Archiv für Juni, 2017

Wachau-Highlights zur Sonnenwende

Geschrieben von Gisela & Franz. Geposted in Aktuelles, Küche, Menschen, Wein

Ein Wachau-Ausflug am Sonnwend-Wochende mit allem was dazu gehört – das haben wir mit unseren friulanischen Freunden Ferrin genossen. Paolo und Fabiola sind durch unser Wachau-Buch auf diese wunderbare Landschaft neugierig geworden, auch weil sie als Winzer der Weinbau der Wachau interessiert. Und so haben wir sie eingeladen, mit uns diese Tage in der herrlichen UNESCO-Welterbe-Gegend zu erleben.

Wenn man von Wien aus in die Wachau fährt, dann drängt sich für einen ersten Blick von oben auf die Donau das prächtige Stift Göttweig auf. So ist schon einmal ein erster Eindruck möglich – für uns, die wir die Gegend ja viel bereist haben, und für die Ferrins, die das erste Mal da sind.

In Mautern gilt es die größte erhaltene Römer-Mauer nördlich der Alpen zu bestaunen, ehe es uns zum Weingut Nikolaihof zieht. Dort ist die Gastfreundschaft von Chefin Christine Saahs wie immer großartig, sie zeigt den herrlichen Weinkeller mit Teilen von Römerbauten. Paolo und Fabiola sind ganz begierig darauf, möglichst viel über den streng nach Demeter-Regeln geführten Bio-Betrieb Nikolaihof zu erfahren. Dass die probierten Weine ausgezeichnet sind, überrascht niemanden.

Am Abend wird’s dann ernst mit der berühmten Sonnenwende in der Wachau. Wir erleben sie auf dem Schiff ‚MS Austria’ der ‚Brandner Schiffahrt’. Fabiola und Gisela haben dem Anlass entsprechend Dirndln angezogen. Barbara Brandner und ihr Mann Wolfram Mosser begrüßen uns beim An-Bord-Gehen in Krems-Stein und verwöhnen uns auch während der ganzen abendlichen Fahrt. Gäste sind auf den Brandner-Schiffen ja bei jeder Gelegenheit hervorragend aufgehoben.

Bei der Fahrt nach Spitz ist sowohl die Landschaft ein Genuss als auch das Abendessen an Bord. Und als es dann dunkel wird, starten die Feuerwerke rund um Spitz. Dieses Jahr können wegen der Trockenheit keine Feuer auf den Hügeln und keine Fackeln in den Weingärten entzündet werden, die Feuer und Feuerwerke finden alle direkt am Fluss statt. Das Erlebnis ist auch so unvergleichlich. Ein einziges Fest an der Donau ist das, die ganze Strecke von Spitz bis Stein! Die ganze Retourfahrt leuchten der Himmel und der Fluss gleichermaßen, warm ist es wie im Hochsommer. Zum Ausklang wird noch einmal mit den Brandners angestoßen. Danke an Barbara und Wolfram Brandner-Mosser, dass sie uns diesen Abend zu einem unvergesslichen Erlebnis haben werden lassen.

Am nächsten Vormittag hat die Wachau gleich auch ihr weiteres Markenzeichen zu bieten: Die ersten Marillen sind reif! Die frühe Sorte Aurora leuchtet schon aus manchem Marillengarten: Unsere Geschmacksüberprüfung ergibt: Wunderbar!

Dann ist das Stift Melk unser Ziel. Dass Umberto Eco sich für seinen Roman ‚Der Name der Rose’ von diesem Ort inspirieren ließ, ist ein schöner Einstieg in unsere Erläuterungen für Paolo und Fabiola. Der Stiftshof, die Räumlichkeiten mit dem Museum, die einzigartige Bibliothek, die imposante Kirche, der gepflegte Garten mit dem Pavillon samt illusionistischen Fresken bilden ein vielfältiges Ganzes, das die Besucher in den Bann zieht.

Wenn man in der Wachau ist, dann muss man auch einmal mit einer Rollfähre das Ufer wechseln. Wir lassen uns auf diese Weise von Arnsdorf am Südufer nach Spitz am Nordufer transportieren. Der Bootsführer erklärt, wie so eine Fähre funktioniert und Paolo darf für ein Foto sogar kurz Kapitän spielen.

Jetzt ist Zeit für einen Aperitiv, nein, besser für eine kleine Weinkost im Hause Lagler in Spitz. Der Chef Karl Lagler ist überrascht über den Besuch der Winzerkollegen aus dem Friaul, nimmt sich aber sofort die Zeit, über die harte (maschinenlose) Arbeit auf den steilen Weinterrassen zu berichten. Veltliner, Riesling und Sauvignon werden verkostet. Lauter Gaumenfreuden! Paolo übergibt – so wie auch anfangs bei Nikolaihof – Ferrin-Wein zum Probieren, was Karl Lagler sichtlich freut. Weinkultur-Austausch.

Nun beginnen die Mägen zu knurren. Einen Tisch haben wir im Loibnerhof in Unterloiben bestellt. Ein paar Wolken schicken Regentropfen, also können wir nicht im schönen Garten essen. Aber ein Veltliner der Familie Knoll tröstet uns darüber hinweg.

Wieder ein Stückchen stromaufwärts muss natürlich noch Weissenkirchen besichtigt werden. Nicht nur die interessante Wehrkirche, auch die dahinter liegenden Weingärten werden inspiziert: die Reben, die Trockenmauern, die Terrassen – eine ganz andere Weinwelt, als Paolo und Fabiola sie kennen. Spannend, finden beide.

Der Sonntagnachmittag neigt sich dem Ende zu, aber man kann kein Wachau-Wochenende beschließen, ehe man nicht auch noch Dürnstein besucht hat. Die vorgerückte Nachmittagsstunde hat einen großen Vorteil: jetzt drängen sich keine Reisegruppen mehr durch den malerischen Ort, in der Kirche und auf der Aussichtsterrasse unterhalb des blauen Barock-Turms. Kurz vor der ‚Sperrstunde’ der Bäckerei Schmidl ergattern wir noch ein paar Original-Wachauer-Laberln. So können Paolo und Fabiola – abgesehen von etlichen Weinen – noch ein Stückchen Wachau zurück ins Friaul nehmen.

Wachau-Lesung bei Frick am Graben

Geschrieben von Franz Hlavac. Geposted in Aktuelles, Das waren unsere Lesungen

Die Wiener Innenstadt glüht an diesem Abend. 35 Grad zeigt das Thermometer! Wer da zu einer Lesung in eine Buchhandlung kommt, ist wirklich ein Fan. Etliche davon konnten wir bei der Lesung aus unserem Buch „Rund um die Wachau“ in der Buchhandlung Frick am Graben begrüßen, ehemalige ORF-Kolleginnen, Facebookfreunde, Friaulfans, die nun auch auf unser Wachau-Buch neugierig sind.

„In unserem Veranstaltungsraum hält die Klimaanlage die Temperatur im angenehmen Bereich“, ist Filialleiterin Martina Wallner zufrieden. Und tatsächlich sind die schwitzend ankommenden Gäste nach kurzer Zeit deutlich entspannter: „Hier ist es angenehm!“ Und so können wir entspannt mit dem Hinweis einsteigen, dass ja am nächsten Tag, dem Samstag, in der Wachau die traditionellen Sonnwendfeuer stattfinden werden, angesichts der Trockenheit aber mit viel Vorsicht und wohl auch mit mancher Einschränkung. Aber auch unsere Schilderungen des ruhigen Spitzer Grabens, der Isperklamm oder des Dunkelsteinerwaldes lassen angenehme Kühle zumindest in den Köpfen entstehen. Ganz aufmerksam wird aber auch anderen Entdeckungen in der Wachau und dem Hinterland gelauscht. Gerne schreiben wir danach Widmungen in erworbene Bücher.

Und wohl nicht nur bei uns wächst schon die Vorfreude auf die Sonnwendfeiern und –feuer in der Wachau am Samstag!

Wachau-Lesung bei Thalia Amstetten

Geschrieben von Franz Hlavac. Geposted in Aktuelles, Das waren unsere Lesungen

Eine kleine, feine und sehr fröhliche Veranstaltung ist da in Amstetten gelungen. In der Buchhandlung Thalia am Hauptplatz hatten wir und die Zuhörer viel Spaß bei unserer mit vielen Bildern illustrierten Lesung aus dem Buch „Rund um die Wachau. Entdeckungen beiderseits der Donau“. Und auch einen Rekord gab’s dabei: die jüngsten Besucher aller unserer Lesungen!

An diesem heißen Abend kommt bei Thalia in Amstetten viel Freude auf, nicht nur bei Filialleiterin Doris Schweiger, sondern auch bei uns und dem Publikum. Wir sind über die Wachau nach Amstetten gefahren und haben so gleich wieder ein bisschen aktuelle Stimmung dieser wunderbaren Gegend getankt. Die haben wir an unsere Zuhörer weitergegeben. Dass wir drei Tage vor den diesjährigen Sonnwendfeuern in der Wachau genau darüber auch gesprochen und gelesen haben, ist selbstverständlich. Freude haben wir aber auch über liebe Bekannte als Besucher: die Tischlerfamilie Stöllnberger aus Losenstein/Oberösterreich ist gekommen. Und aus Melk haben Teresa Bundy und ihr Mann Martin Herbst ganz spezielle Freude mitgebracht: ihre gerade einmal fünf Wochen alten Zwillingstöchterchen Sophie und Fanny. Besonders reizende Babies! Und außerdem seit diesem Abend doppelte Rekordhalterinnen. Denn die Zwillinge sind nicht nur die jüngsten Besucherinnen, die Filialleiterin Schweiger je in ihrer Buchhandlung begrüßen konnte, sondern auch die jüngsten Zuhörerinnen, die jemals bei unseren Lesungen dabei waren. Gratulation an Teresa und Martin zu den beiden bezaubernden jungen Damen! Und danke, dass sie und die anderen netten Gäste sich an diesem Sommerabend von uns virtuell in die Wachau entführen ließen.