Archiv für August, 2015

Giselas Geburtstagsfest bei Ferrin

Geschrieben von Franz Hlavac. Geposted in Aktuelles, Friaul-Tagebuch, Weinempfehlungen aus Friaul

Was für ein Ferragosto! Ein 15.August mit einem Super-Geburtstagsfest für Gisela! Ort des Geschehens: Das Weingut Ferrin in Camino al Tagliamento / Friaul. 80 Gäste sind gekommen: 40 Freunde aus Österreich und 40 friulanische Freunde. Ein großartiger Nachmittag und Abend!!!

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Fabiola und Paolo Ferrin sind es gewohnt, Feste auszurichten. Aber diesmal haben sie sich selbst übertroffen. Wunderschön hergerichtete Tische gleich beim Weingarten, ein tolles Buffet, die köstlichen Ferrin-Weine – von der ersten Sekunde an herrscht großartige Stimmung. Dazu trägt auch die Porchetta, das Spanferkel, von Valentino Zanin bei, sowie der frische Mozzarella, den Dario Liani an Ort und Stelle erzeugt, und ebenso der eingelegte Spargel und anderes Gemüse von Gianluigi und Annamaria Marsoni.

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Geburtstagskind Gisela ist gerührt, wieviele gekommen sind. Auch Schwester Annelie ist aus Böblingen bei Stuttgart ist angereist, sowie Franz’ Schwester Barbara mit Mann Herbert, Franz’ Neffe Peter mit Freundin Nicole. Einige der vielen Freunde aus Österreich seien hier genannt: Valentin & Elisabeth Oman, Georg Glasner & Gabriele Unterlerchner, Uschi Loigge & Horst Ogris, Hubert, Herma & Maria Slama, Bettina Roither-Epp & Helmut Epp, Robert Stoppacher & Bettina, Dagmar Krenmayr & Federico, Erich & Gabi Hempfling, Christa & Peter Henke, Walter & Marianne Trunk, Michael Menzel & Uli. Die zwei Holländer mit Zweitwohnsitz in Pertegada Ad Smets und Sjaak Verweij haben Schwester & Mann zum Feiern mitgebracht.

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Aber unser Bürgermeister von Varmo Sergio Michelin kann auch Wolfgang und Carina Buchner begrüßen, die er vor zwei Jahren ja in Varmo verheiratet hat. Weitere Ex-ORF-Kollegen: Gerhard & Elisabeth Vogl, Gerhard und Maxi Hörr, Mariella Enayat.

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Styriabooks-Chefin Gerda Schaffelhofer mit Styria-Kärnten-Repräsentantin Nicole Richter ist auch mit dabei und lernt bei dieser Gelegenheit die Fotografin Mayda Mason aus Latisana kennen, die ja für unser „Friaul-Kochbuch“ die meisten Speisenfotos gemacht hat.

Mit uns feiern auch viele friulanische Freunde: Daniela & Rosano sowie Clivia & Giorgio, Samara mit Ivan und ihren drei Söhnen Samuele, Matteo und Tommaso (Franz’ Patenkind), Samanta (wie Samara eine Tochter von Daniela & Rosano), Ivans Eltern Malia & Vanni, der wieder einmal mit seiner Ziehharmonika die Stimmung weiter steigert. Unsere Winzerfreunde Roberto und Raffaella Komjanc sind da, und ihr Sohn Mosè erfüllt Gisela einen Wunsch: er spielt auf der Trompete. Aber nicht nur das, auch ein Gisela gewidmetes Gedicht trägt er vor, inklusive nachgebasteltem ORF-Mikrofon. Er bekommt zurecht für seinen Auftritt viel Applaus! Nachdem auch Wolfgang Buchner einen Text auf italienisch vorgetragen hat – natürlich auch mit Applaus bedacht – gibt es für Gisela noch eine offizielle Gratulation vom Bürgermeister Michelin. Federica Ravizza, Malerin und Schriftstellerin, ist mit ihrem Mann Dodo Errante Parrino gekommen und hat ein Bild für Gisela gemalt. Ebenso sind dabei Franca Maldini, die Witwe des berühmten friulanischen Schriftstellers Sergio Maldini, sowie Marco Di Blas, der Österreich-Korrespondent der Tageszeitung Messaggero. Vom anderen Ende Friauls stoßen zum Fest Marco Grassi / Trattoria Da Mario / Prepotto sowie die Winzer Hilde Petrussa mit ihrem Mann und Paolo Rodaro mit seiner Lara. Corrado Liani, in dessen B&B in Camino einige Gäste übernachten, ist genauso mit von der Partie wie Graziella und Bepo Danussi und unsere Nachbarn in Varmo Adriana Teghil & Ezio sowie Luciano De Giusti. Und so wird gesungen, geschmaust, geplaudert, die Ferrin-Weine werden genossen. Die Kinder spielen rundum und lassen sich mit viel Spaß anblasen von dem riesigen Ventilator, den Paolo Ferrin zwecks Erzeugung von ein bisschen Wind zur Linderung der Schwüle aufgestellt hat.

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Am Abend dann wird das Leben noch süßer: Gerda Schaffelhofer hat eine riesige Geburtstagstorte mitgebracht, mit einem Portrait von Gisela drauf. Das Geburtstagskind darf die Torte nun anschneiden und alle probieren! Köstlich! Am Ende sind alle begeistert bei einem fantastischen, stimmungsvollen, fröhlichen, friulanischen Fest dabeigewesen zu sein.

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Genau so sollen Geburtstagsfeiern sein, genau so! Danke an alle, die das möglich gemacht haben und die dabei waren! Esattamente così devono essere feste di compleanno, esattamente così! Grazie mille a tutti che hanno fatto possibile questa festa meravigliosa e che hanno partecipato!

Sneznik – Berg & Karstfluss Reka

Geschrieben von Gisela & Franz. Geposted in Aktuelles, Friaul-Tagebuch

Ein Berg, ein Fluss, drei Länder – ein Naturphänomen. Den Berg Sneznik und den Fluss Reka haben wir erforscht, ein interessanter Ausflug, den wir gemeinsam mit Daniela, Rosano, Clivia und Giorgio unternommen haben.

Das Karstmassiv des Sneznik ist 1796 Meter hoch und liegt im Südwesten von Slowenien. Die Ausläufer reichen über die Grenze zu Kroatien. Die Italiener nennen den Sneznik „Monte Nevoso“ und einige haben eine spezielle Beziehung zu dem Berg. Denn im Ersten Weltkrieg kamen hier bei heftigen Kämpfen viele Soldaten der Alpini ums Leben. Das wird in dem Lied „Le campane del Monte Nevoso“ besungen, ein noch immer einigermaßen bekanntes Lied. Wir sind neugierig auf die Gegend und fahren über Triest hinüber nach Slowenien und in den Ort Ilirska Bistrica. Der Name geht auf das „Königreich Illyrien“ zurück, das war eine Verwaltungseinheit des Kaiserreiches Österreich zwischen 1816 und 1849. Entsprechend finden sich dort noch etliche Gebäude, die auf die Monarchie hinweisen. Von diesem Ort führen mehrere Strassen und Wege in die Bergwelt des Sneznik. Wir nähern uns dem Berg über Knezek und die malerische Hochebene von Koritnice an. Masun ist dann kaum mehr als ein Gasthaus, einst ein im 1. und im 2.Weltkrieg umkämpfter Ort, heute aber ein für Wanderer wichtiger Ausgangspunkt. Rosano und Franz legen rasch eine Boccia-Partie ein, wohl bewacht von einem riesigen geschnitzten Bären. Wo gibt es hier einen Punkt mit gutem Blick auf den Sneznik? Im Gasthaus bekommen wir Auskunft. Ein paar Kurven geht es eine Staubstrasse entlang und dann noch 10 Minuten zu Fuß durch den Wald, dann ist der Gipfel trotz des dunstigen Mittagslichtes gut zu sehen. Das Stichwort Staubstrasse bleibt uns für die nächsten Kilometer erhalten: Wir fahren – unter Erzeugung riesiger weiße Wolken – viele Kilometer lang rund um den Sneznik auf etwa 1200 Meter Höhe herum. Viel Wald, Felsen, Karstformationen, kaum Wanderer….es ist eine ziemlich einsame Gegend.

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Bei unseren Ausblicken in Richtung Süden klinken wir uns geistig in ein ganz besonders Karstphänomen ein, das hier seinen Anfang nimmt: Nur wenige Kilometer südlich in den Sneznik-Ausläufern auf kroatischem Gebiet entspringt der Fluss Reka. Aber bald nach dem Ursprung ist er auch schon auf der slowenischen Seite gelandet und fließt weiter an Ilirska Bistrica vorbei Richtung Nordwesten. Wir folgen nun dem Flusslauf und treffen so auf schöne Aussichtspunkte, wie etwa die Burg Prem. Der Bau stammt aus dem 11.Jahrhundert, wurde immer wieder erweitert und hatte viele Besitzer (etwa die Grafen von Duino, Habsburg, Porcia, Gorizia, die Republik Venedig). Heute im Staatsbesitz birgt die Burg ein nettes, kleines Museum und einen Saal mit düsteren, aber interessanten Wandmalereien aus den 1920er Jahren. Zu Füßen der Burg zieht der Fluss Reka seine kurvige Bahn weiter. In der Folge wird er fast durchgehend von Bäumen so versteckt, dass wir – auf der Straße unterwegs – meist nur ahnen können, dass er gleich daneben fließt.

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Etwa 25 Kilometer weiter kommt dann ein besonders spannender Abschnitt: Der Fluss verschwindet in einer der in der Gegend häufigen Karstgrotten, in der Skocjan Jama. Ein Besucherzentrum weist uns den Weg. Für eine Grottenwanderung ist an diesem Nachmittag es schon zu spät, aber der Aussichtspunkt ist leicht per 10 Minuten-Spaziergang (begleitet von vielen Dirndl-Bäumen / Cornus mas und ihren roten Früchten) zu erreichen…..und der Blick ist wirklich eindrucksvoll: Ein Dolineneinbruch lässt die Felsen 164 Meter tief abreissen, beim Hinunterschauen ist Gänsehaut vorprogrammiert. Unten die Wasserlöcher und Höhleneingänge, in denen der Fluss Reka verschwindet.

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ABER: damit ist sein Leben als Fluss noch lange nicht vorbei !!!! Über 40 Kilometer lang fließt er unterirdisch weiter und…….erscheint in Italien wieder an der Oberfläche – das dritte Land seines Flusslaufes: Nahe San Giovanni di Duino taucht er wieder auf. Dort beschließen wir unseren Ausflug, bei den Quellen des Timavo. Denn so heißt der Fluss jetzt hier! Seine felsigen Quellen sind diesmal ganz friedlich, es hat lange nicht geregnet, und so lässt nur ein langsam ziehendes gelbes Blatt erkennen, dass das Wasser doch in Bewegung ist.

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Wir kennen die Szenerie auch anders. Nach langem Regen kann das Wasser des Timavo wie gewaltige Fontänen aus dem Felsen schießen und die ganze Umgebung inklusive der Kkeinen Kirche überschwemmen. Wie man herausgefunden hat, dass diese Quellen zu dem in Slowenien verschwindenden Fluss Reka gehören? Forscher haben einst bei der Skocjan-Grotte Farbe in den Flusslauf geschüttet und das gefärbte Wasser ist hier nahe Duino wieder ans Licht gekommen. Ein wahrlich rares Naturphänomen ist also dieser Fluss, der mit zwei Namen in drei Ländern seinen Weg zieht. Kaum mehr als einen Kilometer von seiner „zweiten Geburtsstätte“ weiter mündet er dann nahe Villaggio al pescatore ins Meer.

Tipp: Sauvignon & Due Donne von Grillo

Geschrieben von Franz Hlavac. Geposted in Aktuelles, Weinempfehlungen aus Friaul

„Anna, deine zwei Sauvignon-Weine sind einfach super!“ Jedes Mal, wenn wir uns Anna Muzzolinis feine Tropfen genehmigen, möchten wir ihr großes Lob zurufen. Seit 1999 führt sie das Weingut Iole Grillo in Prepotto bei Cividale / Friaul , das ihr Vater Sergio Muzzolini aufgebaut hat. Weil er Namensverwechslungen mit einem unerfreulichen Zeitgenossen der italienischen Geschichte vermeiden wollte, nannte er das Weingut nach seiner Frau Iole Grillo.

Natürlich sind auch Anna Muzzolinis andere Weine absolut genussvoll zu trinken, aber unsere weißen Favoriten sind im Moment der klassische Sauvignon 2014 und der Sauvignon 2013 „IL“, der 10 Monate im 500-Liter-Holzfass reift. Beide sind im Geschmack auf der grasigen Seite angesiedelt, der klassische frisch mit zarten Noten von Paprika und Salbei, der „IL“ noch fruchtiger, mit kräftigerer Struktur, ohne jedoch die „grüne“ Charakteristik zu verlieren, die Sauvignon-Liebhaber wie wir so schätzen.

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Vergangenes Jahr hat uns Anna erstmals auch ihre rote Spezialität zu kosten gegeben. Wir mochten ihn auf Anhieb, den roten „Due Donne“. Er ist das Produkt einer Zusammenarbeit von Anna und ihrer toskanischen Freundin Susanna Grassi von der Azienda I Fabbri. 50% Sangiovese grosso di Lamole aus dem Herzen des Chianti verbinden sich mit 50% Schioppettino di Prepotto zu einer gehaltvollen Cuveè. Beide autochtone Rebsorten mit großem Körper, die toskanische ebenso wie die friulanische, reifen erst getrennt 18 Monate und dann noch gemeinsam weitere 6 Monate in großen Holzfässern. Das Ergebnis, also der „Due Donne“, ist von Harmonie zwischen Frische und Tanninen geprägt und erfreut nicht nur uns mit elegantem Aroma von roten Früchten. Complimenti!

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Azienda agricola Grillo Iole

Via Albana 60 33040 Prepotto (Ud)

Tel.: +39 0432 713201

Email: info@vinigrillo.it
www.vinigrillo.it

Azienda agricola „I Fabbri“

Via Casole 52 Località Lamole 50022 Greve in Chianti (Fi)

Tel.: +39 339 4122622

Email: info@agricolaifabbri.it
www.agricolaifabbri.it

Unsere Autogrammstunde in Reichenau / Rax

Geschrieben von Franz Hlavac. Geposted in Aktuelles, Das waren unsere Lesungen

Mit Lesern plaudern und Bücher signieren – unsere Autogrammstunde im Rahmen des Literatursalons der Schlossgärtnerei Wartholz in Reichenau an der Rax / Niederösterreich hat am Samstag vielen Lesern gut gefallen.

Wir haben uns gefreut, vielen Interessierten unser Buch über das niederösterreichische Ötscherland, aber auch unsere Friaul-Bücher bei dieser Gelegenheit ans Herz zu legen!

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