Unterwegs für „Servus, Srecno, Ciao“
mit einem TV-Team des ORF-Kärnten

Geschrieben von Gisela & Franz. Geposted in Aktuelles, Friaul-Tagebuch, Wir sind on air

Die Sendereihe „Servus, Srecno, Ciao“, die im ORF Kärnten-TV jeden Samstag über den Alpe-Adria-Raum berichtet, ist schon mehrfach ausgezeichnet worden für das erfolgreiche Engagement um Begegnungen mit den Nachbarn Italien und Slowenien. Aus Anlass unseres neuen Buches „Friaul für alle Jahreszeiten“ kamen nun Redakteurin und Moderatorin Iris Hofmeister mit Kameramann Heribert Senegacnik und seinem Assistenten ins Friaul, um mit uns zu drehen.

Auch wenn es an diesem Montag fallweise wie aus Kannen geschüttet hat, gerieten dennoch die Drehorte – ausgewählt aus unserem Buch – zum Erlebnis. Start war in Spilimbergo. Iris Hofmeister ist durch unser Buch aufmerksam geworden auf die Osteria Al Bachero. Die hat eine sehr spezielle Tradition: 1897 gründete der aus Apulien stammende Seemann Antonio Laurola eine Osteria mit angeschlossenem Weinhandel. Von Anfang an war die Osteria ‚Al Bachero’ bekannt für ihren Baccalà, den Stockfisch, zubereitet nach einem alten Rezept apulischer Matrosen. Seit 1975 wird das Lokal von Enrico Zavagno geführt. Er und seine Söhne Michele und Stefano pflegen die Baccalà-Tradition erfolgreich weiter.

Dann führte unser Weg nach Sequals nordwestlich von Spilimbergo in die Villa Carnera. Sie war das Wohnhaus von Primo Carnera, dem ersten italienischen Boxweltmeister. 1933 erkämpfte er diesen Titel im Schwergewicht. Die Villa ist heute ein Museum. Der Kulturstadtrat von Sequals Francesco Serra und auch Bürgermeister Enrico Odorico nahmen sich viel Zeit, um das TV-Team mit spannenden Informationen zu versorgen.

Am Weg in Richtung Süden führte die Fahrt dann über den Tagliamento. Das sonst meist trockene Schotterbett präsentierte sich wegen des in den Bergen anhaltenden Starkregens „in piena“, also als reißender Strom, was natürlich auch gefilmt werden musste.

In Codroipo schließlich ein Stopp im Molino Zoratto, der Mühle der Familie Zoratto, wo nicht nur biologisch angebautes Getreide und Mais auf uralten, schonend arbeitenden Maschinen vermahlen wird, sondern auch der getrocknete Stockfisch, der Baccalà, mit einem durch Wasserkraft betriebenen riesigen Hammer weichgeschlagen wird – übrigens der letzte Ort in Italien, wo das noch so geschieht. Christian Zoratto zeigte genau, wie das gemacht wird.

Der Beitrag, den Iris Hofmeister aus diesem Drehtag mit uns gestalten wird, soll am Samstag, 4.November, in der ORF-Kärnten-Sendereihe „Servus, Srecno, Ciao“ auf Sendung gehen, um ca.19.15 Uhr im Anschluss an „Kärnten Heute“. Herzlichen Dank an die Kollegen.

Codroipo: Fiera di San Simone
Ehrung für Partnerstädte und uns

Geschrieben von Franz Hlavac. Geposted in Aktuelles, Friaul-Tagebuch

Wenn der Heilige Simon am 28.Oktober Namenstag hat, wird in Codroipo gefeiert Ein Fest mit langer Tradition ist die Fiera di San Simone, ein Brauch zum Ende der Erntezeit. Tausende Menschen strömen in die Stadt, die sich in einen Markt verwandelt. In unserem jüngsten Buch „Friaul für alle Jahreszeiten“ (Verlag Joh.Heyn) haben wir ja auch über Codroipo geschrieben. Traditionellerweise sind dabei auch die Partnerstädte Codroipos – die Kärntner Orte Bleiburg und Maria Wörth, der sizilianische Ort Floridia sowie die belgische Stadt Ville de Braine-le-Comte – vertreten.

Die Sonntagsmesse im Dom Santa Maria Maggiore wurde musikalisch begleitet vom Kirchenchor Maria Wörth. Danach hatte Bürgermeister Fabio Marchetti ins Rathaus/Municipio zu einer Feierstunde unter dem Motto „Codroipo incontra l’Europa / Codroipo trifft Europa“ eingeladen. Im Gemeinderatssitzungssaal fanden sich die Delegationen und Honoratioren der Stadt ein. Ebenso unsere Winzerfreunde Paolo und Fabiola Ferrin, die ja mit ihrem Wein enge Kontakte zu den Partnerstädten pflegen. Wir hatten die Ehre auch eingeladen zu sein und bekamen für unsere Friaul-Bücher dort von vielen Seiten Lob ausgesprochen. Der Bürgermeister von Maria Wörth Markus Perdacher, sein Amtskollege aus Bleiburg Stefan Visocnik, Gaetano Failla als Vertreter von Floridia und Franco Scaini für Braine-le-Comte betonten gleichermaßen die Bedeutung solcher Städtepartnerschaften als Basis für freundschaftliches Miteinander. Codroipos Sindaco/Bürgermeister Marchetti unterstrich außerdem: „Europa darf nicht einfach ein Markt sein, es muss genauso aus dem Blickwinkel der Kultur und der Identität verstanden werden. Dazu sind Städtepartnerschaften wie unsere wichtig.“

In der Folge überreichten Gemeinderäte von Codroipo bei dieser Feierstunde Ehrengeschenke an die Gäste aus den Partnerstädten. Und auch an das Winzerehepaar Ferrin für dessen unermüdliches Engagement im Rahmen der Städtepartnerschaften. Dann die große Überraschung: auch wir bekamen solch eine Ehrung in Anerkennung unserer Bücher über die Region, die helfen Friaul und damit auch Codroipo interessierten Reisenden ans Herz zu legen. Der schöne friulanische Teller mit der Aufschrift „Codroipo incontra l’Europa“ ist uns Ansporn für die nächsten Bücher! Danke an den Bürgermeister und die ganze Gemeinde Codroipo! Wie nicht anders möglich klang das Beisammensein bei einem Mittagessen in einem Zelt der Fiera di San Simone aus.