Archiv für Juni, 2015

Friaul-Rezept: Salbei frittiert

Geschrieben von Franz Hlavac. Geposted in Garten, Küche

Unser Gemüsegarten in Varmo spielt heuer alle Stückerln! Es wuchert, egal ob Tomaten, Gurken, Melanzani, Paprika…… Und: Es ist Salbei-Zeit! Unserer ist ein riesiger Busch geworden. Deshalb gibt es immer wieder einen von Franz’ liebsten Appetithappen, frittierte Salbeiblätter mit Sardellenfilet-Füllung.

Ein Rezept aus unserem Kochbuch „Unsere Friaul-Rezepte“, wie die vielen anderen ganz einfach zuzubereiten:

a1 a2 a7Zutaten (für vier Personen)

etwa 40 Salbeiblätter, 40 kleine bzw.halbierte eingelegte Sardellenfilets, 1 Tasse Mehl, 1 Ei, Öl zum Frittieren

Zubereitung: Die Salbeiblätter kurz abspülen, mit Küchenrollenpapier trocken tupfen. Auf jedes Blatt ein Stückchen Sardellenfilet legen, das Blatt einrollen und mit einem Zahnstocher fixieren. In Mehl tauchen, abklopfen, damit nicht zuviel drauf bleibt, ins versprudelte Ei tauchen. Wenn alle Salbeiblätter so vorbereitet sind, werden sie in heißes Frittieröl gegeben. Sobald sie Farbe nehmen (Achtung, nicht zu dunkel werden lassen!) auf Küchenpapier abtropfen lassen, auf einen großen Teller geben, mit geriebenem Parmesan bestreuen und gleich servieren.

Weinempfehlung: Sauvignon, Spumante extra dry

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Gemona: Percorsi Per I Golosi –
Wege für Genießer

Geschrieben von Gisela & Franz. Geposted in Aktuelles, Friaul-Tagebuch

Ein Ort, dessen schlichte Schönheit fasziniert, dessen Wunden nach dem Erdbeben von 1976 verheilt scheinen und die doch die Menschen und ihr Leben nach wie vor beeinflussen – das ist Gemona. Eine ideale Stadt, um das Thema „Valorizzare il territorio“ (die Gegend aufwerten) zu besprechen. Wie wertet man ein Territorium auf? Wie macht man seine Vielfalt, seine Schönheit bekannt? Wie erreichen Informationen am besten die Menschen? Derlei wurde bei einer Podiumsdiskussion in Gemona erörtert, zu der wir an diesem Samstag eingeladen waren.Ein Artikel des Journalisten Marco di Blas im Messaggero-Blog „Austria vicina“, in dem wir als „ambasciatori onorari del Friuli“ Ehrenbotschafter Friauls (siehe Homepage-Artikel vom 27.April) bezeichnet wurden, war die Basis für diese Einladung.

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Die ehemalige Kirche San Michele, gleich neben der Porta Udine in Gemona war der Ort des Gesprächs, das von Roberta Tosolini organisiert wurde – als Teil der Veranstaltung „Percorsi Per I Golosi – Wege für Genießer“, heuer erstmals durchgeführt im Zuge der „Aria di Friuli Venezia Giulia“, eine Erweiterung der „Aria di Festa“, des Schinkenfestes von San Daniele.

Walter Tomada, Journalist der Zeitung „Il Gazzettino“ wies als Moderator gleich einleitend darauf hin, dass es bei der „valorizzazione“, der Aufwertung einer Gegend, nicht nur darum geht, Feste zu veranstalten, sondern auch darüber zu reflektieren, wie die Menschen mit der gesamten Vielfalt der Region angesprochen werden können. Und zwar die Menschen im Friaul ebenso wie die ausländischen Gäste. Wir haben in diesem Zusammenhang berichtet, wie wir mit unseren Büchern über Friaul, mit unseren Artikeln für Zeitschriften und unserem Internet-Auftritt unsere Sicht der Region erfolgreich vermitteln können und so schon viel von unserer Liebe zu Friaul weitergegeben haben. Die Journalistin Martina Vocci von TV Koper, Programm „Istrien und Umgebung“, strich die Bedeutung der Diversität in jeglichem Bereich heraus, ein Wert, der Friaul gerade in unserer Zeit der globalen Vereinheitlichung besonders hoch einzuschätzen ist. Der Journalist Christian Romanini, Verantwortlicher der Zeitschrift „Tiere furlane/ Terre friulane“ betonte die Bedeutung einer Bewusstseinsschärfung für Traditionen bei gleichzeitiger Bereitschaft zur Innovation. Als Vertreter der Gemeinde mit dabei war Assessore Loris Cargnelutti, der die laufenden Initiativen skizzierte.

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Es folgte ein gemeinsamer Spaziergang durch Gemona zu verschiedenen Stationen der „Wege für Genießer“. Etwa zu einem Lokal, wo verschiedene Slow-Food-Produzenten Käse der Gegend und auch Produkte aus dem berühmten Knoblauch des Val Resia anboten. Der Stop im netten Gastgarten der Osteria Rive Grande war als aperitivo eingeplant, Giovanni Munisso begleitete informativ eine Verkostung des Refosco al peduncolo rosso von Emilio Bulfon, der sich mit einer speziellen Art von Ricotta geschmacklich hervorragend verband. Dieser Ricotta heißt ‚cuincir’ und wird durch Würzen mit Salz,Pfeffer und Kümmel samt 50tägiger Reifung zu einem Geschmackserlebnis. Besonders auf dem Roggenbrot, auf dem er serviert wurde und besonders mit einem köstlichen Refosco wie dem von Bulfon.

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Aber damit der Gaumenfreuden nicht genug: in der berühmten Loggia Palazzo Botin kochte unser Freund Ennio Furlan, renommierter Koch, Kräuter- und Pilzexperte, auf das Feinste auf. Sein Löwenzahn-Pesto auf Crostini, seine „Frittata morbida“ mit wildem Hopfen und sein Leimkraut-Kuchen begeisterten die zahlreichen Gäste.

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Ein Gewitterguss konnte den vielfältigen Genüssen keinen Abbruch tun. Und ein Besuch in dem herrlichen Dom, der ja vom Erdbeben 1976 zerstört war und gefühlvoll wieder aufgebaut wurde, rundete unsere Genusswege / Percorsi per i golosi auf ganz spezielle Weise ab.

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Gemona: Wege für Genießer

Geschrieben von Gisela & Franz. Geposted in Aktuelles, Küche

Gemona steht von 26. Bis 29.Juni ganz im Zeichen von „Percorsi Per i Golosi“, also von „Wege für Genießer“. Diese Veranstaltungsserie findet im Umfeld der „Aria di Friuli Venezia Giulia“ statt. Das ist die aktuelle Erweiterung des berühmten Schinkenfestes von San Daniele, der „Aria di Festa“. Erstmals sind zwölf Gemeinden bemüht, den Gästen die önogastronomischen Highlights nahezubringen.

Wir sind in Gemona mit dabei und werden im Zuge der Diskussions- und Vortragsveranstaltung „Valorizzare il Territorio“ (Das Gebiet aufwerten) über unsere Friaul-Bücher und unsere Liebe zum Friaul berichten und gemeinsam mit anderen Journalisten zu reflektieren, wie die Region und ihre Originalität gefördert werden können (Samstag, 27.6., 10 Uhr, Ex-Chiesa San Michele, Largo Porta Udine, 33013 Gemona).

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Außerdem wird an diesem Wochenende in Gemona „Cucina in piazza“/Küche auf dem Platz von dem renommierten Koch Ennio Furlan realisiert, viele seiner Spezialitäten wird es zu Kosten geben. Er wird auch seine Bücher über Kräuter und Pilze vorstellen. Ebenso sind „Aperitivi culturali“/Kultur-Aperitivs und „Laboratori del Gusto“ / Geschmackswerkstätten geplant. Viele kleine Produzenten werden auf den Strassen von Gemona ihre typischen Produkte anbieten, von Käse über Fleischprodukte und Brot bis zu den Süßigkeiten. Eine Foto-Ausstellung „Tracce di vita contatina“(Spuren des bäuerlichen Lebens) rundet den Veranstaltungsbogen ab.

Mehr bei / auf : Informazioni Uffiio IAT / Gemona del Friuli

Tel.: +39 0432 981441

Email: ufficioiat@gemonaweb.it

www.gemonaweb.it