Archiv für Mai, 2017

Wachau-Lesung bei Thalia Wien Landstraße

Geschrieben von Franz Hlavac. Geposted in Aktuelles, Das waren unsere Lesungen, Menschen

Die Thalia am Beginn der Landstraßer Hauptstraße in Wien, kurz W3 genannt, ist sicherlich eine der schönsten und größten Buchhandlungen in Wien. Dort durften wir unser Buch „Rund um die Wachau“ vorstellen. Mehr als 70 Zuhörer sind gekommen.

Professionell vorbereitet von Mag. Raphael Foltyn ist es ein besonders erfolgreicher Leseabend. Vom Anlegen der Headset-Mikrophone bis zum Aufstellen zusätzlicher Stuhlreihen wegen der zahlreichen Gäste – alles klappt bestens. Bekannte und Freunde geben uns die Ehre, viele ehemalige ORF-Kollegen sind gekommen, von Fritz Orter und Joana Radzyna bis Wolfgang Buchner mit seiner Frau Carina oder Ingeborg Endrödy, Dominik Grünner, Elfi Flossmann mit ihrem süßen Hund Murphy, weiters Kurt Pascher und Robert Stoppacher.

Eine zweite Gruppe der Gäste sind ehemalige Schulkollegen von Franz. Denn Andreas Lischka hat den Abend auch zu einem kleinen Klassentreffen erklärt. Und so kommen etliche Altschotten, die mit Franz die Gymnasiumsbank gedrückt haben. Aber auch uns ganz unbekannte Zuhörer lauschen konzentriert, ersuchen uns anschließend um Unterschriften ins Wachau-Buch und teilen uns mit, dass sie trotz langjähriger Wachau-Kenntnis bei der Lesung etliches Unbekannte erfahren haben. Das freut uns natürlich und wir sind sicher, dass die Betreffenden bei Lektüre des Buches noch viel anderes finden, das sie zuvor nicht wussten.

Nach der Lesung gibt es noch einen Alt-Schotten-Umtrunk in der Bar des nahen Hotels Hilton. Eine feine Abrundung des Abends!

Auszeichnung für Winzerfamilie Komjanc

Geschrieben von Franz Hlavac. Geposted in Aktuelles, Wein

„Wir sind mit dem Gran Premio Noè ausgezeichnet worden!“ Unsere Winzerfreunde Roberto Komjanc und seine Frau Raffaella freuen sich sehr. Die Familie Komjanc, also das Weingut von Vater Alessio Komjanc und seinen Söhnen, sowie das Weingut Simon Komjanc haben einen der renommiertesten Weinpreise von Friaul Julisch Venetien erhalten. Ein toller Erfolg! Wir gratulieren!

Vergangenen Samstag fand diese Verleihung im Nuovo Teatro Comunale in Gradisca d’Isonzo statt. Der Gran Premio Noè wird – im Zusammenwirken des Landes, der Gemeinde Gradisca und der Regional-Vinothek ‚La Serenissima’ – seit 1965 in verschiedenen Kategorien verliehen, für die besten Weine ebenso wie an Weingüter beziehungsweise Persönlichkeiten, die sich um die Weinwelt Friaul Julisch Venetiens besonders verdient gemacht haben. „Quasi un ‚oscar’ alla crème della crème dell’universo enoico regionale“, also quasi ein Oscar für die Creme della Creme der regionalen Weinwelt, so heißt es in der Tageszeitung „Messaggero Veneto“. Die Familie Komjanc, also Vater Alessio und seine Söhne Patrick, Ivan und Roberto, sowie vom anderen Familienzweig Simon Komjanc konnten dieses Jahr von Stefano Cosma, Journalist, Organisator und Direktor des ‚Gran Noè’ die Auszeichnung entgegennehmen.

Die Begründung: die Familie ist seit der zweiten Hälfte des 19.Jahrhunderts konstant präsent als Erzeuger qualitätvoller Weine. So wurde bereits 1888 von einer Kommission in Gorizia ein Wein von Florjan Komejanc aus San Floriano mit der maximalen Punktezahl ausgezeichnet. Das Weingut Alessio Komjanc sammelt gegenwärtig regelmäßig Auszeichnungen und ist seit 2015 im renommierten Weinführer ‚Vini d’Italia – Gambero rosso’ vertreten. Der Friulano ist mehrfach preisgekrönt. Und der Malvasia 2016 hat erst vor kurzem die Silber-Medaille bei einer Weinmesse in Kroatien bekommen. Die Zusammenarbeit mit einem der renommiertesten Önologen Italiens, Gianni Menotti, hat das Weingut in seiner Entwicklung stark unterstützt. Das neueste Produkt des Weingutes ist der ‚Bratje’, ein gemischter Satz aus Riesling, Chardonnay und Weißburgunder. Auch er ist wie die anderen Komjanc-Weine ein Erfolg. In Österreich vertreten Roberto Komjanc und seine Frau Raffaella das Weingut regelmäßig beim Friaul-Weintag, den Wolfgang Obermaier im Winter organisiert. Und sie sind auch sonst auf mancher Veranstaltung in Österreich präsent.

Wir gratulieren der Familie Komjanc ganz herzlich zum ‚Gran Premio Noè’ und freuen uns wie viele andere auf viele genussvolle Stunden mit ihren Weinen!

Ein Künstlerehepaar aus Venedig
stellt im Weingut Ferrin aus

Geschrieben von Gisela & Franz. Geposted in Aktuelles, Friaul-Tagebuch

Beide stammen aus Venedig, beide schreiben Romane und beide malen qualitätvolle Bilder: Das Künstlerehepaar Federica Ravizza und ihr Ehemann Salvatore Errante Parrino stellt derzeit eine Auswahl von Arbeiten im Weingut Ferrin aus. Sonntag Abend wurde die Ausstellung eröffnet.

Schwungvoll durchschnitt Errante Parino zu Beginn der Vernissage das Band an der Tür und gab so den Weg frei in den Verkostraum, wo seine Bilder und die seiner Frau nun hängen. Ein riesiger Rosenstrauß für Federica gehörte auch zur Eröffnung. Harmonisch fügen sich hier die Frauenfiguren zusammen mit den Stillleben und den Landschaften, alle Bilder gemeinsam geben dem Raum etwas besonders Edles.

Federica und ihr Mann Salvatore (von Freunden Dodo genannt) sind in ihrer Kreativität unglaublich vielseitig. Das leben sie besonders dann aus, wenn sie ihrem Wohnort im touristenüberfüllten Venedig entfliehen und in ihrem Haus in Santa Marizza, einem Ortsteil von Varmo, in ländlicher Ruhe arbeiten. Federica konzentriert sich derzeit auf sensible Frauendarstellungen, Dodo auf die Landschaft der Umgebung mit ihren Villen. „Ich finde jetzt im Alter immer mehr zum geometrischen Stil meiner Jugend zurück“, erzählt er. Federica ist im Pinselstrich weicher. Immer wieder entstehen auch Werke, an denen beide gemeinsam arbeiten. Erst unlängst hat uns Valentino Bert in seiner Trattoria Da Bepo, nicht weit von den Ferrins entfernt, einen Raum gezeigt, wo Federica und Dodo gemeinsam eine stimmungsvolle Landschaft auf eine riesige Wand gemalt haben. Spannend ist zweifellos für die beiden der künstlerische Prozess, spannend ist dann ebenso das Ergebnis für den Betrachter.

Da dieser Eröffnungsabend so warm war wie ein feiner Sommerabend, wurde dann vor dem Haus so manches Glas geleert, der Putenbraten mundete den Gästen (inklusive dem Bürgermeister von Varmo Sergio Michelin) ebenso wie Fabiolas Reis-Salat. Die Ferrins haben sich auch bei dieser Gelegenheit als wunderbare und kunstsinnige Gastgeber erwiesen.

Villacher KulTour im Friaul

Geschrieben von Gisela & Franz. Geposted in Aktuelles, Friaul-Tagebuch, Menschen

Jetzt, in der schönsten Jahreszeit, wo nicht nur die Rosen prächtig blühen im ganzen Friaul, haben uns 58 Villacherinnen und Villacher besucht. Die überaus aktive Abteilung Kultur der Stadtgemeinde Villach mit Leiter Christian Sturm und mit Nicole Heuberger hat eine KulTour organisiert, die wir an einige besonders interessante und schöne Orte führen durften.

Programmpunkt Nr.1 führt nach Moruzzo zum Castello Brazzà. Vorweg ist aber noch nebenan im Agritourismo La Roncolina Stärkung durch Cappuccino und Signora Ornellas wunderbare Kuchen angesagt. Sie und ihr Sohn Carlo sind aufmerksame Gastgeber und mancher der Gruppe hat Lust bekommen, in La Roncolina einmal ein paar Tage zu verbringen.

Ein paar Schritte weiter erwartet uns im Spazio Brazzà (wie das ganze historisch so bedeutsame Anwesen genannt wird) Verwalterin Gina Van der Westhuizen. Im Museum lässt sich viel spannende Geschichte entdecken: von der mittelalterlichen Vergangenheit des Castello Brazza als Sitz der Familie Savorgnan (eine der mächtigsten Adelsfamilien im Friaul) über den faszinierenden Entdecker Pietro Brazza Savorgnan, der im 19.Jahrhundert in Afrika unterwegs war und Gründer der nach ihm benannten Hauptstadt des Kongo Brazzaville war, bis in die jüngere Vergangenheit des jetzigen Besitzers Corrado Pirzio-Biroli, dessen Vater von den Nazis ermordet wurde, weil er am Stauffenberg-Anschlag auf Hitler beteiligt war, und vieles mehr.

Obwohl sich schon dunkle Gewitterwolken zusammenballen, ist noch ein Spaziergang durch den weitläufigen Park angesagt, wo die riesigen, an die 40 Meter hohen Tulpenbäume (Liriodendron tulipifera) alle begeistern. Die Villa bietet dann – von Rosen umrahmt – noch einen malerischen Hintergrund für ein Gruppenfoto.