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Tag des Friauler Weins 2019
Bald geht es los!

Geschrieben von Franz Hlavac. Geposted in Aktuelles, Wein, Weinempfehlungen aus Friaul

Am kalten Jänner-Himmel ist der „Tag des Friauler Weines“ im Museumsquartier in Wien ein wärmender, überaus beliebter Fixstern. Am 22.Jänner 2019 (15 – 20.30 Uhr) ist es wieder soweit: Organisator Wolfgang Obermaier hat wieder viele interessante Winzer zum Weintag geholt. Mehr als 200 Weine von etwa 25 Winzern werden zum Verkosten bereitstehen.

Hier ein paar Beispiele von Winzern aus den verschiedenen Gegenden von Friaul Julisch Venetien, die beim Weintag dabei sind:

Das Weingut Zorzettig / Spessa di Cividale, geführt von der unglaublich energiegeladenen Winzerin Annalisa Zorzettig und ihrem Bruder Alessandro, ist eine wirkliche Perle in den Colli Orientali. Alle Weine spiegeln das wieder, besonders die Linie ‚Myò‘, die Annalisa besonders am Herzen liegt.

Das Weingut Valerio Marinig / Prepotto bei Cividale erfreut Weinkenner nicht nur mit dem für die Gegend typischen roten Schioppettino, die süßen Verduzzo und Picolit sind auch erfreuliche Weine zum Meditieren. Der frische Spumante dagegen macht herrlich munter.

Zu diesem Ereignis freuen wir uns auch auf den Besuch von “alten” Bekannten aus Prepotto wie Anna Muzzolini von Iole Grillo, Hilde Petrussa von Vigna Petrussa.

Das Weingut Komjanc Alessio / Giasbana di San Floriano del Collio befindet sich mit seinen Weinen auch seit Jahren in einem Höhenflug. Die Zusammenarbeit mit dem bekannten Önologen Gianni Menotti ist ein großer Erfolg. Der ‚Bratje‘ (Brüder) aus verschiedenen Weißwein-Sorten gekeltert ist Ausdruck des Miteinanders der Familie Komjanc.

Das Weingut Foffani / Clauiano nahe Palmanova macht seit Jahren besonders mit einem als Weißwein gekelterten Merlot auf sich aufmerksam. Diese Rarität hat Fans in der ganzen Welt gefunden! Clauiano steht übrigens auf der Liste der schönsten Dörfer Italiens.

Das Weingut I Magredi / Domanins liegt am Rand der außergewöhnlichen Landschaft der Magredi, die auch die Steppe von Pordenone genannt werden. Hier werden beliebte klare, mineralische Weine erzeugt, typisch für den Schotterboden des Gebietes.

Aber auch andere köstliche friulanische Produkte werden beim „Tag des Friauler Weines“ zu finden sein: Zum Beispiel die exquisiten Balsam-Essig-Essenzen der Balsameria Midolini aus Manzano, der zarte Prosciutto von La Glacere aus San Daniele del Friuli oder die aromatischen Grappa-Varianten der Distilleria Aquileia aus Aquileia.

Und natürlich sind wir mit unseren Büchern auch wieder dabei. Die Enogastronomie spielt ja darin auch eine wesentliche Rolle. Unser jüngstes Buch „Friaul für alle Jahreszeiten“ (Verlag Johannes Heyn) birgt ein ganzes Kapitel, in dem alle im Friaul angebauten Rebsorten beschrieben sind, die autochtonen und die internationalen, die viel angebauten und die raren Sorten – also jede Menge Hintergrundwissen für Weinliebhaber!

Mehr Infos finden Sie auf www.weintage.at

Italissimo Blog lobt unser Buch
„Friaul für Jahreszeiten“

Geschrieben von Franz Hlavac. Geposted in Aktuelles, Über uns geschrieben

Eigentlich verdienen die beiden ja schon längst einen Orden. Gisela Hopfmüller und Franz Hlavac kann man getrost den Titel von Informationsbotschaftern der Region Friaul im deutschsprachigen Raum verleihen. So versorgten Sie uns mit Friaulwissen in zwei Auflagen ihres Bestsellers „Unser Friaul“, „Friaul erleben“ und für mich als Genussmenschen und Hobbyherdakrobat mit dem Kochbuch „Unsere Friaul-Rezepte“.

Mit dem seit wenigen Wochen vorliegenden, äußerst handlichen und handschuhfachtauglichen (wichtig für den Entdeckungsreisenden) Band „Friaul für alle Jahreszeiten“ zerstückeln sie die Region in zwölf mit jeder Menge Kultur & Geschichte gespickten Reisehappen – oder Kulturwanderungen, wie es die Autoren selbst nennen.

Da werden jede Menge Begebenheiten aus den letzten 2000! Jahren aufgetischt, lustvoll Querverweise erstellt. Dies darf bei einem Pärchen, das aus einem studierten Zeitgeschichtler und einer ebensolchen Kunstgeschichtlerin besteht, nicht verwundern. Man spürt zwischen den Zeilen noch die Recherchelust und das Findenwollen von interessanten, kuriosen und oft überraschenden Details der Geschichte.

So erfährt man im Udine gewidmeten Kapitel von der Möglichkeit (ein genannter englischer Literaturprofessor forschte nach), daß die Vorlage der Romanfiguren Romeo und Julia nicht in Verona lebten und dort regelmäßig Balkonszenen inszenierten, sondern von zwei sich so gar nicht schmecken könnenden Adelsfamilien aus der Provinz Udine stammten und im wahren Leben Lucina und Luigi hießen. Diese „Gschichterln“, die womöglich keine sind, machen die Lektüre für mich trotz geballter Informationsflut sehr unterhaltsam und kurzweilig.

Oder, daß sich in einer Kirche in Valvasone eine originalgetreu restaurierte venezianische Orgel aus dem 16. Jahrhundert hinter von Pordenone gemalten Holztafeln versteckt. Bei der Recherche für meine Genussreisen hatte ich vor wenigen Jahren das Glück (oder vielmehr den Tourismusverantwortlichen von Pordenone bei mir) dieser Orgel lauschen zu dürfen – Gänsehautgarantie!

Die Kulinarik spielt dieses Mal keine ganz so prominente Rolle, dennoch finden sich vereinzelt Hinweise auf traditionelle Speisen und noch traditionellere Trattorien, wo man diese kosten könnte. Wandern macht bekanntlich hungrig. Als Genussmenschen mit festem Wohnsitz im Friaul (die sie nun einmal sind) konnten Sie aber kein Buch ohne sachdienliche Weinhinweise schreiben. Und so beschließt ein kleines Kapitel mit den Eigenheiten dieser unserer Weinsehnsuchtsregion das Buch, womit man bei Zwischenstopps beim Winzer gut vorgebildet um ein Glaserl bitten kann, zu dem sicher Formaggio und ein wenig Prosciutto gereicht werden .

Kontaktadresse: www.italissimo.at Rathausplatz 19/5 3400 Klosterneuburg