Neues vom Weingut Collavini

Written by Franz Hlavac. Posted in Aktuelles, Wein, Weinempfehlungen

Zwar sind die Weihnachtsfeiertage vorbei, aber nun stecken wir ja schon im Fasching! Wenn das kein Grund ist, Neues und Feines aus der Weinwelt des Friaul zu entdecken! Bei einem Besuch hat uns der „Padrone“ des Weingutes Collavini, Manlio Collavini, bei einer kleinen Degustation Neuigkeiten seines Hauses vorgestellt.

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Alle, die wie wir die vorzüglichen Spumante-Produkte des Hauses Collavini lieben, werden sicher rasch zu Fans des neuen „Applause. Spumante Classico Metodo Classico Millesimato“ werden. Er ist im vergangenen Herbst erstmals auf den Markt gekommen. 60% Chardonnay-Trauben und 40% Pinot nero-Trauben verschmelzen zu einem zart prickelnden Genuss. Teils in Stahl, teils in Barrique ausgebaut bleibt der „Applause“ anschließend für vier(!) Jahre auf der Hefe in der Flasche. Das bedeutet: fünf Jahre von der Traube bis ins Glas! „Qualität braucht Zeit“, ist auch in diesem Fall das Credo von Manlio Collavini. Schon in den 1980er Jahren hatte Collavini einmal einen „Applause“ erzeugt, nun ist aber nicht nur die Zusammensetzung und die Vinification verändert, sondern auch die Etikette modernisiert worden.

Geduld gepaart mit viel Wissen hat ja schon den großen Erfolg des Ribolla Gialla spumante ausgelöst, der im Hause Collavini schon seit den 1970er Jahren in einer eigenen Weiterentwicklung der Charmat-Methode erzeugt wird (die Stahltanks liegen waagrecht, so kommt mehr Wein in direkten Kontakt mit der Hefe). Im Vorjahr hat der Ribolla Gialla Spumante nicht nur unsere Blind-Verkostung der Weinzeitschrift „wein.pur“ mit Abstand gewonnen, sondern wurde von der Redaktion auch in die Liste der „Weine des Jahres“ aufgenommen.

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Doch außer dem „Applause“ wartet Manlio Collavini noch mit zwei anderen Neuigkeiten auf: Erstmals gibt es seit Herbst auch einen reinsortigen Pignolo, der 5 Jahre im Barrique-Fass reift und dann noch zwei Jahre in der Flasche, ehe er auf den Markt kommt. Wir durften den Pignolo 2006 verkosten und haben ihn sofort unter unsere Rotwein-Favoriten eingereiht. „È un po’ ruvidino, er ist ein bisschen rau“, sagt Signor Manlio. Aber kein Zweifel: Die kräftige, etwas raue Struktur erfreut Genießer nicht nur jetzt, wie wird es auch noch in vielen Jahren tun.

Und dann wären da noch der Merlot dal Pic zu erwähnen, der zwei Jahre im Barrique und noch zwei Jahre in der Flasche reifen darf, ehe er den Gaumen schmeichelt.Und der Forrèsco, der aus zwei verschiedenen Refosco-Sorten (dem Refosco di Faedis und dem Refosco del peduncolo rosso, zu je 40%) so wie Pignolo-Trauben (20%) gekeltert wird. Auch er bleibt erst zwei Jahre im Barrique und dann noch zwei Jahre in der Flasche.

Eugenio Collavini viticoltori

Via della Ribolla Gialla 2, 33040 Corno di Rosazzo (Ud)

https://www.collavini.it

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