Natur im Garten aus dem Friaul

Geschrieben von Franz Hlavac. Geposted in Aktuelles, Presse, Wir sind on air

www.naturimgarten.at

Bei der Erstausstrahlung am 5.10. in ORF 2 gab es mehr als 180.000 Zuseher

In der ORFTVthek zu sehen noch diese Woche

tvthek.orf.at/program/Natur-im-Garten/1363


Wiederholungen in 3sat am 11.10. 18.05 bis 18.30 Uhr und
am 14.10. 11.45 bis 12.10 Uhr

La dolce vita: Pflanzen-Küche-Lebensfreude

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La dolce vita – Karl unternimmt einen Abstecher nach Bella Italia. Die Uhren gehen hier etwas anders als daheim, Genuss, Lebensfreude und Tradition werden groß geschrieben, auch im Garten. Der Oleander blüht gerade und die ersten Tomaten sind reif, als Karl den Garten von Gisela Hopfmüller und Franz Hlavac in der Gegend um Friaul besucht.

Der Garten schließt, wie traditionell üblich, hinten an das ehemalige Bauernhaus an. Das Haus steht dabei üblicherweise nicht frei, sondern ist in einer Häuserzeile angeordnet, an deren Vorderseite die Straße vorbeiführt. Hinter den Häusern befinden sich die Gärten und Äcker. In der Mitte der Hauszeile residierte früher der Grundeigentümer, während zu seiner Rechten und Linken die sogenannten Halbpachtbauern wohnten, die für ihn arbeiteten. Halbpachtbauern deswegen, weil sie die Hälfte ihrer Erträge als Pacht an den Grundeigentümer abzuliefern hatten.

Nutzen und Zierde

Der Garten hinter dem Haus ist zweigeteilt. Der kleinere, unmittelbar an das Wohnhaus anschließende Teil ist als Ziergarten angelegt. Einige Koniferen und hohe Palmen spenden angenehm kühlen Schatten, in dem sich nicht nur Farne und Akanthus sichtlich wohl fühlen. Die Mauern, sorgfältig aus Tagliamento-Steinen gebaut, bieten dem Wilden Wein (Parthenocissus tricuspidata) ein willkommenes Klettergerüst. Ein hoher, schmiedeeiserner Zaun, überwuchert von blühender Bougainvillea, trennt ihn vom dahinter angrenzenden Wirtschaftsgarten mit Gemüsebeeten, einigen Obstbäumen und vor allem Weinstöcken.

Im Gemüsegarten geben sich verschiedene lokaltypische Paradeisersorten, Auberginen, Gurken und Paprika ein Stelldichein und lachen verführerisch den Besuchern entgegen. Gemischt ist das Gemüse mit Kräutern wie Borretsch, Dille, Salbei und Lavendel, der nicht nur betörenden Duft verströmt, sondern von Heerscharen von Bienen, Hummeln und Schmetterlingen umschwirrt und besucht wird.

Auch der Obstgarten ist typisch italienisch, hier reifen neben Äpfeln auch Feigen, grüne, die zwei bis dreimal im Jahr tragen und blaue, die nur einmal eine Ernte liefern, Zitronen und die zierlichen Granatäpfel.

Ausgedehnt ist der Weingarten, für den sich Gisela und Franz nach einigen anfänglichen Versuchen schlussendlich zum Winzer ausbilden ließen.

„Es ist ein ständiger Dialog mit dem Garten“ erzählt Gisela „er sagt uns was er nicht will und natürlich auch was er will. Wir haben zum Beispiel einmal probiert im Weingarten Veltliner zu pflanzen. Nach drei Jahren waren die Reben alle tot, es war ihnen offensichtlich zu heiß. Die Palmen hingegen wachsen wie Unkraut. Im Garten gibt es eben täglich neue Herausforderungen.“

La dolce vita – das süße Leben – hier bekommt man eine Ahnung davon, was die mediterrane Lebensfreude, das mediterrane Lebensgefühl ausmacht – Italien war wirklich eine Reise wert!

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