Archiv für März, 2017

Unser „Wachau“-Buch:
Ein tolles Fest im ORF NÖ

Geschrieben von Franz Hlavac. Geposted in Aktuelles, Das waren unsere Lesungen, Niederösterreich Tagebuch

Ein Fest, das alle Stückerln gespielt hat – das war die Erstpräsentation unseres Buches „Rund um die Wachau. Entdeckungen beiderseits der Donau“. Sogar die künftige Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner gab uns die Ehre. ORF-NÖ-Landesdirektor Norbert Gollinger hat in seinem Landesstudio in St.Pölten diesen Abend möglich gemacht.

Etwa 100 Gäste drängen sich an den Stehtischen, Moderatorin Inge Winder kann jede Menge Prominenz begrüßen. Auch der Geschäftsführer unseres Verlages Styria Mag.Matthias Opis ist gekommen, gemeinsam mit unserer Lektorin Mag.Elisabeth Wagner. Christine Saahs vom Weingut Nikolaihof in Mautern hat zur Verfeinerung des Abends für die Gäste ihren wunderbaren Wein mitgebracht.

Unser neues Buch ist da:
„Rund um die Wachau“

Geschrieben von Gisela & Franz. Geposted in Aktuelles, Bücher, Küche, Niederösterreich Tagebuch, Weinempfehlungen

Es ist jedes mal wieder ein Glücksgefühl, wenn wir ein neues Buch in Händen halten, an dem wir lange gearbeitet haben. Diesmal haben wir die Wachau und besonders auch ihr Hinterland erforscht: „Rund um die Wachau. Entdeckungen beiderseits der Donau“ (Styria Verlag) ist unser siebentes Buch in sieben Jahren! Hoffentlich mögen es unsere Leser genauso wie wir!

190 Seiten voller Überraschungen sind es geworden. Denn auch wenn viele glauben, das Weltkulturerbe Wachau zu kennen, so lässt sich dennoch viel Verborgenes abseits bekannter Pfade entdecken. Das verknüpft sich mit all dem Genussvollen, das man doch an der Wachau geradezu voraussetzt. Es waren eineinhalb spannende Jahre, in denen wir diese Gegend mit Eifer erforscht haben, zweifellos eine der schönsten Landschaften Österreichs.

Der Dunkelsteinerwald und das Südufer mit der Römerstadt Mautern, der Nibelungengau im Westen der Wachau, das Nordufer mit den Highlights von Spitz über Weissenkirchen und Dürnstein bis Krems, aber dort auch das Ysper- und das Weitental, der Jauerling, die Hügel des südlichen Waldviertels – all das hat eine mehr als reizvolle Mischung aus Kultur- und Naturschätzen zu bieten. Gar nicht zu reden von der Kulinarik und den herrlichen Weinen, die sich beiderseits der Donau finden lassen.

Und wie es der Zufall so wollte, hielten wir an genau jenem Tag das erste Buch in der Hand, an dem beim Restaurant und Weingut Jamek in Joching im Herzen der Wachau der Weinjahrgang 2016 vorgestellt wurde, begleitet von einem Degustationsmenü. So haben wir dort unser fertiges Buch gleich gefeiert. Selbstverständlich kommt der Jamek im Buch auch vor.

Die gebeizte Lachsforelle mit Radieschen, Gurke und schwarzem Sesam, die Schwarzwurzeln mit den sauren Rüben, die gebratene Wachtelbrust mit Orangenpolenta, die rosa Beiriedschnitte mit Petersilien-Canelloni und geschmorter Urkarotte waren ein mehr als würdiges Festmenü.

Und natürlich haben wir unter den 2016er Weinen gleich wieder Favoriten ausgemacht: den Vierblattl Gelber Muskateller, den Ried Pichl Riesling Federspiel, den Ried Achleiten Grüner Veltliner Federspiel und den Ried Hochrain Weißburgunder. Die Fassproben vom Ried Liebenberg Grüner Veltliner Smaragd und dem Freiheit Riesling Smaragd geben Anlass zu besten Aussichten.

„Der 2016er hat weniger Säure und mehr Frucht als erwartet, aber die Menge ist geringer“, erläutert Herwig Jamek und erinnert an den Frost Ende April 2016, dem in vielen Weingärten 80 % der jungen Triebe zum Opfer gefallen waren. Der zweite Nachtrieb habe dann beim Veltliner doch noch Trauben gebracht, beim Weißburgunder in den betroffenen Rieden nicht. Und auch die Ernte sei schwierig gewesen. Wegen des vielen Regens habe die Lese 13 mal abgebrochen werden müssen. Gebläse zum Trocknen der Trauben seien eingesetzt worden. Wie auch immer: Trotz all dieser Hürden ist der Jamek-Wein 2016 wieder ein Genuss.

Unser Buch wird übrigens am 30.März im ORF-Landesstudio Niederösterreich in St.Pölten zum ersten Mal präsentiert. Details in unserer Rubrik „Lesungen“.

Ristorante Da Toni / Gradiscutta:
Fixstern am Gourmethimmel

Geschrieben von Gisela & Franz. Geposted in Aktuelles, Friaul-Tagebuch, Küche, Lokal-Empfehlungen in Friaul

„Das Restaurant ‚Trattoria Da Toni’ und die ‚Unione Ristoranti del Buon Ricordo’ beehren sich zur Präsentation einer neuen Spezialität einzuladen: ‚Guancia di vitello al Refosco’, also Kalbswange in Refosco-Sauce. Wem – wie uns – die Ehre solch einer Einladung widerfährt, weiß, dass er einen wunderbaren, höchst genussvollen Abend vor sich hat. Genau so war es auch!

Der Padrone des Ristorante ‚Da Toni’ in Gradiscutta di Varmo Aldo Morasutti steht für perfekte Gastlichkeit und begrüßt herzlich die zahlreichen Gäste des Abends, darunter der extra aus Mailand angereiste Präsident der ‚Unione Ristoranti del Buon Ricordo’ Ovidio Mugnai. Der Bürgermeister der Gemeinde Varmo, zu der der Ort Gradiscutta gehört, Sergio Michelin, ist mit seiner Gattin ebenfalls gekommen, außerdem andere Prominenz der Gegend und etliche Journalisten. Die einzigen nicht-friulanischen Journalisten sind wir. An den großen, edel gedeckten Tischen herrscht von Beginn an gute Laune, nicht nur, weil die Speisekarte jede Menge Köstliches verspricht.

Das Ristorante ‚Da Toni’ ist seit Jahrzehnten ein Fixstern am Gourmethimmel und über Friaul hinaus bekannt. Als Mitglied der ‚Unione Ristoranti del Buon Ricordo’ ist es Teil einer Gruppe von Top-Restaurants, die sich der Pflege der traditionellen, regionalen Küche auf höchstem Niveau verschrieben haben. Gegründet wurde diese italienweit agierende Vereinigung 1964. Die Mitglieder verpflichten sich die typische Küche der Region anzubieten und das ganze Jahr über eine besondere Spezialität mit Tradition auf der Speisekarte zu haben. In Friaul Julisch Venetien sind lediglich 10 Restaurants Mitglieder dieser Union. Das Ristorante Da Toni in Gradiscutta ist eines der traditionsreichsten.

Und schon geht es los mit den Gaumenschmeichlern: Als Vorspeise werden Spargelspitzen mit einer hauchdünnen Scheibe Gänseleber und Wachtelei serviert. Padrone Morasutti weist darauf hin: diese Spargelspitzen sind die ersten der Saison und im Nachbarort Belgrado di Varmo in der Azienda ‚Tenuta Dibelgrado’ gewachsen. Wir wundern uns: Jetzt schon Spargel? Nachdem die Besitzerin des Betriebes Serena Governo und ihr Mann bei uns am Tisch sitzen, ist diese Frage rasch beantwortet. Es sei eine besonders frühe Sorte und da seien wirklich die allerersten Spitzen für diesen Abend gestochen worden. An sich – so erläutert uns Signora Governo – geht die Verkaufssaison erst in zwei, drei Wochen los.

Der nächste Gang ist eine ‚Mignestre misturade’, also eine ‚gemischte Suppe’ mit Gemüse und verschiedenstem Fleisch drinnen – bis hin zu feinen Kuttelstreifen. Solche Suppen, so erläutert uns die Gattin des Bürgermeisters, seien in der Vergangenheit als nahrhafter Eintopf in den Familien auf den Tisch gekommen. Die jetzt servierte Variante ist natürlich eine modernisierte, aber sehr geschmackvolle.

Womit das Menü nun bei jener Hauptspeise angekommen ist, die als neue Spezialität des Hauses ‚Da Toni’ präsentiert wird: Guancia (auch Guanciale) di Vitello, also die Kalbswange, ist butterzart und die Sauce mit Refosco, einem typischen Rotwein des Friaul, zubereitet. Dazu fein gesäuerte weiße Rüben in kleinen Würfeln, eine edle Variante der im Friaul so beliebten ‚Brovada’. Alles zusammen ein Gedicht! Doch Padrone Aldo Morasutti ist es an diesem Abend ein Anliegen, auch noch jene Spezialität zu servieren, für die das ‚Da Toni’ seit vielen Jahren berühmt ist und die seine erste ‚Buon Ricordo’-Spezialität war: Am Spieß gebratene ‚Germano reale’, also Wildente, hier ‚Masurin’ genannt.

Zu all diesen Köstlichkeiten werden feine, friulanische Weine eingeschenkt: Vom Spumante Brut Riserva von Vigneti Pittaro bei Codroipo als Aperitiv über einen Chardonnay 2015 von Benincasa aus Spessa di Cividale, einen Refosco 2013 von Gori aus Nimis, ein Rosso (aus Merlot-, Cabernet Franc- und Cabernet Sauvignon-Trauben) von Picech aus Pradis bei Cormons und als Süßwein zum Dessert ein Verduzzo 2015 vom Weingut Luisa aus Mariano del Friuli.

Apropos Dessert: Das ist ein kleines Kunstwerk für Augen und Gaumen aus zartestem Apfelkuchen und Vanilleeis. Padrone Morasutti bittet seine Küchenmannschaft mit Küchenchef Marco Liani sowie Alex und Alessio vor den Vorhang, ebenso die Service-Crew. Er kann stolz sein auf seine Mannschaft. Alle haben sich den großen Applaus der Gäste mehr als verdient.

Ab nun ist also die Speisekarte des Ristorante ‚Da Toni’ um die Spezialität „Guancia di vitello al Refosco“ reicher. Derlei Neuerung wird traditionellerweise in der ‚Unione Ristoranti del Bel Ricordo’ mit einem bunten Teller dokumentiert. Den bekommen am Schluss noch alle Gäste mit nach Hause.