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Das erste Buch brachte soeben der Briefträger

Geschrieben von Franz Hlavac. Geposted in Aktuelles, Friaul-Tagebuch

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Sie ist bekannt und doch noch viel zu wenig entdeckt: Friaul, die nordöstlichste Region Italiens.

Wir, Gisela Hopfmüller & Franz Hlavac, haben dort seit mehr als 10 Jahren einen Wohnsitz und bereits vor zwei Jahren in dem Buch „Unser Friaul. Menschen.Feste.Gärten.Wein“ unsere Liebe zu der Gegend beschrieben. Dieses Buch war ein großer Erfolg !!!

Und so erzählen wir nun in unserem neuen Friaul-Buch, das auch im Styria-Verlag erschienen ist, Neues aus unserem „friulanischen Leben „. Wir haben wieder viel Unbekanntes, Interessantes und Feines erforscht und in Text und Bildern aufbereitet.

Faschingsdienstag in Varmo: Alles weiß !

Geschrieben von Franz Hlavac. Geposted in Aktuelles, Friaul-Tagebuch

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Es kommt nicht oft vor, dass Schnee in der friulanischen Ebene liegen bleibt. Diesmal doch ! Ein Vormittagsspaziergang zeigt unseren Ort in ungewohntem Bild. Nasser Schnee überall, im Zergehen begriffen, aber noch in Haufen am Straßenrand, als tropfender Überzug der Dächer, als glitzernde Fläche auf den Feldern und in unserem Weingarten. Mittags blinzelt schon wieder die Sonne durch die Wolken. Ein paar Stunden noch, dann ist es vorbei mit dem Gruß des Winters. „Achtung am Abend“, tönt es aus dem Fernseher. Wenn die Temperaturen sinken, droht das tauende Weiß auf den Straßen zum gefährlichen Eis zu werden. Aber in den nächsten Tagen soll es wieder wärmer werden.

Faschingsmontag in Venedig: Schneesturm !

Geschrieben von Franz Hlavac. Geposted in Aktuelles, Friaul-Tagebuch

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Fabiola und Paolo haben uns zu einem Nachmittagskonzert im Konservatorium von Venedig im Palazzo Pisani eingeladen. Schon bei unserer Ankunft pfeift ein scharfer Wind den Schnee waagrecht durch die Lagunenstadt. Gondeln, Brücken, Palazzi, Vaporetti – alles hat schon weiße Hauben. Die Witterung ist dem Carnevale feindlich gesonnen, kaum wagen sich Menschen in die Gassen. Der Palazzo Pisani wird besichtigt, er zeugt in seinem Inneren vom Geldmangel der Stadt. Das Konzert der Musikschüler macht Freude.

Und der Rückweg zur Garage am Piazzale Roma ist vom wilden Spiel der Elemente geprägt: Blitz, Donner, Schneesturm und die Sirenen, die das Hochwasser ankündigen, das gegen Mitternacht die Stadt heimsuchen wird. Da sind wir aber schon wieder zurück in Varmo, über die tiefwinterliche Autobahn fährt Paolo sicher nach Hause. Ein paar Stunden Venedig-Abenteuer

Faschingssonntag

Geschrieben von Franz Hlavac. Geposted in Aktuelles, Friaul-Tagebuch

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Faschingssonntag in Bertiolo, dem hübschen Ort in der friulanischen Ebene.

Ein strahlend sonniger, aber kalter Tag. Es ist nicht das erste Mal, dass wir mit unseren Freunden Daniela und Rosano zum Faschingsumzug fahren. Liebevoll sind die Gruppen kostümiert und die Wagen gestaltet.

Einer ist ein riesiger,  löchriger Käse mit vielen kleinen und großen Mäuschen drin, die Gruppe des Kindergartens von Bertiolo. Viele Eltern samt Kindern, auch Samara, Ivan und ihr kleiner Matteo stecken in den selbstgenähten grauen Kostümen mit den rosa Ohren. Ihr Ältester, Samuele, ist als wandelndes Verkehrszeichen bei der Gruppe seiner Volksschule dabei und Nesthäkchen Tommaso wird als Plüsch-Küken von den Großeltern Daniela und Rosano sowie Malia und Vanni durch den Trubel getragen. Die Kapelle zieht dem Umzug voran, alle Damen als Teufel, alle Männer als Engel verkleidet. Große Heiterkeit, als eine Gruppe maskiert als Wunderbäume, wie sie manches Auto „beduften“, um die Ecke biegt. Auch die Menschenfresser werden heftig beklatscht. Für diesen Sonntag Nachmittag ist der kleine, sonst so ruhige Ort voller fröhlich feiernder Menschen.

Am Ende werden Preise für die schönsten Masken vom Bürgermeister verliehen und der Spaß mündet im Zelt der Alpini: Pasta asciutta für alle und für die Großen auch vin brulè, Glühwein.