekt noch immer dem venezianischen sehr nahe ist. Wir werden von einem österreichischen Ehepaar erkannt und begrüßt, das sich als Leser unserer Bücher outet. Dann ist Abendessen angesagt. Natürlich muss es in diesem Fischereizentrum Friauls ein Fisch- und Muschelessen sein, also nichts wie hin zu Olga Dal Forno und ihrer Taverna „Al Pescatore“!

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Tags darauf führt der Ausflug zunächst nach Palmanova. Ein Spaziergang am Hauptplatz weist auf die Sternform der einstigen Befestigung der Stadt hin, die allerdings wirklich gut ja nur aus der Luft zu sehen ist…..oder auf den Plakaten im Tourismusbüro! Nicht weit von Palmanova liegt Clauiano, das zu den schönsten Dörfern Italiens gehört. Die ältesten Bauten im Ortskern stammen aus dem 15.Jahrhundert. Dort besuchen wir den Winzer Giovanni Foffani, der als einziger im Friaul einen weißen (!) Merlot keltert. Er führt uns durch seine Azienda und gibt dem österreichischen Winzerkollegen Ladentrog gerne einigen Einblick in seine Arbeitsweise. Die anschließende Verkostung zeigt, dass sich nicht nur der weiße Merlot sehen lassen kann.

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Das Mittagessen wollen wir am Meer einnehmen und fahren deshalb hinunter nach Grado zum Ristorante Marea, wo ja Luisa Tomasini und ihr Mann Alfredo Gordini für kulinarischen Genuss stehen. Ein Blick von der prächtigen Terrasse des „Marea“ lässt uns staunen: dort hinten, da schwimmen wirklich schon Menschen im Meer. Nach Sardine in savor, Spaghetti vongole und Branzino brauchen unsere Gaumen etwas Süßes. Das bekommen sie in Aquileia in Form von fruchtigem Eis in der Bar-Pasticceria „Al Mosaico“.

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Für den späten Nachmittag sind wir im Weingut von Paolo Rodaro in Spessa di Cividale angemeldet. Und obwohl er und auch Marketingchefin Lara Boldarino mit den Vorbereitungen für das „Cantine aperte“-Wochenende alle Hände voll zu tun haben, werden wir mit großer Gastfreundschaft empfangen. Paolo führt persönlich durch den Betrieb und bietet auch beim Verkosten seiner Spezialitäten noch jede Menge interessanter Informationen an. Der Pinot nero spumante, der Schioppettino, der Refosco aus speziellen Jahrgängen sind durchwegs besondere „Tropfen“. Paolos Mitarbeiter Francesco und Ljubo ergänzen mit den technischen Daten. Nach dieser spannenden Degustation müssen wir – da wir schon einmal in der Gegend sind – noch auf einen Sprung bei Marco und Gioia in der Trattoria „Da Mario“ in Prepotto vorbei schauen, ehe es heim nach Varmo geht.

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Der Samstags-Ausflug beginnt botanisch, nämlich beim Gärtner Ruggero Bosco und seiner Frau Yoshiko. Aus dieser sehr speziellen Gärtnerei muss man einfach etwas mitnehmen, diesmal wieder Rosen aus dem Sortiment der vielen ausgefallenen Rosensorten. Die werden rasch zurück nach Varmo gebracht. Dann geht es hinauf nach Spilimbergo. Dort ist Samstag Markttag, ein paar Gemüsepflänzchen und Kräuter müssen da einfach für unsere Gärten erworben werden. Die Altstadt und der gotische Dom Santa Maria Maggiore atmen viel angenehme mediterane Atmosphäre, die erforscht werden will. In der Osteria „Al Bachero“ stärken wir uns für die geplanten Weinproben des Nachmittags.

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Nur wenige Kilometer nördlich von Spilimbergo, in Valeriano bei Pinzano, ist einer der interessantesten Winzer Friauls zu Hause: Emilio Bulfon. Er baut ausschließlich alte, autochtone (also nur im Friaul heimische) Weinsorten an, die er zum Teil selbst wieder entdeckt hat. Sciaglin, Forgarin, Piculit neri sind nur einige davon. Seine Tochter Alberta und sein Sohn Lorenzo unterstützen ihren Vater bei dieser sehr speziellen Arbeit. Auch hier werden wir trotz der Vorbereitungen für die „Cantine aperte“ überaus freundlich empfangen und können mit Signor Emilio einiges kosten, das uns sehr überzeugt (unser Favorit ist ja seit Jahren der Piculit neri). Im Verkostraum sind auch Eisen-Plastiken und Grafiken ausgestellt. Kunst und Wein verbindet sich immer gut.

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Der zweite Stopp in Sachen Wein an diesem Nachmittag findet bei der Cantina San Martino / Pitars statt. Das Herz dieser Azienda ist ein architektonisch interessanter Bau, in dem sich die Verkosträume und Büros befinden. Die vier Söhne von Angelo Pittaro, Loris, Bruno, Mauro und Paolo, führen die Azienda und sind überaus erfolgreich. Brunos Sohn Stefano erweist sich als überaus kundiger Führer durch den Betrieb, er ist selbst Weinbau-Techniker und hat so für unseren Winzer-Freund Manfred jede Menge interessanter Informationen zu bieten, auch nach dem Rundgang bei der Verkostung. Besonders die Weißweine Ribolla, Friulano und Sauvignon sind interessant für Nase und Gaumen, aber auch der Merlot und einige Cuvees.

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Der folgende Sonntag der „Cantine aperte“ findet für uns bei der Winzer-Familie Komjanc in Giasbana statt…..aber davon mehr in dem eigenen Artikel „Cantina aperta im Weingut Komjanc“!

Cantine Aperte 2014

Geschrieben von Franz Hlavac. Geposted in Aktuelles, Friaul-Tagebuch

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Im Rahmen der größten Wein-Veranstaltung des Friaul „Cantine aperte“ öffnen auch heute viele Winzer ihre Kellertüren und bieten allen Weinfreunden ihre Produkte zur Degustation an. Dieses Jahr sind es mehr als 70 Winzer, die bei diesem vom „Movimento turismo del vino“ organisatorisch betreuten Event besucht werden können. Details finden Sie auf der Homepage

www.mtvfriulivg.it

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Wir werden heute bei unseren Winzerfreunden Komjanc in Giasbana bei San Floriano del Collio sein. Dort ist ja auch die Ausstellung über Franz Hlavac’ Grossvater im Ersten Weltkrieg zu sehen: „Auf den Spuren von Karl Brosch: ein österreichischer Telefonist im Dienste des Kaisers. 1914 – 1918.“

Für alle Interessierten werden wir gerne unsere Bücher „Unser Friaul“ und „Friaul erleben“ signieren.

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Auch Ennio Furlan, Koch, Kräuter- und Pilzexperte, ist heute wieder bei der Familie Komjanc anzutreffen, mit seinen Büchern und diversen eingelegten Köstlichkeiten.