Bergamotten – ein wahrer Genuss !

Geschrieben von Franz Hlavac. Geposted in Aktuelles, Küche, Rezepte

Bei einem Italiener und einer Österreicherin in Wien über Friaul, Kalabrien und Bergamotten zu plaudern, bringt Sonne in den Winter. Der Kalabrier Domenico Pugliese und die Salzburgerin Brigitte Schmidhuber verkaufen in ihrem Geschäft „Casa Caria“ (Wien 7., Schottenfeldgasse 48A) vielerlei Zitrusfrüchte und seit kurzem Bergamotten. Die beiden wissen unheimlich viele Details über diese Frucht zu erzählen.

Der Name Bergamotte klingt irgendwie nach sonnigem Süden, und genau aus Kalabrien kommt die bei uns fast unbekannte Zitrusfrucht auch. Als Bergamotte bezeichnet man eine Gruppe von Sorten aus der Gattung der Zitruspflanzen, die als Hybride aus Zitronatzitrone und Bitterorange entstanden sein könnten.

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Zwei Jahre hat Domenico Pugliese gebraucht, um in Kalabrien einen Produzenten zu finden, der auch nach Wien liefert. Seit Samstag hat er mit seiner Frau zum Bergamottentest in die Casa Caria eingeladen. Gekostet werden können Bergamottenscheiben im Vergleich zu andern Zitrusfrüchten, Bergamottensaft mit Prosecco oder auch Bergamottenmarmelade auf Parmesan. Vielfältige Genüsse!

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Das Rezept für „Konzentrierte Bergamotte“ für 3 bis 4 Gläser funktioniert nach Brigitte Schmidhuber so:

Zutaten: Etwa 8 Bergamotten, 500 g Gelierzucker 2:1.

Die Bergamotten fein schälen, die aromatischen Schalen mit ein wenig Bergamottensaft für fünf Minuten im Topf dünsten, mit dem Pürierstab zerkleinern, etwas auskühlen lassen. Den Saft der Bergamotte zugießen, bis etwa ein Liter zusammenkommt. In einem Topf mit 500g Gelierzucker vermischen, einige Minuten aufkochen lassen. Heiß in saubere Gläser abfüllen.

https://www.CasaCaria.com

Köstliche friulanische Kohlpäckchen

Geschrieben von Gisela & Franz. Geposted in Küche, Rezepte

Wenn die Novembernebel ziehen, ist Kohl auf den Märkten allgegenwärtig. Bei uns wie im Friaul. Kohl ist bekanntlich nicht jedermanns Sache, aber die Kohl-Päckchen unserer Freundin Daniela aus Varmo sind auch was für Zweifler!

Ein Grund mehr, warum unser Buch „Unsere Friaul-Rezepte“ ein feines Weihnachtsgeschenk ist!

Kohl-Päckchen – Fagottini di cavolo

Zutaten (für 4 Personen): 1 Kohl-Kopf, 900 g gemischtes faschiertes Fleisch, 1 Ei, 1 Esslöffel Mehl, 1 Esslöffel Semmelbrösel, Salz Pfeffer. 1 Zwiebel, ½ l klare Suppe, 2 Schöpflöffel Tomaten-Sugo, Olivenöl.

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Zubereitung: Die Kohlblätter einzeln waschen und 10 Minuten in kochendes Wasser legen, abtropfen lassen. Für die Fülle Faschiertes, Ei, Mehl, Semmelbrösel, Salz, Pfeffer gut vermischen. Auf jedes Kohlblatt ein wenig von diese Fülle geben, das Kohlblatt zu einem Päckchen verschließen und mit Küchenschnur zubinden. In einer Pfanne die gehackte Zwiebel in Olivenöl glasig werden lassen, die Kohlpäckchen dazu geben, ebenso das Tomatensugo, mit der klaren Suppe aufgießen und eine halbe Stunde auf kleiner Flamme köcheln lassen. Weinempfehlung: Friulano, Sauvignon

Varmo: Pilze überall !

Geschrieben von Gisela & Franz. Geposted in Friaul-Tagebuch, Küche, Rezepte

Immer im November bricht in vielen Gegenden der friulanischen Ebene das Pilzfieber aus: Die Chiodini schießen aus dem Boden, werden eifrig gesammelt und vielfältig zum Genießen verarbeitet.

Ihr lateinischer Name ist armillaria mellea, eine Art der bei uns als Hallimasch bekannten Pilze. Chiodini oder auch Pioppini werden sie in Italien genannt, auf vielen Märkten sind sie auch zu finden. Sie wachsen in Büscheln vor allem unter Bäumen, bei Baumstümpfen, fallweise auch mitten in der Wiese. Also auch bei uns in Varmo. Hinten an der Mauer unter den Bäumen haben wir dieser Tage Unmengen von ihnen entdeckt, sie duften hinreissend. Rundum die Nachbarn haben auch viele gesammelt.

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Wie sie aber nun verarbeiten? Da ziehen wir das Pilzbuch unseres Freundes Ennio Furlan zu Rate. Er ist ja nicht nur Pilz-Experte, sondern auch ein fantastischer Koch. Chiodini sott’olio, also Chiodini in Öl einlegen, das ist doch eine wunderbare Riserve für den Winter! Aber: kann man Chiodini auch trocknen? Ein SMS an Ennio und rasch ruft er an und gibt die Antwort: „Ja, aber um sie wirklich bekömmlich zu machen, ist es wichtig, sie vorher 40 Minuten zu kochen. Auch wenn Ihr sie in Öl einlegen wollt!“ „Danke Ennio, wird gemacht!“

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Rezept zum Einlegen in Öl (1 kg Chiodini):

Die Chiodini erst 20 Minuten in Salzwasser kochen, das Wasser wegschütten. Dann nochmals 20 Minuten in einer Mischung aus ½ Liter Weisswein, ½ Liter Wasser und ½ Essig kochen. Abtropfen und etwas abtrocknen lassen. Dann lege man die Chiodini in einen breiten Topf und bedecke sie mit Olivenöl. Ennio empfiehlt ein Öl mit nicht zu starkem Eigengeschmack zu wählen, damit nicht der Geschmack der Pilze überdeckt wird. Das Öl mit den Pilzen wird erhitzt, bis Bläschen aufsteigen. So – schreibt Ennio in seinem Buch – wird verhindert, dass beim Einfüllen in die Gläser versteckte Luftblasen bleiben, die die Pilze dann eventuell schimmeln lassen. Jetzt also warm Pilze und Öl in Gläser füllen und zuschrauben. Kühl und dunkel lagern. So konserviert werden uns die Chiodini den ganzen Winter lang erfreuen als Beilage zu Schinken, Fleisch etc.

Seitenblicke: Pordenone & „Unsere Friaul Rezepte“

Geschrieben von Franz Hlavac. Geposted in Aktuelles, Bücher, Rezepte, Wir sind on air

Nun ging er auf Sendung, der Seitenblicke-Beitrag über den Pordenone-Event im Wiener Museumsquartier, bei dem wir auch unsere Friaul-Bücher vorgestellt haben. Redakteurin Alex Hesse hat den laut ORF Teletest etwa 800.000 Zusehern der Seitenblicke bestimmt Gusto gemacht auf Friaul insgesamt, die Provinz Pordenone im Speziellen und auch unsere Bücher, besonders das Kochbuch. Auch in Bild und Wort dabei: Der Botschafter Italiens in Österreich Giorgio Marrapodi und auch der Organisator der Veranstaltung Wolfgang Obermaier.

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Obermaier bereitet ja eben für den 20.Jänner den „Tag des Friauler Weines“ vor, wo sich auch wieder viele Freunde dieser Region im Museumsquartier in Wien einfinden werden.

https://weintage.at