Habsburger-Ausstellung in Gorizia

Written by Gisela & Franz. Posted in Aktuelles, Friaul-Tagebuch

Vierhundert Jahre Habsburger aus dem Blickwinkel von Gorizia – damit beschäftigt sich eine sehr interessante Ausstellung im Museum Santa Chiara in Gorizia noch bis Ende Jänner. Wer die Stadt durchwandert, erahnt, warum sie einst das „Nizza Österreichs“ genannt wurde.

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Die Piazza Vittoria della Vittoria mit dem Blick auf die Burg der Grafen von Görz und der imposanten Barockkirche Sant’Ignazio, die Fußgängerzone der Via Rastello, die Piazza S.Antonio mit dem Palazzo Lanthieri – überall atmet das heutige Gorizia seine Geschichte. Diese war über 400 Jahre lang bestimmt von der Habsburgermonarchie.

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Als im Jahr 1500 der letzte Graf von Görz starb, fiel die Grafschaft durch einen Erbvertrag an Maximilian I. von Österreich. Von da an bis zum Ende des Ersten Weltkrieges 1918 war die Stadt mit wenigen Unterbrechungen Teil der Habsburgermonarchie, sechs Jahre lang aber auch Frankreich zugeschlagen, nach verlorenen Auseinandersetzungen mit Napoleon. Habsburgische Kaiserpersönlichkeiten wie zum Beispiel Karl VI. oder Maria Theresia waren wichtig für die Entwicklung von Görz, Mitte des 19.Jahrhundert – in der Zeit Kaiser Franz Josef I. – entwickelte sich der Ort in ein Fremdenverkehrszentrum für Adel und Bürgertum, durch die neuen Eisenbahnstrecken war Görz immer leichter zu erreichen. Es bekam den Beinamen „Nizza Österreichs“. Die Isonzoschlachten im Ersten Weltkrieg brachten blutige Berühmtheit. So endete die Habsburgermonarchie und wurde in Görz abgelöst von Phasen neuer Grenzziehungen und durchtrennten wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Fäden.

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Die Ausstellung im Museo Santa Chiara in Gorizia spiegelt in Landkarten, Stichen, Büchern und Texten die etwa 400 Jahre Habsburgermonarchie wider, mit allen Aufs und Abs. Auf drei Geschossen haben die Ausstellungskuratoren Marina Bressan und Marino De Grassi Geschichte lebendig werden lassen.

Museo Santa Chiara, Corso Verdi 18, 34170 Gorizia.

https://www.comune.gorizia.it

Tel. +39 0481 383276

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Kommentare (1)

  • Peter Knotz

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    Gratuliere zu dieser großartige Ausstellung, für jeden , der sich für die Österreichische Geschichte interessiert, ein absolutes Muss.

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