Friaul in Vorchdorf und Laakirchen

Written by Gisela & Franz. Posted in Aktuelles, Das waren unsere Lesungen

Es hat sich wieder einmal bewiesen: In Oberösterreich ist die Dichte an Friaul-Fans besonders hoch. Bei unseren Friaul-Abenden gemeinsam mit dem Winzerpaar Ferrin in Vorchdorf und Laakirchen gab es übervolle Säle und viel Freude!

Mittwoch Abend füllt sich der große Saal im Hotel Restaurant Ziegelböck in Vorchdorf rasch und bis 19.30 h müssen noch zusätzliche Tische und Stühle aufgestellt werden. Das freut uns genauso wie die Organisatoren, Felix Lenzeder, den Obmann des Siedlervereins Vorchdorf und das Team der Öffentlichen Bibliothek mit Schriftführerin Gertraud Ausserhuber und Obmann Bernhard Ablinger.

Letzterer begrüßt und eröffnet den Abend. Und dann ist es an uns, die Schönheiten Friaul Julisch Venetiens in Bild und Text den über 100 Gästen nahezubringen. Wir lesen aus den Büchern „Unser Friaul“, „Friaul erleben“, und „Unsere Friaul-Rezepte“, aber auch aus der von uns geschriebenen, umfangreichen Zeitschrift „Terra friulana“ und zeigen dazu viele Fotos. Die Region als Schnittpunkt der Völker und einziger Landstrich Europas, in dem der romanische, der deutsche und der slawische Kulturkreis aufeinander treffen, rückt ganz nahe. Wir spüren es gleich: da entsteht beste Stimmung.

Daran haben nach der Lesung auch Paolo und Fabiola Ferrin mit ihren Weinen großen Anteil. Die Weine werden von den Gästen heftig verkostet und lösen Begeisterung aus. Je ein Gmundner Keramikteller mit schokoladenen „Schwanenküssen“ für Gisela und Fabiola und je eine Riesenflasche Starkbier aus der Vorchdorfer Schlossbrauerei Eggenberg für Franz und Paolo sind ein wunderbares Danke, überreicht von Felix Lenzeder. Unter den Gästen übrigens auch das Ehepaar Gillesberger aus Ebensee, auf dessen Initiative wir ja in den vergangenen Jahren dort auch schon Friaul-Abende gestalten durften. Ein rundum feiner Abend!

Am Donnerstag Vormittag erforschen wir gemeinsam mit Paolo und Fabiola noch ein wenig Vorchdorf. Rudi Hüttner, der Obmannstellvertreter des örtlichen Heimat- und Kulturvereins, hat sich Zeit genommen, um uns durch das Heimatmuseum im Schloss Hochhaus zu führen. So erfahren wir noch vielerlei über den Ort. Wir haben Glück, denn in den kommenden Tagen werden die vielen Schaustücke verpackt und das Museum wird geschlossen und abgesiedelt. Hoffentlich öffnet es bald an anderer Stelle wieder die Pforten, alles andere wäre ein Verlust! Die Sonne strahlt vom Himmel, da bietet sich ein Mittagsausflug ins nahe Gmunden an. Der Traunsee leuchtet in dunklem Blau und ein Spaziergang auf der Promenade wärmt das Herz.

Unser Friaul-Vortragsabend in Laakirchen ist dann eine ebenso tolle Sache wie der zuvor in Vorchdorf. Laakirchen ist ja Partnergemeinde des friulanischen Gemona, also sind hier die Beziehungen dorthin besonders eng. Georg Brenda, Leiter der Kulturabteilung der Stadtgemeinde Laakirchen, hat – wie schon bei unserer Friaul-Lesung vor zwei Jahren – wieder alles wunderbar vorbereitet. Johann Lackerbauer, der diesen Abend mitinitiiert hat, begrüßt uns und die Ferrins auch gleich überschwänglich. Lackerbauer ist ja wie sein Freund Josef Thallinger Ehrenbürger von Gemona, denn beide haben in Laakirchen nach den furchtbaren Erdbeben in Friaul vor 40 Jahren viel Hilfe für Gemona organisiert.

Der für Kultur zuständige Stadtrat Heinz Stadlmayr begrüßt die Gäste, auch hier sind an die 100 Zuhörer gekommen. Bürgermeister Fritz Feichtinger hat sich auch nicht nehmen lassen, dabei zu sein, genauso Vizebürgermeister Simon Kreischer. Wir stellen an diesem Abend unsere deutschsprachige Ausgabe der Zeitschrift „Terra friulana“ näher vor und ziehen erzählend und lesend den Bogen von Triest bis Gemona. Das umfangreiche Kapitel, das wir über die Erdbeben des Jahres 1976 und ihre Folgen geschrieben haben, ist für die Laakirchner natürlich besonders interessant, weil die Stadt ja – wie erwähnt – in Hilfsaktionen stark engagiert war und sich daraus in der Folge eine Gemeindepartnerschaft mit Gemona entwickelt hat. So rücken die beiden Orte ja mit vielfältigen Aktivitäten nahe aneinander. Mit Blumen und Birnenschnaps sagen Bürgermeister Feichtinger und Stadtrat Stadlmayr nach dem Vortrag uns und den Ferrins ein großes Danke.

Nun liegt die önologische Gestaltung des Abends wieder in den Händen von Paolo und Fabiola Ferrin. Ihre Weine sind hier natürlich auch ungemein beliebt. Aber es ist diesmal noch ein friulanischer „Kulinarik-Botschafter“ mit dabei: Beppo Rugo und sein Sohn Mattia erfreuen mit ihren hausgemachten Köstlichkeiten die Gaumen der Gäste. Prosciutto crudo, Salame, verschiedensten Käse haben sie mitgebracht, alles wirklich fein, wir haben natürlich auch gekostet. Rugo ist übrigens Stammgast am Laakirchner Markt, wo er regelmäßig seine Produkte anbietet.

Wir sagen ganz herzlich danke an alle, die diese beiden genussvollen Abende in Laakirchen und Vorchdorf möglich gemacht haben!

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