Archiv für Juli, 2016

Mit „Terra Friulana“ zu Gast
im ORF Niederösterreich

Geschrieben von Gisela & Franz. Geposted in Aktuelles, Wir sind on air

Kein Zweifel: Friaul Julisch Venetien ist ein Thema, das interessiert! Speziell jetzt im Sommer wählen viele diese nordöstliche Region Italiens als Urlaubsziel und wollen mehr darüber wissen. Andere sind einfach neugierig etwas über diesen südlichen Nachbarn Österreichs zu erfahren.

Die Kollegen vom ORF Landesstudio Niederösterreich haben uns deshalb eingeladen, über unsere jüngst erschienene Zeitschrift „Terra Friulana – Tiere furlane“ in der Radiosendung von 11 bis 12 Uhr live zu berichten.

Redakteurin Marina Watteck hatte uns eingeladen, Julia Schütze war die Moderatorin der Sendung, mit der wir über die breite Palette der Themen sprechen konnten, die wir in dieser ersten deutschsprachigen Ausgabe der friulanischen Zeitschrift behandelt haben. Es ist natürlich eine große Ehre und ein enormer Vertrauensbeweis, wenn das Land Friaul als Eigentümer der Zeitschrift zwei österreichische Journalisten ersucht: „Schreibt über unser Land, Ihr seid völlig frei, das zu erzählen, was Euch als interessant und wichtig erscheint!“ Das haben wir getan und das „piccolo universo“, das kleine Universum Friaul, in all seiner Vielfalt zwischen den Bergen und dem Meer auf 160 Seiten beschrieben. Die rege Nachfrage nach dem Magazin zeigt uns, dass wir die Neugierde vieler geweckt haben.

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In der Sendung „Radio NÖ am Vormittag“ werden die eingeladenen Prominenten auch immer um ein zum Thema passendes Rezept gebeten.Wir haben das Rezept einer kalte Suppe aus Tomaten und Wassermelone ausgewählt, das uns unlängst auf einem friulanischen Markt eine Frau ans Herz gelegt hat. Dieses Rezept ist nun exklusiv auf der Homepage von ORF Niederösterreich www.noe.orf.at in der Rubrik Kulinarium zu finden

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Wer die Zeitschrift Terra Friulana – Tiere furlane haben möchte, kann sich per Email wenden an

enogastronomia@promoturismo.fvg.it

….in ganz dringenden Fällen auch an uns: gisela.hopfmueller@aon.at

Aquileia: „Löwen und Stiere“
aus dem antiken Persien

Geschrieben von Gisela & Franz. Geposted in Aktuelles, Friaul-Tagebuch

Ein prächtiger Dom mit Fußbodenmosaiken aus dem 4.Jahrhundert, wunderbare Ausgrabungen aus der Römerzeit – Aquileia ist ein vielbesuchtes Juwel in der friulanischen Ebene. Derzeit sind dort zusätzliche Attraktionen im Archäologischen Nationalmuseum zu bewundern: Die Ausstellung „Leoni e tori“ (Löwen und Stiere) zeigt noch bis zum 30.September Hauptwerke der Kunst aus dem antiken Persien.

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Löwen gelten als Symbol der Sonne, des Lichts und des Tages, der Stier steht für die Kräfte der Natur und der Nacht. Die vor-islamischen Zeiten der Achemeniden (6.-4.Jh. v.Chr.) und der Sassaniden (3.-7.Jh.n.Chr.) brachten wunderbare Kunstwerke hervor, die an dieser Symbolik orientiert waren. Der goldene Becher mit einem geflügelten Löwen als Fuß aus dem 5.Jahrhundert vor Christus steht normalerweise im Nationalmuseum von Teheran /Iran. Jetzt ist er eines der 25 Prunkstücke der Ausstellung in Aquileia. Beeindruckend auch andere Skulpturen und Terrakotta-Gegenstände mit Löwen- und Stierformen. Zum Beispiel eine Bronze-Basis gebildet aus drei Löwen, ebenfalls aus dem 5. vorchristlichen Jahrhundert, stammt aus Persepolis.

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Die altpersische Residenzstadt Persepolis war die größte und schönste Stadt der Welt, als Alexander der Große sie im Jahr 330 vor Christus zerstörte – aus Rache für die Zerstörung der Akropolis in Athens im Jahr etwa 150 Jahre zuvor. Aquileia, 181 v.Chr. gegründet, war für das römische Reich von ähnlich grosser Bedeutung wie Persepolis für das antike Persien. Seit 1979 zählen die Ruinen von Persepolis auch zum UNESCO-Weltkulturerbe, Aquileia ist seit 1998 UNESCO-Welterbestätte.

Das archäologische Nationalmuseum Aquileia will mit der Ausstellung auch eine Kampagne zur Unterstützung der vom Terrorismus bedrohten Archäologie unterstützen. Zusammenarbeit mit Städten soll gefördert werden, deren Kulturerbe Opfer von Kriegen oder Terror geworden ist.

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Doch auch die regulären Ausstellungsstücke des Archäologischen Museums sind mehr als sehenswert. Vielerlei Fundstücke von den bis heute erfolgreichen Grabungen in Aquileia erzählen von der römischen Geschichte der Stadt.