Sommerbeginn in Colloredo di Monte Albano

Geschrieben von Franz Hlavac. Geposted in Aktuelles, Friaul-Tagebuch, Küche, Wein

So lässt sich der Sommer begrüßen! Fabiana Romanutti, Chefredakteurin der Zeitschrift ‚q.b. quanto basta’ hat zum Sommerfest in das edle Restaurant La Taverna in Colloredo di Monte Albano eingeladen. Wir durften diesen Abend auch genießen. Die Taverna liegt gegenüber dem berühmten Schloss, das bei den Erdbeben 1976 schwer beschädigt wurde. Nach wie vor wird es Schritt für Schritt wieder aufgebaut.

Die Zeitschrift ‚quanto basta’ ist ganz darauf spezialisiert, enogastronomische Genüsse zu vermitteln. Veranstaltungen, Restaurant- und Wein-Tipps, auch Rezepte füllen einmal im Monat ein buntes, interessantes Heft. Aber auch in den elektronischen Medien ist die Zeitschrift präsent, das ist Fabiana Romanutti ganz wichtig. Und so ist natürlich das Ristorante La Taverna in Colloredo di Monte Albano das ideale Ambiente für ein Fest am Tag des Sommerbeginns. Das La Taverna ist ein Fixstern am Himmel der friulanischen Kulinarik, seit 1979 Piero Zanini und seine Frau das Lokal übernommen haben. Seit 2016 führt mit ihnen der dynamische Nicola Storti die Geschäfte, was weiteren Aufschwung mit sich gebracht hat. Und natürlich hat auch der Küchenchef Ivan Bombieri enormen Anteil an dem Erfolg. Kein Wunder also, dass schon der Auftakt des Abends einem das Herz aufgehen lässt, mit Spumante der Cantina Produttori di Cormons, aber auch weil der Garten so schön ist. Und zwar sowohl der, in dem die Gäste sitzen, als auch der riesige, supergepflegte Gemüsegarten daneben, den Piero Zanini mit viel Liebe pflegt. So verfügt das Restaurant auch über beste, frischeste Zutaten. Fabiana Romanutti und Nicola Storti begrüßen die etwa 50 Gäste und weil an diesem Abend alle Weine aus der Cantina Produttori di Cormons kommen, geben Luca Belluzzo, der junge Önologe der Cantina, und der für das Marketing dieses Betriebs zuständige Marco Furlan Informationen dazu. Wir treffen an diesem Abend auch Enos Costantini wieder, der uns bei der Produktion der deutschsprachigen Ausgabe der Zeitschrift ‚Tiere Furlane /Terra Friulana’ betreut hat. Er ist ja ein Fachmann in Sachen Wein und schreibt auch regelmäßig Bücher darüber.

Die Stimmung an diesem ersten Abend des Sommers 2018 ist so, wie man es sich für die ganze Saison wünschen würde.

Ristorante La Taverna, Piazza Castello 2, 33010 Colloredo di Monte Albano, www.ristorantelataverna.it

Immer wieder gern im Friaul:
‚Meine Freizeit’-Leser unterwegs

Geschrieben von Gisela & Franz. Geposted in Aktuelles, Friaul-Tagebuch, Küche

Es ist bereits eine schöne Tradition, dass Iris und Andreas Lanner, die Herausgeber der in Kärnten erscheinenden Zeitschrift ‚Meine Freizeit’, mit ihren Lesern Reisen in den Süden unternehmen. Das Friaul ist regelmäßig ein Zielpunkt, auch in diesem Frühjahr war es wieder so. Bekanntes und Neues für den Gaumen hat die Kärntner Reisenden diesmal erfreut.

Das wunderbare Ristorante ‚Da Toni’ in Gradiscutta di Varmo ist für die Lanners ein bewährter Stopp für ein Mittagessen, das alle Mitreisenden genießen lässt. So war es auch diesmal. Kein Wunder, der Chef des Hauses Aldo Morasutti kümmert sich ja stets persönlich darum, dass sich in seinem Haus alle wohlfühlen. Der Schinken, die Basilikum-Suppe, das Spargelrisotto, das geschmorte Rindfleisch und das Tiramisu ließen die Herzen aufgehen.

Wir haben uns gefreut, den Lanners diesmal die Mühle ‚Molino di Bert’ der Familie Zoratto zeigen zu können. Am Rand des Parco delle Risorgive im Süden von Codroipo am Kanal ‚Roggia di San Odorico’ gelegen wird hier seit sechs Generationen Getreide und Mais gemahlen. Juniorchef Christian Zoratto hat an diesem Sonntag extra für die Kärntner Reisegruppe aufgesperrt, um zu zeigen, was ihm wichtig ist: Biologisch beziehungsweise biodynamisch zu arbeiten. Nur biologisch gezogenes Getreide und ebensolcher Mais werden hier gemahlen, mit Mühlen aus dem 19.Jahrhundert, die einen schonenden, vitamin- und nährstoffsichernden Mahlvorgang gewährleisten, weil sich das Mahlgut zwischen den händisch behauenen, steinernen Mühlsteinen nicht erhitzt. Das merkt der Kunde dann auch deutlich am besseren, intensiveren Geschmack des Mehls, sei es aus Getreide oder aus Mais. Die Kärntner Gäste waren begeistert und haben viel von den qualitätsvollen Zoratto-Mehlsorten mitgenommen.

Doch die Zoratto-Mühle hat noch eine weitere Besonderheit zu bieten: Es ist – wie Christian Zoratto betont – die einzige Mühle in Europa, die noch getrockneten Stockfisch nach einer alten Methode weichhämmert. Ein hydraulisch getriebener, riesiger Holzhammer saust auf den auf einer Steinbasis liegenden Stockfisch herunter – bis zu 150 Mal pro Minute – und macht die Fasern auf diese Weise besonders weich. So behandelt wird der ‚stoccafisso’ beim Kochen viel zarter als üblich. Weshalb die besten Restaurants bei den Zorattos Schlange stehen, um den hier geklopften Stockfisch kaufen zu können.

Der nächste Programmpunkt ist ein immer wieder beliebter: Eine Weinkost im Weingut Ferrin in Camino al Tagliamento. Fabiola und Paolo Ferrin haben auch diesmal für jeden Geschmack etwas zu bieten gehabt, für die Liebhaber friulanischen Weißweines genauso wie für die Rotweinliebhaber oder die Freunde des Spumante. Iris und Andreas Lanner haben ihrerseits eine Überraschung parat: sie haben einige Köstlichkeiten aus ihrer Heimat, dem Gailtal, mitgebracht. Die werden wir gerne mit unseren friulanischen Freunden probieren! Danke dafür!

Und dass dann auch noch die Familie Marsoni aus Varmo zu den Ferrins gekommen ist, damit die Kärntner nicht ohne den bekannt köstlichen, frischen Marsoni-Spargel (der schon im vergangenen Jahr so großen Anklang gefunden hat) heimfahren müssen, war eine zusätzliche Attraktion. Jedenfalls waren die ‚Unsere Freizeit-Reisenden’ sichtlich zufrieden mit dem Tag. Und sowohl wir als auch die friulanischen Gastgeber sind glücklich, der Gruppe eine schöne Zeit bereitet zu haben. Kommt bald wieder!