Rund um die Wachau

Entdeckungen beiderseits der Donau

Ein „ponte“ bringt Freunde ins Friaul

Geschrieben von Gisela & Franz. Geposted in Aktuelles, Friaul-Tagebuch

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„Un ponte“ – eine Brücke, so nennen es die Italiener, wenn ein Feiertag während der Woche ein verängertes Wochenende ermöglicht. So wie Christi Himmelfahrt. Dieser Donnerstag ist zwar als Feiertag in Itaien schon lange abgeschafft, aber die Österreicher können diesen „ponte“ noch genießen und kommen in Scharen auch ins Friaul. Recht haben sie, denn es ist eine der schönsten Jahreszeiten, weil vieles prächtig blüht: Zum Beispiel die Rosen in unserem Garten, die Robinien entlang der Gasse vor dem Haus, der Sambuco (Hollunder). Und deshalb sind Haus und Garten auch in eine Duftwolke eingepackt !



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Peter und Barbara sind aus Wien ins Friaul gefahren und haben in Marano Lagunare Quartier bezogen – angeregt von der Schilderung des malerischen Ortes in unserem Buch. Wir fahren dort hin, vorbei an Feldern, wo eben die frisch veredelten Rebstecklinge zum Antreiben in die Erde gesteckt werden. Treffpunkt mit Peter und Barbara: die Taverna „Al Pescatore“ in Marano Lagunare. Olga bewirtet uns mit der üblichen Herzlichkeit, mit wunderbaren, gratinierten Capesante (Jakobsmuscheln), schwarzem Reis mit gemischte Meeresfrüchten und danach ihrem berühmten Boreto aus verschiedenen Fischsorten. Dazu scheint die Sonne frühsommerlich warm. Die Möwen kreisen über dem Hafen, wo noch ein paar Fischer ihren Fang ausladen. Stimmung und Essen – lauter Genüsse!


Am Abend besuchen uns in Varmo Ingrid und Andreas. Wir sitzen vor dem Haus, und schauen auf unseren Garten, der seine ganze Pracht zeigt – extra für unsere Gäste natürlich. Dazu ein Schlückchen unseres unlängst abgefüllten eigenen 2012er Weins und weil ja keine Gelegenheit zum Nützen der Spargelsaison ausgelassen werden darf, gibt’s auch ein bisschen grünen Spargel mit San-Daniele-Schinken. Es wird dunkel…..und da sind sie: die ersten Leuchtkäfer dieses Frühlings !



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Nach einem Freitag mit genussvoller Gartenarbeit freuen wir uns auch auf den Samstag. In der Nacht hat es zu regnen begonnen. Morgens kommen Peter und Barbara vorbei auf der Rückfahrt nach Wien. Wir begleiten sie zum Spargeleinkauf zu den Marsonis und zum Weißwein-Einkauf zu den Ferrins. Dann ziehen sie allein weiter Richtung Norden, nicht ohne in San Daniele den feinen Rohschinken und bei Emilio Bulfon in Valeriano bei Pinzano am Tagliamento noch eine größere Menge seiner autochtonen Rotweine besorgt zu haben.



Wir fahren indessen nach Grado. Dort sind wir eingeladen bei einem Mittagessen einer Gruppe von Kärntnern der Paneuropa-Bewegung, geführt vom Obmann der Paneuropa-Bewegung Kärnten Klaus Lukas, über Friaul und unsere Bücher zu erzählen. Wir machen am Weg einen kurzen Stopp in Aquileia. Ein paar Blicke auf den Dom mit seinen wunderbaren Mosaiken tun uns immer wieder gut. Ebenso lässt uns ein Capuccino im Cafè Mosaico vergessen, dass es noch immer schüttet wie aus Kannen.

In Grado sind die Kärntner im Hotel-Ristorante Marea schon eingetroffen. Wir plaudern und erzählen, bis das Meeresfrüchte-Risotto und der Branzino mit Kapern auf den Tischen landen. Dann lesen wir auch ein Stück aus dem Weinkapitel unseres Buches vor, um auf den nächmittägigen gemeinsamen Besuch bei unseren Winzerfreunden Komjanc im Collio einzustimmen.



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Als wir bei den Komjanc in Giasbana / San Floriano del Collio eintreffen, kommt die Sonne heraus und beleuchtet die intensiv grünen Hügel mit den Weinbergen. Die ersten Kirschen reifen hier schon. Roberto und Raffaella Komjanc führen durch den Weinkeller und haben für die anschließende Wein-Degustation auch viele Teller mit köstlichen Spezialitäten – Schinken, Käse, Salami, Aufstriche – vorbereitet. Ihr kleiner Sohn Mosè ist wieder einmal mit Feuereifer bei der Sache, serviert Nachschub und hilft seinem Vater Roberto beim Ausschenken der Weine oder seinem Großvater Alessio, der sein Olivenöl zum Kosten anbietet. Alle Gäste genießen diese besondere Gastfreundschaft ! Um die Kärntner „Paneuropäer“ zu begrüßen, ist auch der Paneuropa-Präsident Sloweniens Laris Gaiser aus Ljubljana gekommen. Und als der Bus, souverän pilotiert von Helmut Mark, wieder Richtung Kärnten startet, sind viele Kisten Wein mitzutransportieren. Auf bald wieder im Friaul !


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Adresse

  • ARGE Hopfmüller-Hlavac
    Deublergasse 37
    A-1210 Wien

Kontakt

Gisela Hopfmüller

Franz Hlavac

  • +43 664 281 80 18

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