Die wunderbare Bergwelt von Forni Avoltri

Written by Gisela & Franz. Posted in Aktuelles, Friaul-Tagebuch

Ganz oben in den Bergen Karniens, wo Österreich und die benachbarte italienische Region Veneto schon ganz nah sind, liegt Forni Avoltri, die nördlichste Gemeinde Friauls. Von Tolmezzo aus führt die Straße entlang des Flusses Degano etwa 50 Kilometerweit ins Gebirge, dann ist der Ort erreicht. Blauer Himmel, trockene, warme Bergluft, blühende Bergwiesen – all das macht auch diesen Teil Karniens zu einem beliebten Sommererholungsgebiet, vor allem auch für viele, die der schwülen Hitze der oberitaienischen Ebene entfliehen wollen.

Es lässt sich nicht nur angenehm durch das Zentrum von Forni Avoltri oder eine kleine Schlucht spazieren, die der Degano bildet. Auch der Ortsteil Pierabech etwa drei Kilometer nördlich darf nicht unbeachtet bleiben. Denn von dort kommt etwas, das wohl jeder Friaul-Besucher schon einmal getrunken hat: Das bekannte Mineralwasser Goccia di Carnia. Auf einer Höhe von 1370 Meter entspringt die Quelle Fonte di Fleons, eine Milliarde Liter Wasser kommt mit konstanter Temperatur von 6,3 Grad pro Jahr aus dem Felsen. Ein flacher Betonbau weiter unten in Pierabech auf etwa 1000 Meter birgt die Abfüllstelle für bis zu 1 Million Flaschen pro Tag. Lastwagen werden beladen und rollen die schmale Straße hinunter ins Tal, um das beliebte, frische Nass im ganzen Land zu verteilen.

Noch etwa einen Kilometer weiter hinten im Tal „blüht“ Fior di Pesco Carnico , die karnische Pfirsichblüte. Diesen Namen hat der Marmor, der hier abgebaut wird, wegen seinen zartrosa Tönungen. Aber auch von gelblichen und grünlichen Adern ist der Marmor durchzogen. Eisen- und Mangangehalt sind die Ursachen dafür. Sowohl außen als auch in Tunnels, die ins Berginnere führen, werden die Marmorblöcke abgebaut, schon seit dem Mittelalter. Damals wie heute ist der Fior di Pesco ein gesuchtes, wertvolles Baumaterial.

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