Gelungene Premiere: Calici di Stelle
im Zeichen des Schioppettino

Geschrieben von Gisela & Franz. Geposted in Aktuelles, Friaul-Tagebuch, Weinempfehlungen aus Friaul

Auf der Brücke über den Fluss Judrio zwischen den Gemeinden Prepotto und Dolegna gab es eine höchst erfreuliche Premiere: Die für Orte wie Grado eingeführte Marke ‚Calici di stelle’ / Weingläser der Sterne fasste auch hier Fuß. Das Ergebnis war eine höchst angenehme Degustationsveranstaltung, bei der es Weine aus Prepotto ebenso zu verkosten gab wie jene aus Dolegna. Im Mittelpunkt stand jedenfalls die autochtone Rotweinsorte von Prepotto, der Schioppettino. Doch auch der weiße Ribolla gialla und der Friulana konnten bei den überaus zahlreich erschienenen Gästen punkten.

Mariaclara Forte, die Bürgermeisterin von Prepotto, der Stadtrat von Dolegna Carlo Comis, die Landtagsabgeordneten Bernardo und Iacob sowie Tiziano Venturini als Regionsvertreter der Vereinigung ‚Città del vino’ – das waren die Honoratioren, die das Fest eröffneten. Für stimmungsvolle Live-Musik sorgten die vier Damen des Streichquartetts Mile String Quartett. Über den großen Ansturm an Gästen freuten sich unter anderem die Winzer Hilde Petrussa, Gabriele Marinig / Colli di Poianis, Anna Muzzolini / Iole Grillo sowie die Senior-Chefinnen der Weingüter Valerio Marinig und Lenuzza.

Reißenden Absatz fand auch die ‚Maialata’ aus der Trattoria Da Mario, die Giacomo und Davide Grassi den Besuchern servierten. Der vor kurzem zum Ehrenbürger von Prepotto gekürte Weinexperte und –Journalist Claudio Fabbro fühlte sich bei dem Event ebenso wohl wie wir. Und alle waren der Meinung: Die Premiere ist gelungen! ‚Calici di stelle’ Prepotto-Dolegna muss es einfach kommendes Jahr wieder geben!

Die wunderbare Bergwelt von Forni Avoltri

Geschrieben von Gisela & Franz. Geposted in Aktuelles, Friaul-Tagebuch

Ganz oben in den Bergen Karniens, wo Österreich und die benachbarte italienische Region Veneto schon ganz nah sind, liegt Forni Avoltri, die nördlichste Gemeinde Friauls. Von Tolmezzo aus führt die Straße entlang des Flusses Degano etwa 50 Kilometerweit ins Gebirge, dann ist der Ort erreicht. Blauer Himmel, trockene, warme Bergluft, blühende Bergwiesen – all das macht auch diesen Teil Karniens zu einem beliebten Sommererholungsgebiet, vor allem auch für viele, die der schwülen Hitze der oberitaienischen Ebene entfliehen wollen.

Es lässt sich nicht nur angenehm durch das Zentrum von Forni Avoltri oder eine kleine Schlucht spazieren, die der Degano bildet. Auch der Ortsteil Pierabech etwa drei Kilometer nördlich darf nicht unbeachtet bleiben. Denn von dort kommt etwas, das wohl jeder Friaul-Besucher schon einmal getrunken hat: Das bekannte Mineralwasser Goccia di Carnia. Auf einer Höhe von 1370 Meter entspringt die Quelle Fonte di Fleons, eine Milliarde Liter Wasser kommt mit konstanter Temperatur von 6,3 Grad pro Jahr aus dem Felsen. Ein flacher Betonbau weiter unten in Pierabech auf etwa 1000 Meter birgt die Abfüllstelle für bis zu 1 Million Flaschen pro Tag. Lastwagen werden beladen und rollen die schmale Straße hinunter ins Tal, um das beliebte, frische Nass im ganzen Land zu verteilen.

Noch etwa einen Kilometer weiter hinten im Tal „blüht“ Fior di Pesco Carnico , die karnische Pfirsichblüte. Diesen Namen hat der Marmor, der hier abgebaut wird, wegen seinen zartrosa Tönungen. Aber auch von gelblichen und grünlichen Adern ist der Marmor durchzogen. Eisen- und Mangangehalt sind die Ursachen dafür. Sowohl außen als auch in Tunnels, die ins Berginnere führen, werden die Marmorblöcke abgebaut, schon seit dem Mittelalter. Damals wie heute ist der Fior di Pesco ein gesuchtes, wertvolles Baumaterial.